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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Die Aquarell-Hammlung Kaiser Wilhelms I.
kin Veitrag zu seiner teben5geschichte
von
fermait Granier
II
den �froren Tagen der Erwartung", nach der �Entt�uschung und Verwirrung", nach den �Votboten der
Revolution" und der Aatastrophe vom M�rz J8^8, den Ereignissen, welche das erste Jahrzehnt der Regierung K�nig
Friedrich-Wilhelms IV. ausf�llten, war es dein Prinzen Wilhelm, dem �Prinzen von Preu�en", wie er jetzt als
pr�sumptwer Thronfolger hie�, eine tr�stliche Genugtuung, da� er im Sommer \8^ berufen ward, als der erste
preu�ische Prinz seit dem Prinzen Heinrich, dem Bruder Friedrichs des Gro�en, der ein Armeekommando am Feinde
f�hrte, den Oberbefehl �ber die �Gverations-Armee am Rhein" zu �bernehmen in dem Feldzuge gegen die Aufr�hrer
in der Bayerischen Rheinpfalz und im Gro�herzogtum Vaden. Wie er noch in seinem Testamente seinem K�niglichen
Vater die Teilnahme an den Freiheitskriegen gedankt � vgl. Hohenzollern -Jahrbuch 1909, S. \55 � so l��t er die
Worte, die er an gleicher Stelle seinem K�niglichen Nruder widmet, am April in den Dank hierf�r ausklingen:
�wir haben sch�ne, aber auch schwere Zeiten zusammen durchlebt, die uns aber immer enger verbunden
haben, vor allem die j�ngsten Jahre, wo Verrath und Irrungen das theure Vaterland dem Abgrund nahe brachten.
seiner Gnade und seinem vertrauen danke ich es, da� ich in Deutschland auf seinen Befehl Zucht und
Ordnung herstellen konnte, nachdem er im eigenen Lande dies Beispiel gegeben hatte."
Vie Ablehnung der Aaiserwahl der Frankfurter Reichsversammlung durch A�nig Friedrich-Wilhelm IV.am
3. April geschah mit voller Zustimmung des Prinzen Wilhelm, so sehr auch ihm, dem echten Lohne seiner deutschen
Mutter, die Einigung Deutschlands unter Preu�ens F�hrung am Herzen lag. Reben seinen ernsten Bedenken gegen
die �Verfassung", welche die eigentliche Gewalt dem Parlamente zusprach, vermi�te auch er die Zustimmung der
deutschen F�rsten zu dieser Wahl: �5ie werden mir zutrauen, da� ich mich als Militairvor einem Ariege nicht f�rchte,"
sagte der Prinz zu der Aaiserwahl-Vevutation des Parlaments; �aber wollen �e uns zumuthen, mit 80000 Mann
in Bayern einzur�cken, um den A�nlg zur Einwilligung zu zwingen?" Die Scheu vor dem Appell an die Waffen
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