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Friedrich der Große und seine Leute : II Luise Elenore von Wreech; III Charles Etienne Jordan

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : II Luise Elenore von Wreech; III Charles Etienne Jordan

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der philosophische Attribute in feinen H�nden h�lt.^ Pen Zug beschlie�t endlich Herr von w�lben, der so liebensw�rdig
ist, auf einein wagen roll Gerste und Weizen Platz 311 nehmen. Ich bitte $ r verehrteste Cousine," so f�hrt Friedrich
fort, �mich bei Anordnung dieser seltenen Zeremonie unterst�tzen zu wollen, Was mich angeht, so ziehe ich stets vor,
eine wirkliche Ursache zu Hohn und Spott zu geben, als von einem frechen Volkshaufen ausgelacht zu werdeu. Ich
treffe alle Vorbereitungen f�r diesen meinen Einzug und warte nur auf den Befehl, um ihn ins Werk zn setzen."
was veranla�te Friedrich, dieses j?rogramm seines burlesken Einzuges in Verlin, der geradezu an eine
Donquichoterie erinnert, zn entwerfen? wenig glaubhaft erscheint die Ansicht, er habe an die bevorstehende Hochzeit
seiner �lteren Schwester, der Prinzessin Wilhelinine, mit Erbprinz Friedrich von Bayreuth, die am 25. November des
Jahres in seinem Veisein stattfand, gedacht 2, sobald wir uns vergegenw�rtigen, in welchem Grade er diese Verbindung
mi�billigte. Uni wieviel n�her liegt hingegen die Annahme, da� er sein eigenes Schicksal im Auge halte, die endg�ltige
R�ckkehr nach Berlin. Und tats�chlich scheint diese Vermutung eine gewisse Best�tigung in einem Vriefe zu finden,
den der Aammerdirektor Hille am 3s). September an den General von Grumbkow sandtet Hille berichtet �ber ein
Gespr�ch mit dein Kronprinzen; darin war Zun�chst die Rede von der eigenen Verm�hlung Friedrichs, von der der
keltere Hiificfjtnibes Schlosser zu C(im|fl. Hrichmmgrn im SflinffU't Schlosse
A�nig zum erstenmal in einem schreiben vom 25. 3Nai gesprochen Haltes und die Friedrich dann selbst als das einzige
Mittel bezeichnet, �um von der R�striner Galeere loszukommen".-"' Zu Hille �u�erte sich nun der sirinz �ber die
Bedingungen, die er, siel die Wahl auf eine Vevcrnschc Prinzessin, mit Hilfe der 'ltaisenn, die ja gleichfalls diesem
l^ause entstammte, sich ausmachen wollte. Ferner sprach er, seine Gedanken in die Zukunft schweifen lassend, von
einem vakant gewordenen Regimntte, dessen Aommando er zu erlangen hoffte, und von der Art, wie er sein Ceben
gestalten wollte, sobald er selbst der Herr sei. 2Nan sieht: alle Gedanken streben von A�strin fort, in eben jenen
Cagen fanden sie w�hrend der Unterredung nul Hille beredten Ausdruck. schilderte er denn wohl auch in seinem
obigen Briefe .ni Frau von wreech, wie er, A�strin Valet sagend, seine R�ckkehr nach Verlin festlich zu gestalten
gedachte. Das Nild des drolligen Aufzugs, das er entwirft, erscheint als eine drastische Parodie auf seine T�tigkeit
an der R�striner Aainmer, auf seine Vesch�ftigung mit dein Wirtschaftsleben, das er w�hrend seiner Reisen auf dem
1 Vorlage: ,,'|ui tienilra 1c crinomdnon tl'une et le crit�rion de l'autre main." � * I.X�I, ?apif|'e, S. 37^. � 3 I.^al. Polster,
��. 3, 5. 62f. � < 0.,l. F�rster, Sb. 3, 5. 47. � � D�I. F�rster, 86. 3, 5. 60.
        
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