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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Dies, damais wie heute in pafea>alf ftebenbc Regiment, Nr. 5� der Stammltfte von \80f>, die Bayreuth
Dragoner von l)ohenfriedeberg, bas jetzige K�rassier Regiment K�nigin (pommerfdies) Nr. 2, war nach dem am
Januar 'SOo erfolgten Tode seines langj�hrigen (feit \7&$) Chefs, des lebten ?tlarfgrafen von Ansbach Vayrenth,
Christian Friedrich Karl 2llerander, bei der R�ckkeln' na�j der erfolglosen ?T�obi?ma^ung von \8O5 ebenfalls durch
Berlin marschiert, am 22. Februar >^li'>, und hierbei von Konto; und K�nigin besichtigt worden. Bei diesem Anlasse
bat der �encrai d.'r Kapa�crte y Graf Jric6ridj Adolf von KalcFreutlj, der zweite Cl?�.'f de^ Regiments, bas durch dag
Vorrecht ausgezeichnet war, w�nsche unmittelbar beim K�nige anbringen 511 d�rfen, ohne die des
Jnfpefteurs, und da^ nun �mit tiefer Bek�mmernis dem Zeitpunkte entgegensah, welcher dein Regiment seinen stolzen
Hamen �^ayreutb" nehmen mufte; den Namen, uvldvn es 77� jabvc Inn6urdi mit hohen (Ebrou getragen hatte",
den K�nig: �sich nach jbrer ���ajeftdt der
K�nigin nennen zu d�rfen". Diesem im Derein
mit den Stabsoffizieren bes vor
getragenen lNilnsche entfpradi der K�nig sogleich
am 22.Februar, und sagte dann in der aus Berlin
nom 5. �luirj (80(> datierten Kabiuets Grdre:
�^>ch habe solches zwar schon m�ndlich
genehmigt, will es aber auch noch schriftlich
best�tigen und dem Regiment den Namen
�Regiment K�nigin Dragoner" hierdurch bei
legen, �berzeugt, das; dieses brave Regiment
auch unter diesen: Hamen nicht mir feinen alten
Ruhm behaupten, sondern sich auch denselben
zu einem neuen Antriebe werde gereichen lassen,
sich une bisher auch ferner vorteilhaft auszuzeichnen
und sich dadurch kleine bisherige Zufriedenheit
und Allein besonderes Wohlwollen zu erhalten."
2Hit lebhaftem (Eifer nahm sich die K�nigin
ihres Regimentes an: trug doch zum ersten IVtak
in der preu�ischen Armee ein Regiment den
stolzen Namen �K�nigin". Am 23.Februar lud
fie bas Mffizierkorps zur Tafel im Charlotten
burger Schlosse und abends ins (Opernhaus, wo
K�nigin fiiiiVin bet Uniform il'rrs RrgtmcntH lioniain �Puijniirt 'bcutr Kiirafflpr-J�rglntetilK�nigin)
CVIgriTuiltii-itiibot-eujollrni Wiifeiim
wallenstews Tager gegeben wurde. Auch trug die K�nigin sogleich die Farben des Regiments: �einen blauluchenen
Spenzer mit Karmoisin Lammet Vesatze", der keute noch neben dem ?ip!om von liolienfriedeberg, das sich die K�nigin
damals anck vorlegen lie�, als teuerstes Andenken beim Regimcnte aufbewahrt wird. Ein Brustbild der K�nigin
in dieser Uniform lie� der Kaiser als Regent im Juli dem Regiment? als Geschenk des K�niglichen
Vruders �berweisen. I>iese Clxsstcllung der K�nigin erregte Aufsehen genug- fast wie ein Protest klingen die in der
Oossischen Zeitung vom 11. M�<> gedruckten Verse:
�N'as r�hmen sich Me tapfew Staaten,
�Da� fii* Dein Haine nennt?
�Sic sind ge?otben, mas wir l^nlast^ns waren :
M(Saii] prcii�cn ist Dein ?�egimcnt/
So war es erkl�rlich, da� prinj �Uilr/elm an diesen K�nigin Dragonern besonderen Anteil nahm und da�
unter den vielen diippenbiirdiiu?rfdvn durch Berlin im herbste \8O6 zu dem heraufsteigenden unheilvollen Kriege,
gerade dieser sich feinem Ged�chtnisse besonders eingepr�gt hat.
        
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