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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Die Berliner Zeitungen wu�ten �ber das Resultat der Parade zu berichten: �5. 21?. der K�nig fint� mit den
finientruppen und den Landwehren, welches die der hiesigen Stadt und der Provinz sind, gleich zufrieden gewesen,
und haben dies auf eine h�chst gn�dige Art zu erkennen gegeben." Glicht nur bei dieser Paradevorf�hrung erntete
der Prinz Anerkennung und M�hebelohnung, auch bei den sich anschlie�enden, bis zum September w�hrenden
Feldman�vern nul dem d5ar6e^orps, bei denen es auch an pl�tzlicher Alarmierung seitens des K�nigs nicht fehlte,
schnitt der Prinz aufs beste ab; nach 30 Jahren noch erz�hlte er feinem Vorleser mit berechtigtem Stolze: �AmSchl�sse
der Hebungen bezeigte der K�nig dem III.Armee-Aorps seine ungeteilte Zufriedenheil, wenn Sie das zu wissen
interessiert, so erndtete ich damals viel ?ob f�r die F�hrung der Feldman�ver gegen den Herzog Karl," Mit diesem
Herzog Karl zu Mecklenburg- Streif hatte der Prinz auch sonst manchen dienstlichen Strau� auszufechten, bis ihn,,
am 22, September \83? bei Erkrankung des Herzogs, der tags darauf starb, das Aommando des (Sar6e^Korps
ad int�rim selbst �bertragen wurde. Am 30, M�rz 5 87,8 vertauschte er endg�ltig das Generalkommando des dritten Armee--
Korps mit den� des Garde-Aorps: aber dem Bran6eubur giften Korps trug der ihm vom Prinzen Wilhelm eingepflanzte
Geist, den des Prinzen Neffe, Prinz Friedrich -Karl von Preu�en, sp�terhin tatkr�ftig und besonnen weiter zu pflegen
wu�te, reichste F�lle zu Preu�ens Ehre: D�ppel und Alsen, vionville und (e Mans.
In ein friedlicheres TNilieu f�hrt uns endlich wieder bas 59. Vild, pou (Dstax Wiesnieski: �Turnier im
Neuen Palais am (3.Juli J829 zur Feier des Geburtstages der Gro�f�rstin [sic! recte: Kaiserin^ Alexandra von
Ru�land (Prinzessin Charlotte). Prinz Wilhelm, Prinz Wilhelm Solms, Oberst von !Nalachowski, Lieutenant Graf
K�mgsmarcf, Graf IDil?jelm federn." (Ztbbilbuug Cafel IX links und den Farbendruck.)
Vies wundervolle �Fest der Wei�en Rose", bas der sonst so sparsame A�nig Friedrich-Wilhelm III. nach den
Vorschl�gen des Herzogs Karl 311 Mecklenburgs Streit^ und des Grafen Redern, sp�teren Generalintendanten der
K�niglichen Schauspiele, mit vollstem k�niglichen Gl�nze ausgestaltete, diente einer Doppelfeier: am 5^. Juni 5829 war
Prinz Wilhelm mit der Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar verm�hlt worden, und seit dem 6. Juni weilte die
�lteste Tochter des K�nigs, die Kaiserin Alexandra Feodorowna von Ru�land, die seit dem 3*Juli W? mit dem
Gro�f�rsten, dann Kaiser Nikolaus I., dem dritten, \7<)6 geborenen tr�ber des Zaren Alexanders I., vermahlte
Prinzessin Charlotte, in Berlin, zum ersten ZTTale als gekr�nte Kaiserin wieder in der Heimat. Deren Geburtstag
wurde f�r das Fest in Potsdam gew�hlt, das ihr zu Ehren den Hamen der �Wei�en Rose" empfing: fett fr�her
Jugend war diese ihre tieblingsblume, Vlanchestour ward sie imFamilienkreise benannt; unter deren Vilde stand bas
ganze Fest, das durchaus im mittelalterlichen Geiste gedacht und ausgestattet war. Zu Ehren der �Wei�en Rose"
war eine Ritterschar zu k�mpfen bereit, aber diese gestattete nur ritterliche Spiele. In zehn Gruppen zogen die
Ritter auf den Platz zwischen den Communs und dem Neuen Palais, vor dem die Crib�ne errichtet war, in deren
lUitk die Kaisenn ihre Huldigung empfing. Nie hat man den K�nig gl�cklicher gesehen, als an diesem Cage: heiter
und scherzend schritt er hinter den sitzen seiner G�ste auf der Trib�ne auf und ab, den Zug der Ritter beobachtend.
Vie vier S�hne des K�nigs, der Aronprinz, Prinz Wilhelm, Prinz Karl und Prinz Albrecht, zwei seiner Schwieger-
s�hne, der Prinz Friedrich der Niederlande und der Erbgro�herzog Paul "Friedrich von Mecklenburg-Schwerin, zwei
seiner Neffen, Prinz Friedrich-kouis und Prinz Adalbert von Preu�en, der sp�tere Admirai, sein Schwager Herzog
Karl zu Mecklenburg Streit^, und sein �Vetter", der Herzog Wilhelm von Vraunschweig-Vels, der letzte Sprosse aus
dem mit der k�niglichen Faniilie so vielfach verschw�gerten Hause Vraunschweig -Wolfen b�ttel, waren die F�hrer der
einzelnen Quadrillen, die au�erdem aus je vier Rittern mit Pier Knappen und drei Pagen, als Banner?, Schild-
und Speertr�ger des F�hrers, zusammen zw�lf Pferden, bestanden. Das Karuffelt, das imFreien vor dem palais
geritten wurde, � Stechen nach den aus wei�en Rosen gebildeten Ringen, nach 2TIol?renfopfen und nach Scheiben, die
getroffen eine wei�e Hofe auswarfen � schlo� wieder mit einem Vorortzuge vor der Kaiserin, welche die preise
verteilte. Dann folgte im Schauspielsaale des Neuen palais eine Darstellung allegorischer lebender Silber mit
verbindendem Texte, das keden der Kaiserin mit frohen und ernsten Erinnerungen in einem �Zauberspiegel"
        
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