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Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

Full text: Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

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VI.
(5528 April.)
"K�nig Ferdinand 011 K�nig Christian II. von D�nemark.
(Entwurf im Ejaus*, Hof- und Staatsarchiv in Wien.)
Als der durchleuchlig kumg Herr Cristiern, der reiche Vemnarkhl, Norweden etc kunig, zu tun. nlaj.
zu Hungern und Vehem etc in derselben irer maj. stat und flo� Prag kumen und sich zu irer n^aj. freuntlich gefuegt,
daselbst in gehaiin und freuntlicher vertreulicher weis die bewegungen und Ursachen, welh seiner tun. wirde swester zu
der abweichung und wegzug voll ihrer lieb Herrn gemahl, den churfursten von Vrandenburg, bewegt haben sollen,
er�ffent und angezaigt, hat vorgedacht kun. maj. zu hungern und Veheni etc denselben also freuntlicher mainung
geh�rt und verstanden.
Und wiewol sein maj. die geswinden und swierigen leuff, so ytzo an mer orten im heiligen reich zwischen
surften und andern stennden sweben, bedacht und darumben vil pesser angesehen het, das berurter handl underlassen
wer bliben, so wil doch sein maj. denselben weder gut achten oder loben, noch nbl machen, sander also in seinem wesen
und werdt, wie er an im selbst ist, sein lassen.
Aber nicht minder im pe�ten erwegen, das darinnen in bedacht, was der handl auf im tregt, nit nutzer oder
fruchtperlicher angesehen, dann mit solher Handlung darein ze kunien, dardurch dise fachen und irrthumb g�tlich und
freuntlich vergleicht, hingelegt und zu verhuettung vilerlai merers Widerwillen, unrats und widerwertigkeit, die sonst
daraus erfolgen m�chten, vertragen wurd.
Dicweil nun erstgemellt kun. wirdc zu Venmarkht bei irer kun. wird swester, des churfursten von Brandenburg
Gemahel, in einem ansehen und achtung, wie billich ist, dag denn sein kun. wirde bei derselben irer kun. wirde swester
mit h�chstem vleis handlen, ir lieb dahin weisen, bewegen und vcrmugen welle, damit sy sich widerumb zu irer lieb
Herren und Zemahel, den churfursten von Brandenburg, verfucge, seiner lieb als eegemahel beiwone, wie sich dann
kanleuten ze thun zimbt und gepurt, auch l�blich und billichen ist. Das wirdet irer lieb bei nienigclich, wo das wider
geh�rt, guten preys und lob erwekhen, der fachen zu guetem, ruee und amigkait und freuntlicher nachperschaft auch
sonst allem wcsen zu gut raichen, alle widerwertigkait, hitzigkait, irrthumb und Unwillen, so sonst deshalben ersteen
und daraus wachsen het mugen, aufgehcbt, hingelegt und verhuett sein und besonderlich rom. kais. maj. des ein gnedigs
gefallen haben. So wil auch die kun. mai. iren pe�ten vleis bei dem churfursten von Vrandenburg darthun und so
es notturftig fein oder angesehen wurd, irer rnaj. potschaft dahin schickhen und freuntlich zu bewegen versuchen lassen,
derma�en das sich sein kun. maj. verficht, der churfurst werde sich gegen seiner lieb gemahel ehrlichen, schickhlich und
als einem eerlichen ehegemahel wol geziinbl, freuntlich und unvcrweislich hallen. Und ob zweifel oder sorg darinn
gesetzt, sein lieb verhofflich dahin vennugen, das sein lieb darumben sich verschreiben oder Versicherung thun oder auch,
wo not angesehen, verpurgen werd; welches aber seiner kun. ma), zu handien und bei seiner lieb derma�en anzesuechen
beswerlichm wer, wo sein maj. nit zuvor lauteren verstannd und wissen het, das sich des churfursten von Brandenburg
gemahel in diser fachen und geburlich erpieten und benvonung begeben und lassen wollt.
Herwiderumb, wo das nit bescheen und dem chuifursten von Brandenburg seiner lieb gemahel nit
widerumb geantwort werden oder zukommen und beiwonen sol, das widersvill obvermelter fachen und alle wider-
wertigkait zu besorgen sein, zu was guetem, aimgkait und freuntlicher nachperschaft das ytz und hinfur gedeihen,
was gefallens und gehorsam auch rom. kais. maj. damit bescheen wurd, ist dabei gutlich und wol zu bewegen
und zu bedenckhen. Darauf ist kun. maj. zu Hungern und Vehem etc furderlichister antwort begeren und wil der-
selben derma�en gewartend sein.
        
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