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Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

Full text: Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

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Dieweil sich dann ohne allen Zweifel E. ?. wohl zu erinnern haben, welcher Gestalt gedachter ihr Pater
seligen Ged�chtnisses und Zeit seines Gebens sich in diesen, �n�tigen Fall des Glaubens und der Religion als ein
verst�ndiger, der R�mischen Kaiserlichen Majest�t und des heiligen Reichs christlicher und gehorsamer C??urf�rft
gehalten, durch welchen auch neben ihrer Kaiserlichen Majest�t und andern gehorsamen Churf�rsten, F�rsten und St�nden
auf dem gehaltenen Reichstage die Abschiede, Grdnungen und Beschl�sse f�rderlich den Religionssachen allewege an-
genommen, bewilligt und bekr�ftigt, desgleichen die Einigung und der Vertrag, so weilandt E. ?. Vater ferner mit
etlichen seiner ?ieb wohlverwandten F�rsten und Nachbarn der gedachten Religion halben aufgericht und bis an fein
Ende festiglich gehalten hat, so sind wir nun der gn�digen unzweifentlichen Zuversicht zu E. ?., fie sollen und werden
anders nicht gesinnt sein, denn in ihres Paters geb�hrende Fu�tapfen zu treten und f�r sich selbst willig
und geneigt, fantmt E. ?. F�rstenthums Landen und beuten bei demjenigen best�ndiglich zu bleiben und zu halten, was
?. T. als nachkommenden (E?jurfurftcn und F�rsten auf bemcldtcn ihres Paters Abgang wohl zustehn und geb�hren
will,sonderlich so die j�ngste Einigung, die obgemelMer Maa�en zwischen E. ?. Vater und den Andern, feinen Mit-
verwandten, aufgerichtet und durch bemerkte Kaiserliche Majist�t confirmirt und best�tigt ist, und dabei betrachten
den Nachtheil und Unbequemlichkeit, so aus dem Folgen, wo sich E. ?. dem, wie gemeldet, entgegen oder
zuwider auf andere N?ege begeben oder bewegen lassen sollten � das wir uns doch zu E. C. gar nicht versehen, je
dennoch uns dem sondern gn�digen, geneigten und freundlichen Willen, den wir zu E. ?. um ihres Vaters trefflichen
Verdienens und IVohlhaltens willen und dein ganzen Hause zu Vrandenburg haben und tragen, und gleicherweife der
hochgedachten K�niglich Kaiserlichen Majist�t sonderlichen gn�digen IDilleu auch wissen.
Demnach so wollen wir E. 3. solches wie obstcht der Nothdurft nach ganz gn�diger und getreuer Meinung
erinnert und verwarnt haben, im Namen Ihrer Kaiserlichen Majist�t, � auch f�r uns selbst hiermit sonders Flei�
E. t. ersuchend und ermahnend, sie wollen diese obenangezeigte Sache als nicht die geringste, sondern ganz hochwichtige
neben andern itzo vorab in E. 3. Eintretung und Annehmung ihres l�hurf�rst lichen Tandes uno Regiments wohl
vor Augen halten und bedenken, was E. beiden 3. in obbegnffenem Fall? verz�hlter Maa�en gehandelten, bewilligten
vorabschieden und bekr�ftigten Dingen nach Zuthun geb�hren und geziemen will, da� sich E. T. demselben gleich-
f�rmig und gem�� als der Kaiserlichen Majist�t und des Reichs gehorsame Chur- und F�rsten und ihres Vaters
schuldige und l�bliche Nachfolger (halten), wie denn E. k. sich solches ohne allen Zweifel bei ihnen selbst wohl zu
erinnern und der Geb�hr zu halten wissen werden.
Ferner so haben wirE. T. Mutter halben, Frauen Elisabeth aus K�niglichen! Stamme zu D�nemark geboren,
auch hicrinnen ein besonders Nachdenken. Nachdem uns angelangt ist, da� ihrer T. durch weilandt ihren Gemahl,
bemeldten E.k. Vater, eine Teibzucht auf etlichen Schl�ssern und St�dten sammt den beuten und Unter-
thanen vermacht worden sei, welche Teibzucht ihrL. nun auf bemeldtes ihres Gemahls Abgang fordern
werde, sie darin itzo einzusetzen.
Dieweil aber die gemeldt E. T. Mutter vorhin zu vorschienen Jahren der Religion Sachen halber aus
dem Tande der Mark kommen, das doch von weil. E. 5. Vater von den sch�dlichen umrei�enden Sekten
bisher treulich verh�t blieben, noch eine gro�e Noch sein wird, darum dieweil wohl zu vermuthm ist, die
gedachte Wittib von Vrandenburg m�gte noch so wohl wie vor auf ihrem F�rnchmcn des Glaubens halben stehen und
leichtlich oder williglich nicht davon zu weisen sein. Damit dann zur Verh�tung Nachtheil und Unlust, hierin mit
guter F�rsichtigkeit Vorsehung bestehe, so ist heut abermals imNamen hochgedachter Kaiserlicher Majist�t und f�r uns
selbst unser gn�diges und freundliches Ersuchen, E. 3. wollen in alle Wege und vor allen Dingen, ehe E. k.
gedachter ihrer G�ter obbemeldte Leibzucht einr�umen oder ihre k. in das Churf�rstenthum Vranden-
burg wesentlich wiederkommen lassen, von ihrer T. gewisse Zusagung und Versicherung nehmen, damit E.(.
wohl verwahrt sei, da� ihre k. an den Orten ihrer keibzucht indem F�rstenthum der Mark zu Vranden-
burg und sonst f�r ihre Person und auch diejenigen ihrer k. Unterthanen, zu solcher ihrer Leibzucht
geh�rig, sich der Ordnungen und Satzungen der R�mischen Kirchen und derselbigen l�blichen eingesetzten
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