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Friedrich der Große am Schreibtisch

Full text: Friedrich der Große am Schreibtisch

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In den, �Vorwort", das er seinen, Erstlingswerk �oranfc^icTte, kam Friedrich dann nochmals auf die Gr�nde
zur�ck, die ihn zu dessen Abfassung f�hrten, Zun�chst verweist er auf die bisherigen unbefriedigenden historiographischen
Leistungen: Viele Personen h�tten jtDar Ges�ugte gesckn'ieben, aber nur sehr wenige h�tten die Wahrheit gesagt- so
seien die meisten Geschichtsb�cher entweder Anekdotensammlnngen oder historische Romane. Pic Darstellung der Der'
Handlungen in den Kabinetten der F�rsten, der Sdjfadjten auf dein Kriegstheater (Europas sei nicht 5ache �irgend
eines im Jahre 18^0 auf die Welt kommenden planten noch eines Benc&iFttnertn�ncr)es der Br�derschaft von
St. 2??aure wl; daher wolle er selbst die Nmw�lzungen
schildern, die er erlebt und an denen er den gr��ten
Anteil gehabt habe, um so mehr, als diese Umw�lzungen
im besonderen sein hang interessierten und eigentlich von
diesem Zeitpunkt die Epoche der Gr��e demselben datiert
weiden k�nne. Ja, seiner Neberzeugung nach schulde er,
so f�hrt er fort, der Nachwelt einen genallen und wahr
haften Bericht �ber die von ihm erlebten Ereignisse. Die
Begr�ndung, die er daf�r gibt, deckt sich h�chst bedeut
samer weise vollkommen mit dem Argument, durch das
er Voltaire zur Schilderung des Gestcrreichischen Erbfolge
krieges halte bestimmen wollen; denn mit fast denselben
Worten weift er darauf hin, da� seit dem Umsturz des
k�lnischen Reiches sich fast nichts zugetragen habe, was
mehr Aufmerksamkeit verdiene, als der Xrieg, den eine
machtige lind zur Vernichtung des Hauses Vesterreich
verbundene ?iga herbeif�hrte.
Nur dieses �Vorwort" und einige Fragmente
sind von dieser Niederschrift des K�nigs uns erhalten."
?-djon wenige Wochen nach dein Friedensschlu� von
Dresden nahm er Me historiographische T�tigkeit wieder
auf. Er verfa�te die Geschichte des Zweiten 5chlesischen
Krieges; zugleich arbeitete er die des ersten Krieges um
und schickte fie jener worauf.
l)alte Friedrich bisher von jener ersten Dar
stellung von 5742 immer nur als von seinen �M�moires"
gesprochen", so legte er dagegen Verwahrung ein, als
Voltaire im Februar [7^7 ihm gegen�ber die Ivendung,5tK?>?id> hrr t�>topp. Ku^ferfHd) non $. Hrfn, mit einer �ic �JlrlfeitfgMtbn K�nig*
gebrauchte: �C�sar schrieb seine Eommentaricn, und �e
schreiben Mo Ihrigen." Friedrich erkl�rte ihm daraufhin:
�Das ZDetf, bas midi besch�ftigt, ist nicht im Stile Don iltomoiroii noch auch in den, von Co�nmeutarien geschrieben;
mein Pers�nliche fpiolt darin feine Holle." ! Und tats�chlich sind ocim mich &ic ��coaftioncn de (Etften und Zweiten
SdjIeftfc^eTi Krieges von \7%6 im ?RanufPript als Zweiter und Dritte CetI 6er 23ran&enburgifd)eti Geschichte bezeichnet';
1 Anspielung ans don Seuebiftinerpatcr ?Ttabtuott und die doii ihm v?r�ffl.'n!Iichlc!i Urkundensaininlnngen. 8 Ans Voltaire?
Nachla� pev�ffcutlidjt ron Proyfcn in den �^fitciicjcii",(Ec�l II, 5. 2?ff. � B vgl. die ron Droyfcii in den �Beitr�gen", Ceil II, 3. 19
zlls7 (vgl.Kofcr
un�t Proyfen, Srtefne^fcl, S&. Il,S. 226. 22�), � 5 vgl. Vroysen, Beitr�ge, ?ei( H, 5. 20. �uin Unterfdjie� von der Neubearbeitung
>,'?� (2?5 ficiie unten r. 50) lo�rb b�efe affgemein als eifte RebafHon der �Histoire <�e mon temps" bezeichnet.
        
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