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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Hessen

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Hessen

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(Eine Seitenlinie dieses Hauses � Hessen
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philippstha!
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Varchfelo � stiftete 72 Landgraf Wilhelm
(gest. \5- Mai der zweite Sohn Philipps. Sie hat ihren Wohnsitz in Varchfeld (Regierungsbezirk Cassel) und
auf den: Schlo� Augustenau in Herleshausen a. d. werra. Ivilhelms Urenkel, Landgraf Alexis, preu�ischer General
der Kavallerie, gewann am 27. Juni l85^ die Prinzessin Luise, die �ltere Schwester der (andgr�fin Anna �on Hessen^
Cassel, zur Gemahlin. Allein das erhoffte Gl�ck blieb der kinderlosen Ehe versagt. Schon am 6. 3N�rz ward
sie geschieden. Prinzessin Luise nahm seitdem ihren Wohnsitz in Wiesbaden, wo sie am (0. ZX?ax \tyO\ das Zeitliche
segnete. Ihre Ruhest�tte fand die lebensm�de in heimatlicher Lrde, an der Seite ihrer Eltern auf der von den
blauen Fluten der Havel umsp�lten h�he von Nikolskoie.
IV
Hohenzollern und Hessen-Darmstadt
(Siehe Tafel IIIund IV)
Der Stifter des landgr�flichen, nachmals gro�herzoglichen Hauses hessen^Varmstadt war der fromme Landgraf
Georg I.l,der j�ngste der vier S�hne des Landgrafen Philipp des Gro�m�tigen (siehe oben S.
Georg war noch jung an Jahren, aber �ber sein Alter hinaus gereift, als er sein kleines Besitztum nach des
Vaters Ableben �bernahm. Nach 3s�j�hriger, segensreicher Regierung hinterlie� er seinen Nachfolgern ein erheblich
vergr��ertes, bl�hendes Tand.
Auch Landgraf Georg teilte nach der schlimmen Gewohnheit seines Hauses das Reich: der �lteste Sohn,
Ludwig V., der Getreue, erhielt die obere Grafschaft; dem zweiten, Friedrich, fiel das Gebiet Homburg am Taunus
zu, w�hrend der j�ngste, Philipps mit Vutzbach ausgestattet wurde.
Ludwig V., der J�ngeres war in mancher Beziehung das Ebenbild des Vaters. Unerm�dlich t�tig, beredt
und entschlossen und nicht ohne staatsm�nmsche Gaben, aber sich und seine politische T�tigkeit h�ufig �bersch�tzend,
setzte er dessen Bem�hungen un, die Hebung des Tandes in materieller und geistiger Beziehung fort und f�hrte die
primogenitur in seinem Hause ein, eine Tat, die endlich die dem Lande so verderbliche Aera der Teilungen zum
Abschlu� brachte.
Im Sommer des Jahres lie� Ludwig an: brandenburgischen Hofe zu C�lu a. d. Spree un� die Hand
der NIarkgr�sin iNagoalene anhalten (siehe oben 5. 128). Wer die Aufmerksamkeit des Landgrafen auf das fromme,
i�, schlichter Einfachheit erzogene branocn burgische F�rstenkind gelenkt, ist nicht ersichtlich. M�glich, da� der Markgraf
Georg Friedrich von Ansbach- Bayreuth, der mit den m�rkischen vettern allzeit gute Freundschaft hielt, seine Hand
hierbei im Spiele gehabt hat. U)ie dem nun auch sei, wir wissen nur, da� Ludwigs Werbung bei dem eines
ungew�hnlich reichen Kindersegens sich erfreuenden Aurf�rsten Johann Georg und seiner dritten Gemahlin Elisabeth
eine freundliche Aufnahme fand.
Die Vermahlung wurde auf Sonntag Estomihi (26. Februar) festgesetzt und sollte mit dem hergebrachten
Prunke gefeiert werden. Zu diesem Zwecke erging im Oktober von feiten des Lanoesherrn an den m�rkischen
Adel der Befehl �,. . Du wollest dich uns zu sondern ehren mit guten Reisigen, Pferden, Knechten und Jungen,
als viel du kannst, woll gevutzett, staffirel und gefa�t machen und halten und ferner darnach richten, das du auf den
donnerstagk vor Estonnhi (25. Februar) alhier Inn unserm Hoflager zu Coln an der Sprew gewi�lichen ankommen
und uns folgents etliche Tage aufn Dienst warten mugest."
1 Rommel a. a. V., Vd. s, S. 8^ff.
-
A. �),N., Nd. 59. S. 5*?f,
�
a Philipp starb am 28. April1555 kinderlos. Sein besitz
fiel an die beiden anderen tinie� zur�ck. � B Somme! a. a, �., Vd. 6, S. usff.
� * Petma?iluitgS'St?tcn der NIarkZr�fin ITTa^&alcnc
im K�niglichen Hausarchiv,
        
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