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Königin Luisens letze Tage

Full text: Königin Luisens letze Tage

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IDovte, Me K�nigin Cuifo getrieben hat. Pas Konigspaar fuhr dann mit b�ni Herzog, der Gro�mutter und dein
(Befolge nach der Heuftreli^et Scrjlogfoppel, einem CufhD�lbdjen, wo auf einem Rasenplatz unter einer Eiche T>e und
gereicht wurde. DX'� tiefer R�hrung gedachte Friedrich �-IDilf^clm sp�ter, wie Kuife hier alles hu* seinen ihr
bekannten Neigungen und Gewohnheiten einrichtete, Xta�f einem kurzen Spaziergang bestieg man wieder die �Paaen
und fuhr durch r�euftrclib hindurch nach l)ohenzieritz.
Ein froher Tag (39. 3�ni) war dein K�nigspaarc hier noch verg�nnt. Vie gemeinsame R�ckreise nach Berlin
war urspr�nglich bereits auf den 2. Juli angesetzt, ?uife aber bat den Gemahl inst�ndig, ihren, Dater und ihr selbst die
Freude $u machen und noch einen Tag zuzugeben. �Abschlagen mochte ich es nicht," erz�hlt der K�nig, �ich stellte
Vas Stetbtjinimct ?>ct K�nigin Cuiie in t^ohenjicvit�
mich jedoch scherzend so an, als ob ich nicht darein willigen k�nnte, und versteckte mich zu dem Ende unter der Garten-
treppe, wo sic mich lachend herausholte und ich mich ergeben mu�te." jiu Garten, unter Rosenb�schen, wurde dann
Tee getrunken; es waren die legten stunden, die Cuife im freien verlebte.
Am n�chsten Morgen, oO. Juni, f�hlte die K�nigin, die schon am Abend vorher �ber Aopfweh geklagt hatte,
sich so leidend, da� der f�r diesen Tag geplante Ausflug nach Rheinsberg aufgegeben wurde. Immer aber hoffte
mau noch, am 5. Juli gemeinsam abreisen zu k�nnen. Die Arankheit, die der herzogliche Leibarzt l)ieronymi anfangs
f�r ein hitziges lieber erkl�rte, schien leicht und unbedenklich; an Gefahr dachte nieuumb. Die K�nigin selbst, die
ihren leidenden Zustand in Anwesenheit des K�nigs m�glichst zu verbergen suchte, zeigte noch eine heitere Stimmung.
Salb �berzeugte man sich jedoch, das; die Arankheit wenn nicht ernst, doch jedenfalls langwierig fein w�rde, und am
3. 3uli mu�te sich der K�nig entschlie�en, allein abzureisen, mit dein versprechen, bald wiederzukommen. Aber kaum
in Charlottenburg angelangt, erkrankte er selbst an einem selsiebe r, dessen Anf�lle sich breimal mit gro�er Hcftig-
feit wiederholten und ihn l�ngere Zeit ans Zimmer fesselten.
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