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Die Bildnisse der Herzogin Philippine Charlotte von Braunschweig, Schwester Friedrichs des Großen, insbesondere das Familienbild J.H. Tischbeins von 1762 auf Schloss Wilhelmshöhe

Full text: Die Bildnisse der Herzogin Philippine Charlotte von Braunschweig, Schwester Friedrichs des Großen, insbesondere das Familienbild J.H. Tischbeins von 1762 auf Schloss Wilhelmshöhe

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Drehung und Neigung sur linken Schulter, in anmutiger l)allung bar; die Augen sind, wie immer, auf den Veschauer
gerietet. Das Aleid zeigt ein schmutzige? Kot une Pelzbesatz, Me H�nde stecken im P�I$muff; in den Obren gro�e
gelbliche Edelsteine, auf boni Kopf Me Fl�gelhaube. Der Stnr/1 ist gr�n bezogen.
Seltsamerweise ist nun Rosine de (^ask. die so erfreuliche beweise ihrer 3iI6nisFunft gegeben hatte, 6urti)
bas il\rf eines freilich viel gr�gerett �italers gennfTermafen aus tljrer Ba^n gebr�ttgl melden. Sp�testens im
3a?jvc 1,770, mie umi* sehen werben, bat 2tnton C5raff philippine Charlotte gemalt. Das 23115, bas sich im
lX'rz^li^en fcMof; ju Braunfd}it>dg befindet , siebe �tbMlbung 5. 20'�!. ist zwar nicht bezeichnet, aber es hat da,nais
in Denlschkind nur diesen einen CilbnismaUr
gegeben, der ein so ausgezeichnetes U\rF h�tte
schaffen k�nnen, und bas �ilb ist anch auf
der berliner Ja^r^unbcrtdu�ftellmtg pou i906
als einer der besten (�raff anerkannt werden. 1
Pie ixvjo�sin ist balb nach rechts auf einem
k'ehnstuhl und in einem roten Aleide dargestellt,
bas mit braunem Pelzbesatz ivrseben ist. jn
einem gleichen pelzinuff stecken die l^inde. Die
,flugelhaube und die vofetteiiartia.cn Vrillant
ohrringe sind uns schon dou anderen Silbern her
bekannt. Zwischen Aleid und "Kinn schiebt sich
eine Halskrause. lier Ccbnftub? mit Kofofo-
s�,nitzerei bat einen blangrunen Bejug, der in
(Solb den naiuoiis.iiia der Dargestellte?� tr�gt.
Der Vorhang links oben ist dunkelgr�n, die in
F�cher abgeteilte wand zeigt einen helleren,
gr�nbr�unlichen (Ton. Das angezeichnete V>'\lb,
weitaus das beste, das es Don der Herzogin gibt,
wird beherrscht dnrch das wundervoll leuchtende,
warine l\ot des Aleides, das aber doch nur die
Wirkung des geistvoll gemalten Kopfes hebt.
Das (Besicht folgt nicht ganz der Sendung des
'K�rpers, die gro�en grauen, leicht ins 23raune
spielenden 2lugen aber sehen den Beschauer voll
an. Die uns bereits bekannte (Eigenart des
Kopfes, Mo gro�e, leicht gebogene Nase, die leb
ticrjogiti philippine� (Charlotte. CPelgpiii�Itie POU ��of�ne ?>c i^uif im ?d;faffe 311 KiTigplIipim
haften Augen, dazu bu hageren NXmgen und der eingesunkene l??unb, die li'enigslens schon auf den wildern der
de (�aff berrortvaten , kehren !)ier rcieber, so da� die �hnlichkeit rollfomiuon erreicht wird. 2Iber ohne da� er sich
des Sd>moid]ol)ts schuldig goiuadjt h�tte, Ejat �cr �tlaler os doch verstmid^n, 6cn 2lus6vucf d<'� Kopfes zu mildern und
meniget Me auffallende l)�vk der �u�eren als bas Gcist und <^^nnitvolle und doch gleichzeitig das �beraus
Votmfym der hohen Frau zu betonen. So wie fie hier dargestellt ist, lebt philippine Charlotte in der Ueberliefevuiuv
IPir wissen, une sie die Freundschaft eines so ausgezeichneten Cannes, wie des Abtes jonifa?ent, fidi erworben
und hochgehalten hat, wie sie gerade im Umgang mit ih,n den Geist gebildet und wieder von ihn: unterst�lit sich
der Erziehung der S�ljnc wie der C�chter gewidmet hat.
1 Katalog dc, �liisfteUinig ?li. t�26 finit �lbfttlbuitg).
        
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