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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Hessen

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Hessen

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pou den Aindern der Prinzessin Marianne stand gerade diese Co?ter den, Herzen der Mutter besonders nahe.
Und ?lifabet?>, m ihrem ganjeu lVesen der Mutter �hnlich, erwicderte diese Zuneigung mit geradezu schw�rmerischer
Liebe und Verehrung. Hm so gr��er war daher beider schmerz, als eines Tages die Trennnngsstunde f�r fie schlug.
Im Vorgef�hl dieses bitteren Augenblickes schrieb Marianne am 30. Dezember {835: �.. . ?(sd}4n zu verlieren ist
zwar schrecklich f�r mich. Die halbe Freude des kebens geht mit ihr dahin; aber ich wei� es, es ist f�r des geliebten
Rindes Gl�ck. Also bin ich froh."
Noch fast ein Zahr durfte sich die Prinzessin der begl�ckenden N�he ihrer Tochter freuen. Dann kam der
Tag der Verm�hlung. Es war der 22. Oktober \836. Am ;.November trat bas junge paar seine Reise nach
dem Hefsenlande an, In die Heimat der geliebten Mutter f�hrte die �Prinze� Karl" das Geschick. Mit Hellem
3ubel ward sie dort empfangen und fast f�nfzig Jahre war sie f�r Stadt und kand �ein still wirkender Segen".
Nach Verlauf eines Wahres durfte die Gro�mutter freudig bewegten Herzens das erste Enkelkind in ihre
Arme schlie�en. ?& war der Prinz Ludwig, der am (3.Juni l877 nach dein pl�tzlichen Ableben feines kinderlosen �peints,
des Gro�herzogs Ludwig III.,als Gro�herzog Ludwig IV. den hessischen Thron bestieg. ?i* war ein reichssrcnndlicher,
wohlmeinender F�rst, der als Gemahl der Prinzessin Alices einer Tochter der K�nigin Victoria und des Prinz-
gemahls Albert, mit dem damaligen Kronprinzen von Preu�en verschw�gert war. Die bis dahin sich eines ungetr�bten
Gl�ckes erfreuende Gro�herzogliche Familie wurde im Jahr (878 von schwerem ?ei6 betroffen. Sie erkrankte an der
Diphtherie. Das j�ngste T�chterchen und die Gro�herzogin erlagen der t�ckischen Seuche, fie, die die Ihrigen Tag
und Nacht mit hingebender Sorgfalt gepflegt hatte, voll Trauer stand das ganze f)effen�olf an ihrer Vahre, eingedenk
ihrer Hingebung f�r alle Werke der Mildt�tigkeit und der Menschenliebe, ihrer umfassenden Vildung, ihres empfang*
lichen Geistes f�r Wahrheit und Sch�nheit, f�r Wissenschaft und Aunst.
Die verewigte treffliche F�rstin hinterlie� einen Hohn, den regierenden Gro�herzog Ernst Tudwig von Hessen
und bei Rhein, und vier T�chter. Die dritte von ihnen, Prinzessin Irene, reichte am 2H. Mai ihrem Vetter, dein
Prinzen Heinrich von Preu�en, die Hand zum tebensbunde. Seit den Tagen, da Prinzessin Marianne von Homburg,
ihre Urgro�mutter, dem Zuge ihres Herzens folgend, ihr Gl�ck und ihr Schicksal an der Seite eines preu�ischen
Prinzen gesucht, war keine hessische F�rstentochtcr mehr den Spuren dieser edlen, unverge�lichen Frau nachgegangen.
V
Hohenzollsrn und Hessen-Homburg
(Siehe Tafel IV,
Des Landgrafen Georg I. von Hessen -�armsladt vierter Sohn, Friedrich, war, wie oben dargetan (S.
im Jahrs f622 mit Schlo� und Amt Homburg am Fu� des Taunus, der �H�he", ausgestattet worden.
Sein Nachfolger war Friedrich II.?, der Kriegsheld unter Aarl X. von Schweden und dein Gro�en Kurf�rsten,
�der Tandgraf mit dem silbernen Vcin". Mit dein Siege bei Fehrbellin ist sein Naine unausl�schlich verkn�pft. Zu
1 Interessante hingen aus ihrem leben nul� aus ihren Briefen in: Alice, Gro�herzogin non Hessen und bei Rhein,
Prinzessin von Gro�britannien un& Irland. 5. Anfl. Varmftadt iss^,
�
8 H�heres �ber ihn in: A. ?. 55., Vd. f., 3. 520 f. und bei
Joh.Inngfer, Der Prinz von Hombnrg. Serliu isfJO. tandgraf Friedrich II. war feit dem 25. (�ftober t6T0 in zweiter Ehe mit Prinzessin
lnise Elisabeth van K�rlaufe verm�hlt, einer Tochter des Herzogs Jakob und seiner Gemahlin kuise, einer Schwester des Gro�en Axrfiirsten.(Eine andere Tochter Jakobs � Marie Amalie � hatte, wie oben bemerkt, Landgraf Karl pou Hessen
-
Casse! gefreit. Das herzliche ver--
h�ltnis der beiden Ehegatten charakterisieren unter anderen� jene h�bschen, frischen ,-fcIb,vi
    
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