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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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�etbCBreuabkr^ Regiment (l- Vrandenburaisches) Nr. 8, die erste Truppe der Sieger, dankte ihm f�r die bewiesene
Eingebung, Creue und Tapferkeit und lie� sich Me Dekorierten besonders vorstellen:
�Zuerst die Achter. A la bonne heure!
�Die Achter'; Hut ab, Sappcrmcnt,
�Dar dem I^orckschen leibregiment;
�Schanze Nelln und 3chanze Drei
�Jt1arni feine Spielerei." � �
Auf dem Wege non Gravenstein, dem Hauptquartiere des Prinzen Friedrich Karl, nach der D�ppelstellung,
bei Atzb�ll, nahm der K�nig, bei prachtvollen� Wetter, die Parade ab �ber die eine H�lfte der Gruppen vor D�ppel,
Me Sturmkolonnen in dem damals noch ungewohnten Sturm -Anz�ge: die Hosen in den Stiefeln, ohne Tornister,
nur den gerollten 2Tiatitel unigeh�ngt, die Feldm�tze geschm�ckt mit gr�nem taub an der Kokarde. Mit endlosen!
Hurrah empfingen die Krieger ihren Kriegsherrn: �Den Augenblick zu schildern, wo ich vor diesen braven Cruppen
stand, nur siebzig Stunden, nachdem (te die IVelt durch ihre Heldentat elektrisiert hatten, uni ihnen m�ndlich meinen
Dank auszusprechen, � bas ist uum�glich! Dies zu begreifen, dies nachzuf�hlen, dazu mu� man so Soldat, so mit
der Armee zusammen gewachsen fein, wie ich es bin! � Aber auch das Gef�hl, da� gerade die so geschm�hte
Armee, die nicht schlecht genug gemacht werden konnte, weil fie nur Parademarsch �be, bei der nichts vorbereitet
sein sollte zum Krieg, da� gerade die Armee es nun sein mu�te, die dieses Geschrei glorreich ?�gen strafte, das ist
eine Satisfaction, die schwer 511 schildern ist."
So dankte denn der K�nig in ergreifender weise den Siegern, durch ihre Reihen reitend, und sprach ihucn
zugleich seinen Schmerz aus, da� er, der fast immer nur Soldat gewesen, jetzt nicht mehr sie in den Kampf f�hren
d�rfe: �Gerne w�re ich in diesem Feldzugc mitten unter Zhnen gewesen, aber leider gestattete dies zur Zeit die
Stellung, die ich jetzt einzunehmen berufen bin, nicht. Dies thut meinem Soldaten herzen wehe. Sie haben die Augen
von ganz Europa auf sich gezogen und �berall das gr��te kob einge�rndtet. Das ist die Frucht des guten Geistes,
der die ganze preu�ische Arme'e beseelt und gewi� nie in derselben erl�schen wird."
Mit R�hrung las er auf den Gesichtern der Soldaten das Gef�hl und die Freudigkeit, zu wissen, da� sie
ihre Schuldigkeit getan: �das erlebt man wohl nur einmal im (eben, obgleich ich es auch in Vaden
�
�
schon erlebte".
Nach dein Vorbeim�rsche der V�ppelst�rmer fuhr der K�nig weiter nach den D�ppeler Schanzen. Unterwegs
aber hielt ihn eine schmerzliche Pflicht K�niglicher Dankbarkeit zur�ck: diese ergreifende Szene sehen wir auf unserem
45. Vildc, von paul V�rde: �Der K�nig am Sterbebette des Generals von Raven, ihm den 0rben Pour le m�rite
�berreichend, im Iohanniter-Hospital zu N�bel am 25. Avril Das war der Kommandeur der \0,, 23raubctt^
burgischen, Infanterie-Vrigade, Generalmajor Eduard-Gustav-tu�wig von Raven, dem beim D�ppelsturme ein Fu�
zerschmettert worden war: seit Scharnhorst am 2. 2T�ai \8{3 auf den: Felde von l�tzen der Todesstrahl getroffen,
war er der erste preu�ische General, der vor dem Feinde t�dlich verwundet wurde; er starb am 27. April \86^;
�Um Sieg und Himmel werden,
�So mat es 
    
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