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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Babelsberg u^id verweilte eine Stunde lang bei dein Prinzen und der Prinzessin von Preu�en, uni die Erleuchtung
der Glienicker Br�cke und des Havelufcrs anzusehen.
Pic Einzelheiten dieser ersten illumination nacl) kriegerischen (Erfolgen � wie sp�terhin sie dein K�nige und
Aaiser wilhelni noch so oft dargeboten werden sollten � beschreibt anschaulich ein Augenzeuge wie folgt: �Nirgend in
der Welt h�tte die erfreuliche R�ckkehr S. K. Hoheit des Prinzen von Preu�en aus feinem ruhmvollen Feldzuge mit
einer so sch�nen Flammenschrift gefeiert werden k�nnen, als heute Abend durch die gl�nzende Erleuchtung der Havels
Perspektive geschah, die sich am Fu�e des Babelsberges dahinzieht. Ein Komitee von 50 achtbaren M�nnern aus
allen st�nden, unter welchen sich technische beist�nde befanden, hatten die Teilung des ganzen Unternehmens �ber
nomme�. Die Beitr�ge aus allen Classen des Volkes zu den Kosten einer solchen Erleuchtung fl�ssen so reichlich,
da� diese in gro�artigster weise ausgef�hrt werden konnte. Um d Uhr kehrte der Prinz von Berlin zur�ck. Dem
vernehmen nach passirte derselbe eine Ehrenpforte, welche die Ouvriers, die am �chlo�bau gearbeitet, errichtet haben
sollen. Vas Comit� versammelte sich am l)arrachschen daffec[]aufe in Alein �� (�lionufo und fuhr alsdann nach dem
schlo� 23abelsberg, wo der Stadtverordneten Vorsteher, A^iuermeister Hecker, die Anrede an den Prinzen �berreichte,
Sdjaum?nje auf Me Untfnwtfmtg ?v& di'5'schrn �lufjtan&es Ifi+'J �UN 1D. HnUrict) muij p, non Cornelius
worin er Namens des Comit�s u>n Erlaubnis? bat, deinfelben ein Zeichen der freudigen Cheilnahme und der
Bev�lkerung f>otsdmns darlegen zu d�rfen. Ver Orinz nah,n die ihm dargelegte Huldigung auf das freund
lichste dankbar an und wurde darauf von der Deputation aus die Terrasse gef�hrt, wo sich vor seinen Augen die
wundervollste die mau sich nur denken kann, entfaltete. Auch der A�nig nebst hohen G�sten
und den anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des k�niglichen Hauses waren zugegen." Ver Standpunkt �unten
am Fu�e des Berges" gew�hrte �den vollsten Ueberblick �ber das ganze wunderherrliche Ufer, so weit man es �ber
sehen konnte, bis an die Vr�cke und dann wieder rechts derselben bis an die tiefe Havelbucht hinein, wo mehrere
hundert flammende Theertomien im Wasser auf pf�hlen brannten. Ver wiederschein dieser Flammen in dem sch�nen
gro�en Scespiegcl der Havel gew�hrte den Anschein einer endlosen Llolonade von gl�henden Kaulen, die auf ihren
Kapitalen Gpferflammen trugen. Vie Perspektive dieser stundenlangen bildete die sch�ne Glienicker
br�cke, die an beiden Aufg�ngen mit erleuchteten thurniartigen Kandelabern geschm�ckt war; diese hellbrenncnoen
Th�rmc trugen in der H�he von 65 Fu� ein flammendes Areuz. Vas Ganze war so dicht mit Lampen besetzt,
da� es aus der Ferne angesehen einem gl�henden Thurmbau glich. Vie 3inie zwischen den beiden Ch�rmen war
durch Flambeaux auf der Valluslrade der Vr�cke nicht minder gl�nzend bezeichnet. Ueber der Glitte der Vr�cke
schwebte ein Adler, unter dem die Buchstaben !'. v. I'. standen. Vas Ganze war ein gro�es transparent, das hoch
an den tasten zweier zusammengebundenen schiffe aufgezogen, die Vr�ckc �berragte. Vei einer so herrlichen
Beleuchtung inachte die Fontaine, die am Fu� des Berges sich aus den� gro�en Havelbassin zu einer bedeutenden
H�he erhebt, die trefflichste Wirkung. In, Wiederschein der Flammen bildeten die herabfallenden Gew�sser einen in
0�^f"3i'1IIffn-J�lfrbud! Ig?y. q
        
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