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Die Bildnisse der Herzogin Philippine Charlotte von Braunschweig, Schwester Friedrichs des Großen, insbesondere das Familienbild J.H. Tischbeins von 1762 auf Schloss Wilhelmshöhe

Full text: Die Bildnisse der Herzogin Philippine Charlotte von Braunschweig, Schwester Friedrichs des Großen, insbesondere das Familienbild J.H. Tischbeins von 1762 auf Schloss Wilhelmshöhe

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Etwas �lter erscheint philippine Charlotte auf mehreren Vildern, die unter sich eng zusammengeh�ren und, wenn
nicht alles t�uscht, gleichfalls der Rosine de Gast zuzuweisen sind. Das eine von ihnen, das im vaterl�ndischen Museum
zu Vraunschwcig h�ngt, ist ein H�ftbild, das die Herzogin nach links stehend, den Kopf aber nur halb nach dieser
Seite gewendet und die Augen gerade auf den Veschauer gerichtet, darstellt (fieEje Abbildung 3. 205). Neber das hellrote
Aleid ist eine feine Spitzeiimautille gelegt, bas bereits ergraute Haar deckt wieder eine Fl�gelhaube, die une noch oft
auf den 23iI6ern der Herzogin begegnen wird, uud ein feiner Spitzenschleier zieht sich vom Scheitel nach vorn und ist
am Halse geknotet. In den Ghren ein Ring in der Form einer Diamantenrosette. Dag trefflich modellierte, offenbar
au�erordentlich �hnliche und doch in den Einzelformen keineswegs �bertrieben durchgef�hrte Gesicht zeigt mehr noch,
als die bisher besprochenen Darstellungen die au�crordent
lichc �hnlichkeit, die philippine Charlotte mit ihrem
gro�en, von ihr hoch verehrten und geliebten Vruder halte.
Ver Aopf derselben kehrt noch in genau der
gleichen Haltung auf einem Aniest�ck der Herzogin wieder,
das im Wittumspalais der Herzogin Anna^Amalie in
Weimar aufbewahrt wird (siehe Abbildung 5. 200). Die
hohe Frau sitzt hier in wei�em Atlaskleid und eut'
sprechender Aermeljacke nach links. Die Rechte h�lt ein
ge�ffnetes Vuch, die Tiuke ruht im Scho�. Es ist in
gl�cklichster Weise dargestellt, wie die Herzogin im Tesen
unterbrochen ist und nun den Vlick auf die Person richtet,
die vor ihr erschienen ist und an deren Stelle sich der
Veschauer setzt. Cinks steht ein Spinett mit V�chern und
einen: aufgeschlagenen Notenheft; es dient dem rechten
Arm als Unterlage. Ein braunes Windspiel, mit
p. i^.H.Z.V. an: Halsband, legt die Vorderpfoten auf
die Anie der Herrin. Der schlichte Tehnstuhl ist gr�n
bezogen, die gleiche Farbe, aber dunkler und schmutziger,
zeigt auch der Vorhang hinten. Eine vermutlich eigen
h�ndige Wiederholung dieses wildes befindet sich inRingel
heim, eine sicher eigenh�ndige, aber nur ein Brustst�ck,
auf der Wolfenb�ttler Vibliathek (siehe nebenstehende Ab
bildung), eine Kopie des Ganzen auf dem v. Veltheimschen
Schlosse zu Desledt (Rreis Vraunschweig).' Nun tr�gt
Herzogin pljtlippinc>?kairlotfe. v3l
    
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