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Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

Full text: Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

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III. (528 (IXl?vi 26?)
K�nig Christian II. von D�nemark an den Aurprinzen Joachim (IL) �on Brandenburg.
(Gleichzeitige Abschrift im Haus-, Hof� und Staatsarchiv in Wien.)
An marggraff Joachim dem hungern zu Vrandenburk und dy weltlichen rethe.
Freuntlicher lyber vetter uni� besondern. Euer lieb und euch andern ist villeicht unsers achteng zum teyl wol
bewust, was der hochgebornen furstin; frauen Elisabeth, geborne aus kuniglichem stamm zu Venmarken, marggreffin
zu Vrandenburk etc., unser einigsten, herzigsten swester, von dem hochgebornen surften, Hern Joachim, marggraffen zu
Vrandenburk curfurften etc., yrer lybden Hern und gemahel, uuserm lyben swager, ein zeit lang vielmals und durch manich-
feltige wege beschwerung und merklich bekummerni� zugestanden, lind wywol wir aber alwegen neben irer lieb in
guther Hoffnung gewest, der almechtig, ewig, g�tig gott wurde oyse fachen bey gedachtem unserm lyben swager auff
dy wege richten und verfugen, dardurch dy drankselige noth und beschwerung, so durch sein lyb gegen gnauter unser
herzlybsten swester furgenohmen, zu besscrung gewandt und also beieinander der gewissen halben und f�nften ein-"
trechtigk und friedlich, wy sich wol geburt, hetten bleiben und leben mugen. Dweil wir aber vormerkt und entlich
befunden, das sich dyselben irrigen sachen nit geringert, sondern von tag zu tag He mehr beschwerlich gemehrel und
derma�en zugetragen, das wir daraus eigentlich verstanden, das unsers lyben swagers meynung und wyll dohien gericht
und auch entlich entschlossen gewest, villcicht durch anleytuug viel bo�er leuth mit unser I'fben swcster derma�en zu
handeln, das irer lybden gewissen, auch heyl der seelen und dorzu irem leyb beschwerlicher und unvorwintlicher untreg"
licher nachteyl wolde entstehen und aufgelegt werden, unangesehen, das sich ire lieb vielmals zu �ffentlicher verh�re
ervotten, wir auch mit hogstem vlei� oft und digk s. I. durch unser geschickten haben ersuchen und verbieten lassen;
welchs aber alles bey s. l. unansehnlich und unfruchtbar gewest. Derhalben und aus angezeigter furfallender nott seind
wir zuletzt hochlich bedrenget und verursacht wurden, zu errettung niehrgemelter unser gelybten swester seel, gewissen,
leyb und ehr, wie wir uns aus schuldiger treu pflichtig erkennen, irer lyben uffs vlei�igst und getreulichst zu rathen
und auch noch unserm hogsten vermugen zu helffen und zu fordern, sich von irem Hein und gemahel auch yrer lyb
beiderseits kinden wywol initt gro�er beswerung zu wenden und zu begeben; auch die fach uff ma� und wege gericht,
dardurch wir ire lieb zu unserm lyben vettern, Herzog Johansen, curfursten zu �achssen etc., bracht, wy dan s. l.unsers
vorsehens durch ein schreyben unserm lybcn swager freuntlicher meynung solchs auch anzeigen und vermelden werden.
Nnd ist darauff an e. l. und euch andern unser freuntlich bitt und gneoigs ansynnen, ap dyser fachen halben ichtes
anders, dan hirinn vernieldt, an eur lieb und euch gelangen wurde, e. l. und ir wollen demselben gar keinen glauben
geben, sundern uns di�fals und aus angezeigten hochanlygenden, dringenden nottorfften, dy unser lyben swester wyder
gottes gebot und alle billigkeit unoerschulter fachen begegcnt, freuntlich und gutwillig entschuldigt nehmen. U)o auch
euer lieb und yr einiche gute mittet und wege, welche cnstlich, ehrlich, loblich und gut, nicht wyder gottes gebott
und gewissen weren, zu finden w�sten, domitt dyse irrung mochten freuntlich, gutlich und friedlich beygelegt und entlich
vertragen werden, dorzu erpieten wir uns unsers hogsten vley� und vermugens zu helfen, zu rathen und an unser
Person nichts zu erwinden lassen. Das alles wolten wir e. I. und euch bester und gnediger meynung nit verhalten
und scindt e. l. frcuntlich zu willfahren und euch andern gunstigen, gnedigen willen zu erzeigen gneigt. Dat. etc.
IV. Nl�rz 30,
Aurs�rst Joachim I. von Brandenburg an den Aurf�rsten Johann von Sachsen
(nachdem ihm dieser das oben (il) abgedruckte Ichreiben Elisabeths mit einer f�r letztere freundlichen eigenen Erkl�rung vom 2?. M�rz
zugeschickt hatte. _ Original im Sachfen-Ernestimschen Gesamtarchio in Weimar.)
...Und hatten wir uns zu unserer Gemahlin gar nicht versehen, da� sie �ber dem freundlichen Abschied,
so mir zu unserm Abreisen �nit ihr genommen, auch da� wir ihrer gegebenen Antwort des Mi�brauchs und Neuerung
der Communion halben die Zeit �ber, wie sie gebeten, freundlich begn�gen gehabt, sich sollt und von unserm Herrn
        
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