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Die Neue Schack-Galerie in München und ihre Einweihung am 18. September 1909

Full text: Die Neue Schack-Galerie in München und ihre Einweihung am 18. September 1909

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Bereinigt sind. Man glaubt, in einem der S?U der Akadeinie von Venedig zu sein, und begreift schlechterdings nicht,
une man diese Kopien solange geringsch�tzen kennt.', (vgl. die Abbildung S, 22(,.) ?5 kann gar nicht ausbleiben,
da� man das Urteil �ber fie und damit auch �ber den (trafen Sd}a� als Besteller revidieren wird; das ist jetzt, wo
man ihr? Hualil�len eigentlich erst zu erkennen vermag, ein einfaches Gebot der Gerechtigkeit. Das nun folgende
Kabinett enth�lt neben Werken von Rottmann die
pict? von Fenerbach, der letzte, gr��ere Kaum alle
�brigen Werke von Feuerbach. (Vgl. die Abbildung
S. 227.) 311 diesem Kaum, in den wie aus weiter
Ferne die rauschende Musik des gro�en Aopiensaales
her�berklingt, erleben wir noch einmal eine reine und
starke Freude. Und mit diesen, Eindruck scheiden wir,
nachdem wir noch die drei nicht zu �bersehenden Kopien-
s�le im zweiten Stockwerk fl�chtig durchschritten haben.
So sind also die Wirkungen, recht sehr im Gegen
satz zu fr�her, aufs sorgf�ltigste erwogen und h�chst
�konomiseb auf das Ganze verteilt. Und noch ein Haupt
Vorzug: die wichtigsten Meister haben nun endlich ihre
separaten Kabinette erhalten, in denen nichts von der
Betrachtung der Werke ablenkt. Auch die Ausstattung
der nicht; denn dic ist so einfach wie nur
m�glich, und die Wandbespannung ist fast �berall von
ruhigeni, wohltuendem Neutralgrau oder Graugr�n.
Nur der und der GenelliSaa! haben roten
und der gro�? Aopiensaal gr�nen Hintergrund. Eines
hal sich allerdings nicht vermeiden lassen: da� die den
Fenstern unmittelbar gegen�berh�ngenden Vildcr das
Licht spiegeln und darum manchmal von keiner stelle
aus gut gesehen werden k�nnen."
Wenn wir uns zum Schl�sse fragen, was die
Schack^ Galerie mit ihren 274 Gem�lden f�r uns
bedeutet, so hat sich das eigene Urteil des Sammlers
dar�ber: �Von dom Guten, was meine Epoche ait
Kunft hervorgebracht hat, besitze ich das Veste", nicht
als eitle Iteberljehuug herausgestellt, sondern in der
Hauptsache auch in dem Urteil der heutigen Zeit bew�hrt
und best�tigt. Unter den (l)riginalgem�lden feiner
Sammlung ist wenig, das nicht irgendwie charakteristisch
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oder reizvoll w�re, und sehr viol, das ganz hervorragend genannt werden mu�. Und doch schlug Schack bei der
Vildung seiner �ammlung einen f�r nicht wirklich k�nstlerisch gebildete und feinsinnige von dem Urteil der Masse
unabh�ngige Aenner gef�hrlichen weg ein, indem er, der als dichter und Schriftsteller schwer von der mangelnden
Anerkennung seiner Zeitgenossen bedr�ckt wurde, sich in der bildenden Runst zu denen hingezogen f�hlte, die gleich
1 Diesem leicht abftcllbarcit Freier ist inzwischen bereits abgeholfen worden.
        
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