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Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

Full text: Die Flucht der Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg

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wieder zusamn:engefordert sei, so sei er bedacht, J�rgen von Minkwitz Haushofmeister?) zu sich zu fordern und mit ihm
zu der Z�Tarfgrafin Vestcn 311 reden. wiederum am \^.3""i\^3 schrieb tucher von Lichtenberg aus an 3U US Jonas:
��t�id^ jammert herzlich der besten, von einem so hohen Blute stammenden Frau. Der Herr Jesus wolle sie heilen
und mir Weisheit und erfolgreiche IVorte eingeben gegen des Teufels Pfeile. " J
Vie Cage h�tte sich nach Joachims I. Tod �ndern m�ssen. Seitens der katholischen F�rsten kn�pfte sich an
diesen Tod die Bef�rchtung, da� Elisabeth nach der Mark zur�ckkehren und auch ihre S�hne Joachim II.und Johaun,
die sich in das v�terliche tano und Erbe geteilt hatten. Zum Glaubcnswechsel veranlassen k�nnte. In dem Magde-
burger Archiv findet sich das Vruchst�ck eines Schreibens an den A�nig Ferdinand, das unzweifelhaft vom Srzbischos
Albrecht herr�hrt und alsbald nach dem Code Joachims I. geschrieben ist. Der Verfasser redet ausdr�cklich von dem
verstorbenen Bruder, nennt Elisabeth TNuhme und Schwester, Joachim II,und Johann: vettern, Gheime und S�hnet
Inhaltlich des Schreibens kommt jene Bef�rchtung zum Ausdruck. A�nig Ferdinand soll den Aaiscr bitten, da� er
Joachim II. und dessen Vruder ermahue, bei der katholischen Religion zu verbleiben und ihrer Mutter die R�ckkehr
nur zu gestatten, wenn sie wieder katholisch werde. Dies soll ihnen �zum ernstesten bei schwerer f>�n und Strafe
mandiert und geboten werden." Ferdinand schrieb der Aufforderung gem�� unter dem H. Sept. an Joachim II.
und Johann im Namen des Aaisers, dessen sonderlichen gn�digen Willen er wisse, ahne jedoch der Mahnung eine
Drohung beizuf�gen.
Nat�rlich wurde an die R�ckkehr Elisabeths alsbald gedacht. Es bestanden aber in den Tatsachen und Personen
mancherlei Hindernisse, die sich nicht so schnell beseitigen lie�en. Die S�hne bekannten zun�chst noch den katholischen
Glauben. Ihr Vater hatte sie durch ein besonderes Gel�bnis daran zu binden gesucht. Durch den obigen Vrief
Ferdinands mochten sie sich zu einer gewissen Zur�ckhaltung veranla�t f�hlen. Nur Johann trat alsbald zum Tuthei�
tum �ber, Joachim II,, anscheinend weniger entschieden in seiner Slaubensstellung und durch die katholischen Verwandten
seiner Gemahlin etwas geniert, erst im Jahre 1,559. Auch darnach nahm Elisabeth � in weitergehendem Ma�e
als selbst Luther � an manchen katholischen Zeremonien, die Joachim II.beibehalten wallte, und an der Wirksamkeit
des mit kuther zerfallenen Joh. Agricola Ansto�t deicht scheint auch der Verkehr mit Joachim II. nicht gewesen zu
sein. Johann Friedrich von Sachsen sagt in seinem Schreiben vom 9. Februar l.52? an Tuther: er wolle mit Mark-
graf Hans reden, wenn dieser komme, �dieweil doch mit Markgraf Joachim nicht viel zu handeln steht"". Die sp�tem
Verhandlungen werden deshalb auch vornehmlich durch Johann gef�hrt, obgleich es in dem Abkommen zwischen
Elisabeth und Joachim vom Januar auch hei�t, da� hinsichtlich der Versicherung der Religion und der
Einr�umung des Tcibguls, des 1c wette, a. a. �., V, S. ,yy. � * Riedel, Cod. dipl., Suppl., 5. 151; Kirchner, a. a. V., 5. 25?;
Heideman,,, a. a. �., 5. 2S5. dieser vermutet nur, der Verfasser werde in den Areifen des (2r3btfdjofs Albrecht zu suchen sein. Die
oben angef�hrten Umst�nde scheinen dabei unber�cksichtigt geblieben 311 fein.
�
B Dieser zum Teil schon von Riedel mitgeteilte Viief ist
in den Anlagen abgedruckt. Die durch den Druck ausgezeichneten Worte stimmen fast w�rtlich mit dem Inhalt jenes Bruchst�ckes �bereilt(Anlage X). � * Seine zweite Gemahlin Hedwig (fett 5. September *555) war eine Tochter des Polenk�nigs Sigmund I. � 5 Hermann,
a. a. �., 5. 263. � � Vurkhardt, a. a. V., 3. 290.
        
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