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Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

Full text: Kunst und Kunstgewerbe in den königlichen Schlössern : I Aus der mecklenburgischen Wohnung im Berliner Schlosse; II Bildnis des Prinzen Heinrich von Preußen von Anton Graff; III Entwürfe zu Grabdenkmälern des Prinzen Louis von Preußen; IV Potsdamer und Berliner Standuhren in den königlichen Schlössern

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Vildnis des Prinzen Heinrich von Preu�en von Anton Graff. ;??8
k�rzlich wurde deni Kaiser von Herrn von Mendelssohn ein Vildnis des Prinzen Heinrich, des Brubers
Friedrichs des Gro�en, in ganzer Figur, bezeichnet A. GrafF Pinx. 1778, zur Verf�gung gestellt, das wohl die beste
Darstellung des Prinzen aus seinen sp�ten Lebensjahren ist. Nach seiner Restaurierung durch Professor Hauser erstrahlt
das Vild, abgesehen von dem stark nachgedunkelten Hintergr�nde, wieder im alten Gl�nze und hat einen hervorragenden
Platz im Vortragszimmer der Wohnung des Kaisers im Berliner Schlosse erhalten. Die Abbildung l��t eine ein-
gehende Beschreibung des Vildes �berfl�ssig erscheinen, dessen Betrachtung aber nach zwei Richtungen hin bei voller
W�rdigung seiner gro�en k�nstlerischen Qualit�ten Bedauern erweckt. Zun�chst deshalb, weil der Prinz, einer im
Jahre \778 schon etwas �berlebten Mode folgend, sich nicht in der wirklich von ihm getragenen Tracht, sondern
gepanzert wie ein Ritter &es \6. Jahrhunderts darstellen lie�, was den� Bilde einen etwas theaterhaften Anstrich verleiht.
Der andere Grund, weshalb uns bei der Betrachtung dieses vorz�glich durchgef�hrten Kopfes mit seinen sprechenden
Augen und dem beredten Munde eine gewisse Wehmut ergreift, ist das Bedauern dar�ber, da� Heinrichs gro�er Bruder
nicht die Kunft des f�r ihn so leicht erreichbaren Anton Graff in Anspruch genommen hat, um durch ihn der Nachwelt
ein wirklich nach der Natur durchgef�hrtes und vollendetes Bildnis zu �berliefern, w�hrend wir Jetzt, mit Ausnahme
der jungen Jahre, nur auf Portr�ts meistens minderwertiger K�nstler angewiesen sind, die au�erdem den K�nig kaum
mehr als in der Ferne gesehen haben und daher nur den leicht zu treffenden Typus seiner Erscheinung wiederzugeben
vermochten. Zwar hat ein in schlo� Sanssouci befindliches und durch einen gleichzeitigen Aupferstich ai? von 
    
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