Path:
Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

243
Hat leicht Gezwungenhcit und Mangel an Behaglichkeit zur Folge, wahrend, wenigstens bei Neueinrichtungen, R�ume,
bk bei dem unbefangenen Vcschaucr dcn Lindnick crmcc�en, da� einige Gencratwucn 511 titrer Einrichtung beigesteuert
und &as Vcstc ihrer Leistungen dazu hergegeben haben, stet^. den Eindruck behaglichen Bcipol^ntfcins und liebevoller
2tusgeftaltun$ machen; selbstverst�ndlich muffen alle Einzelheiten in Farbe und �Ton harnionisch Zueinander gestimmt fein.
Den gr��ten Schmuck der Mecklenburgischen Wohnung bilden die in den beiden Salons angebrachten iDau6^
teppiche mit der Darstellung von G�tterlieben, nach den Kartons von Bouger in der franz�sischen Staatsmauufaftur
von Vcauvais in wolle und 5et6c angefertigt. Diese Wandteppiche wurden erst von Friedrich dem Gro�en
erworben, uni damit das von ihm f�r seinen Vruder Heinrich erbaute palais, die heutige Universit�t, in Berlin zu
schm�cken, und stellen dar: Venus mit ihrem Gefolge in der Werkst�tte des Vulkan; Entf�hrung der Europa (Abbildung
auf der Tafel); Poseidon und Slmtmonc; Bacdjus und Ariadne auf Haros (Abbildung Seite 2^), Xiad) dem Tode
Sdrreibttftf!. (Enmwfm, molnilltert Ul'd ajj^jtf�ljrtdop 3uI. Iil'!r,i!>r^ ,?>r!ch�!!,n,H noti G, Hifdjer
des Prinzen Heinrich wurde ein Teil der im f)alai5 befindlichen Kunstwerke von A�nig Friedrich-Wilhelm III,�ber-
nommen, darunter auch diese Wandteppiche, die im Taufe der Jahre ihren Zusammenhang verloren oder mit anderen
Folgen, wie den Darstellungen aus dem Teben der Psyche, jctzt im Speisezimmer der im Berliner Schlosse,
sich vermischt hatten, bis sie in der Wohnung wieder vereinigt wurden. 3er Zufall wollte eg, da�
als Deckengem�lde im gro�en Salon ein Vild verwendet wurde, das sich gleichfalls fr�her im Aalais des f)rinzen
Heinrich befand und dort mit seinem Gegenst�ck die gro�en Wandnischen der heutigen Aula der Universit�t schm�ckte.
An dieser Stelle war der im Auftrage Friedrichs des Gro�en von Eharles-Amedee Philippe van Too gemalte:
�Triumph der Venus" bei der Einrichtung alZ Nniversit�t nicht mehr zu verwenden, w�hrend das Vild als Abschlu�
der ,,^Vmour5 6es 6ieux" sich an seinem jetzigen Platze ganz vorz�glich eignete, ebenso wie fein Gegenst�ck �Raub der
Sabinermnen" in einem eine Treppe h�her gelegenen Salon der sogenannten wilhelmschen Wohnung Verwendung als
Deckengem�lde fand, wie c5 der Architekt verstanden hat, die wunderbaren Teppiche durch die wei� lackierte und
zum Teil vergoldete Vert�felung der w�nde einzufassen und zu heben und mit dem das Deckengem�lde umrahmenden
Stuck in Einklang zu bringen, l��t die Abbildung auf der Tafel zur Gen�ge erkennen. Die farbige Abstimmung des
Raumes mit den Wandteppichen, den polierten und reich mit vergoldeten Vronzen verzierten M�beln, dem Fu�teppich,
dem altchinesischen Porzellan, den Vlumen und den Hunderterlei von Ger�ten, B�chern, Beleuchtungsk�rpern usw. vermag
eine Abbildung nat�rlich nicht wiederzugeben.
31*
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.