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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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(Titel V Nr.N uiifcrc w�chse beschrieben: �Eine gezogene W�chse mit
langem Anschlage, auf dein Kauf G. von der Fecfat ABerlin. Ans
dem glatten Feuerschlosse stehet gleichfalls G. v. d. Fecht. Per
3chaft ist von Nu�baum und die Garnitur cou polirtem (Eifcn.
Diese B�d'fe, die �l�strinsche genannt, geh�ret unter die 12 W�chsen,
so der h�chstseel. K�nig FriedrichI.selbst gebraucht." Es ist bekannt,
das; sich unter den historisch und k�nstlerisch wertvollen Gegenst�nden
von Kr�gers Sammlung auch verschiedene St�cke ans der K�nigli^ien
R�stkammer, meist brandeuburg'preu�ischc Andenken befanden, von
denen sich nicht milBestimmtheit sagen l�^t wie sie in seinen besitz
gelaugten. Am wahrscheinlichsten erscheint die Annahme der (Er-
Werbung unter der ?>aub aus der Pl�nderung durch die Hufen im
3atfW l76<�.' Auch unsere w�chse flammt aus der K�niglichen ?\iift*
kainmer, und Kr�gers Augal>e l�fjt sich nach dem mehrgcdachten
Inventar von (7(� nachpr�fen, (Es hei�t da Fol. H1)unter Nr. w�n:
�Line gezogene w�chse mit langen Anschlag und Feuer 5chlos;
worauf (S. non der Fecht auf den, fauff gleich also. Die E�strinsche
Rfiftfamtiuf"1, ivie weiter da? Inventar lehrt, von dort in die K�nig
liche ?vu'fifammcr �mi??arftall 311 gelange�, un!) dann in die Kr�gersche
Sammlung gerettet 311 werden, 3*lr weiterer weg ist bekannt.
Es er�brigt noch einiger XVotit �ber die w�chse selbst und
ihren Meister. Die insgesamt lofi Zentimeter lange w�chse ist
*,185 Kilogramm schwer und ganz geschafft, den h'� Zenti-
meter langen, achtkantigen f�nf mit verst�rkter IN�ndung sind acht
Hun&3�ge eingefchnitten, wie fie bekanntlich in dieser Seit h�ufig
verwendet wurden, da ihre scharfen Zugkanten die sichere F�hrung
de? Geschosses verb�rgten. Der Drall der ,?�ge betr�gt breipiertel
Umgang. Ein eisernes ftanbinfier und ein kr�ftiges, f�r ein rasche-
Abkommen geeignetes Korn von Messing sind auf dem Kauf ein
geschoben. Eine Vefonderheit bildet als Schutz gegen Ausbrennung
die, Deckung des Z�ndlochs durch eine Derst�rkungSplatte mit tridjtL-r-
f�rnnaer 2lit5bobnmg (Abb. !5. 266). Das Kabfdjlofi mit einfachem
deutschein Stecher, dessen Feder Dorn liegt, zeigt die gew�hnliche Kon�
ftruftioit.'2 l'as l\ab liegt innerhalb, gesch�tzt durch die Sd^IogpIfttte mit
(Bejogftie V�chje mil l^adschlll� von �. von Irr Fccht in SetUft. Di>tt K�nig .Jriebrici) !, beringtes 3?�niglid]fs gfugt^uu* in �crlin
w�chse genannt." Und weiter nach Nr. 802 der zusammenfassende
Zusatz: �letztere \2 w�chsen hat der h�chstseel. K�nig von Preu�en
Friederich der Erste selbst gebrauchet und fiub solche aus der kleinen
R�stkammer durch den J�ger Schneider geliefert den \%. �??arty(Vgl.oben.) Kr�gerZ Angabe ist dein Inventar, das er ebenso genau
wie dir ?�iiftfammer selbst faillite , unmittelbar entnommen; nur
das; er irrt�mlich aus der einer Gruppe von
gerade zw�lf Gewehren lediglich auf die zw�lf der Gewehrkaminer
Friedrichs I. zugeh�rigen wuchsen schlo�. Der Beiname �die
K�strinsche" kann, da es sich um ein Berliner Erzeugnis handelt
nur auf die Aufbewahrung nnd den zeitweisen Gebrauch inKiiftriu,
von wo sp�ter ihre Neberf�hrnng erfolgte, gebeutet werden,
BiMieujolIertifdje R�st- und Gewehrkammern gab es von alters
her an verschiedenen Grten und noch zu Friedrich-Wilhelms 1.
Zeit." Die sogenannte K�strinsche w�chse mag wohl noch unter
Friedrich I. selbst �bergef�hrt worden fein, um in die �Kleine
Habfapfel, beide stach mit abgeschr�gten Kanten. Der nugbaumene
Schaft mit eisernem Kappen bc schlag des franz�sischen Kolben? hat
Dorne eine eiserne Settutig f�r das So?jr und zeigt reichere Zier-'
schnitzerei, sowie eine besonders bequem ausgearbeitete t?aud!age f�r
die linke; daran der kadestoct mit eiserne!� Kopf. Die eiserne
Garnitur, in kantigen Fl�chen bebandcl�, zeigt sauber geschnittene
Akanthusbl�ttcr als ?nbigungen und eine feine wellenf�rmige Rand-
gravierung, die auch an fd?lo)jbledj und Ka&f?pfel wiederkehrt mit
zierlich gestochenem Grnamenl; am Tauf vorn und hinten eine zarte
Sotte. Die polierten Sdjlojjteile geschnitten und graviert. Der Meister^
namc wie angegeben auf Sauf und schlo� eingestochen. Gegen�ber
der damai? allgemein sich geltend machenden Nachahmung der durch
ihre Dorlrefflichkcit ber�hmten Reffen Kasseler llT�lIerbiidjfen l��t die
Fcchtschc Buchse eine gewisse im Kabinen der herk�mmlichen Formen
geltende Selbst�ndigkeit erkennen. Eine Beeinflussung durch die
' V\c �KIpiTic Il�jlfammet'' brfanb ficti pirtlri^t im fi^Iofe. fflnf5fg Siid'i'en ber Sammlung i>*s
oeiftorbnien IDber(lalInieiflers m\Xi Kaiumctljtrm iStafcn tDaittnbn�i �bit l'is hnto auf
hem Kgl. schlo� itufl*rhiltni nwcttcn, nun aber auf 5. IR, �rl>nt auf die B&fHamnui
�hgclii-fpri". (Inventai Sol. i^8. Nr, ?5fi�793.) � a si�r analoge Al'l'Ut'�N^ im�
Sefdfretbun^ in 2(oetfdj�us �lufw� �ber die y?djff bes <^r^�e� 3(urf?i)'lrn, l^lie�'
jo�rrn Jflbttmti; i^u�.
1 v. Ubifd) im liobcnjollrrn- I81)'�, 5. HM. � 2 L\jl. (cinf Bt(rfjrcibimg her !t�|)fammet itt CttWbun �llliu'�iieinnu 3lrrf>iti f�r l!< einmal ter Gruft,' Kurfftrfl
�Uiu^fpiiliiufcmit Sdfujunsfiifuiubm" �.ich �erlin bringen Qnv. �ir.630- vgl, ffriu'r
bit llrhpriiipifiiiiijPHaHt pOtabdRI, Uiftni�,in,ui;noii>.
Co^enjoUftn �3i�I?vliti1f 1908. 25
        
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