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Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

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An dieser Stelle mag des Vesitzes der Krone an Wandteppichen �berhaupt, inDeutschland gew�hnlich Gobelins
genannt, kurz gedacht werden. Seine Geschichte ist die Registrierung ungeheurer Verluste an diesem vornehmsten und
k�nstlerischen Material zur Bekleidung der w�nde besserer Wohnr�ume. Ein aus dem Jahre \699 stannnendes
3noentar der Stadtschl�sser von Berlin und Potsdam verzeichnet noch ungef�hr 800 in diesen Schl�ssern angebrachte
Wandteppiche, wahrend heute in
den gesamten k�niglichen Schlossern
keine hundert St�cke mehr pot
H�nden sind, von denen ein gro�er
(Teil erst nach |699 entstanden
oder erworben worden ist. Kein
Kunfter5etignis hat so unter dem
Wechsel des (Sefd^niacfes gelitten
wie die Produkte dieser feinsten aller
Webetechniken, die der klassizistische
Stil mit feinem Bed�rfnis nach
glatten, hellen Stuck oder Paneel
wanden au? den Schl�ssern und
vornehmen H�usern pertrieben hat.
Ungen�gende Veranstaltungen f�r
die Aufbewahrung der in die
Depots gebrachten Teppiche lie�en
sie bald durch Staub und Motten
zugrunde gehen, wenn sie nicht, wie
5. 23. in den k�niglichen Schl�ssern,
in Massen zu jedem Preise r>cr-
steigert wurden oder gar als Fu�
teppiche oder Verpackungsmaterial
ein unr�hmliches Ende fanden.
Da� Berlin f�r die 17er
stellung von Wandteppichen ein
Grt von gro�er Bedeutung ge=>
wesen ist, d�rfte Dielen ?efem 30113
neu sein, und doch hat hier eine
derartig umfangreiche Fabrikation
stattgefunden, da� der Gro�e "K�nig
sich bem�hte, btn Absatz dieser
pr^ufte in jeder weise zu f�rdern.
Hoben dein Import aus den
Niederlanden fand auch miNorden
KnminiltjT fllis prrtjolbflct BrOnje, (fntti'orfi'Ti, mobellint Mit tTH?^rfiUnl l'on pfOf, tf). l�oMuff. l'on 0^. fZiid'fv
Deutschlands bereits in den fr�heren Jahrhunderten eine Fabrikation l>on Wandteppichen, meist durch wandernde
Teppichwirker statt, die es aber nie zu gr��erer Vedeutung gebracht hat. Erst der Kro�e Aurf�rst benutzte den
Umstand, da� unter den nach Aufhebung des Ediktes von Nantes in seine Staaten einwandernden Hugenotten zahl
reiche Ceppichmacher, zum gro�en Teil aus Aubusson stammend, waren, um diese Ar�fte zu sammeln und ihnen
Vesch�ftigung zu geben. Unter ihnen war Pierre Mercier von besonderein Unternehmungsgeist, und es gelang ihm,
        
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