Path:
Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

98
�Regenten Aalender" �bereinstimmt. Die �Geschichte des A.preu�ischen Ersten Gardc-Regiments su Fu� �^378",
von G. v. Aesse I, Berlin \88J, 5. (6, berichtet den Vorgang zum 4. Januar und in der im Texte
angef�hrten Erz�hlung bei ?( Schneider a. a. (D. I. S, sagt der K�nig ausdr�cklich, es sei der erste Tag der
Ausstellung des Sarges gewesen; das war eben der H. Januar, wie auch das Fl�geladjutanten Journal aufzeichnet.
Hier hei�t es freilich zum 5. Januar: �S. A?. gingen tu der Mittagsstunde allein zur (eiche des hochseligen A�nigs";
aber auch zum 4. Januar wird hier aufgezeichnet, da� der K�nig um \2lh mittags mit der K�nigin und der
gesamten A�niglichen Familie an dem Sarkophage war. Da� der K�nig wiederholt die Deiche seines Vruders
besucht haben wird, kann nicht bezweifelt werden, wie es auch nat�rlich ist, da� das Fl�geladjutanten-Journal
dies nicht jedesmal vermerkt hat, Zumal wenn es so improvisiert geschah, wie im vorliegenden Falle. Auch w�rde
dein K�nige die sicherlich bereits am 4. Januar aufgestellte Ehrenwache wohl keinesfalls einen ganzen Tag lang
unbemerkt geblieben sein.
Nach V.Meding a. a. V. �. 8 hat der Aaiser selbst den Namen des Aomman�eurs der Erauerwache aus
v. Aleist in �v. R�dcr" korrigiert. Und doch lassen
�
abgesehen von der Erz�hlung bei k. Schneider � die Rang-
listen des I.Garde-Regiments zu Fu� keinen Zweifel, da� Aleist damals die keibkomvagnie f�hrte, und zwar seit dem
58. August 5660, nachdem er vorher Chcf der 5 2. Aompagnie gewesen war; sein Vorg�nger bei der keibkompagnie
war Hauptmann von Vlock, sein Nachfolger, am 20. September 5, Hauptmann von Moellmdorff. Der Chef
der teibkompagnie war aber nach der ausdr�cklichen Angabe der Rcgimentsgeschichte der stete Aommandeur der
Trauerwache, die ja nur w�hrend der angegebenen Stunden stand. Aleist wurde am 20. September Aommandeur
der Unteroffizierschule zu Potsdam, Aommandeur der Garde^Infanterie-Divifion, Aommandierender
General des I,Armee-Aorvs, General der Infanterie, Chef des ?. Gstvreu�ischen Infanterie-Regiments Nr.HH:
sein A�nig hat ihn wirklich nicht vergessen!
� Ein f)remicrlcutnant Friedrich von R�der stand 1860 bei der keib-
kompagnie, aber bei der 4., bei der 2. Aornpagnie, wurde Hauptmann und f�hrte die keibkomvagme
im Feldzuge von 5866. Ein anderer von R�der im I. Garde -Regiment zu Fu�, Viktor von R�der, dem A�niae
als Sohn seines �Freundes", des Generals Aarl von R�der � 3. Schneider a. a. G. I. S. und II. S.
�an R�der habe ich sehr gehangen" � wohlbekannt, war bereits 2Najor, Aommandeur des F�silier-
Vataillons, Aommandeur des Regiments, an dessen Spitze er bei St. privat am 8. August 58?0 den Heldentod
starb: diese Umst�nde haben vielleicht den Namen �v. R�der" dem Aaiser besonders lebendig erhalten und so zu der
Verwechselung Anla� gegeben � falls die durch den Aorrefpondenz-Sckret�r Bork an Nteding erfolgte �bermittlung
der Aorrektur �berhaupt ganz zuverl�ssig ist.
standen bei der keibkompagnie, au�er Aleist, die Leutnants von Rhade ftic!), von Saldern-Ahlimb
und Graf Aeller I.
33. Vild. Die Unterschrift des Aquarells beruht auf einem Eigenh�ndigen Zettel des Aaisers mit dem
verschlungenen Monogramm W. K.. Vas Datum fehlt hier g�nzlich, es ist nach den beim 22. Vilde ausgef�hrten
Erw�gungen auf den 4. Januar 136^ bestimmt und auf Grund der Erz�hlung bei k. Schneider a. a. V.nach der Szene
bei der Crauerwache gesetzt worden. Vei der Akribie, die der Aaiser den Details dieser Aquarelle gewidmet hat,
bleibe nicht unerw�hnt, da� hier die Epauletts A�nig Wilhelms nicht umflort sind, wahrend sie auf dem 32. Vilde,
das die unmittelbar vorhergehende Szene darstellt, ganz richtig in Trauerflor geh�llt sind.
3H. Vild. Die Unterschrift des Aquarells beruht auf einem Eigenh�ndigen Zettel des Aaisers, der hier das
Tagesdatum offen gelassen hat. Nach der auf dem Vilde unten rechts erkennbaren Signierung des A�nstlers ist es
bereits im Jahre gemalt worden. Die Thronrede ist unter anderem abgedruckt bei Horst Aohl a. a. G. S. 20ff.;
hier finden sich auch jene beiden Einf�gungen des A�mgs.
35. und 36. Vild. Der Namen des A�nstlers fehlt bei beiden Vriginalen; er ergibt sich aus den
Quittungen von Fritz Schulz: �Aquarelle"; abgeliefert am April und am 20. September beide f�r
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.