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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Den A�nigin^Vragonern geh�rte der Leutnant Ferdinand von Schill an, der bot Auerstedt schwer verwundet,
f�r feine Aolberger Taten den ersten Orden Pour le m�rite erhielt, der in diesem Feldzuge verliehen wurde. Heben
den Gardes du Corps waren die K�nigin-Dragoner das einzige Kavallerie-Regiment Don der Th�ringischen 2trmee,
dag nach dem Tilsiter Frieden bestehen blieb. Don seinen zehn Standarten hatte es acht �ber die �Oder zur�ck
gebracht, nur zwei waren, nicht unr�hmlich, bei Zehdmick am 26. Oktober und bei L�beck am 7. November (806,
verloren gegangen.
Nach dem Tode der K�nigin, am 59. Juli schrieb der Kommandeur, der Oberst Adolf-Friedrich
von Oppen an das Regimen!, �das die h�chste Ehre hatte, Ihr n�her anzugeh�ren": �Aufrichtig und beharrlich
mu� unser Vestrebcn sein, Ihren Namen f�r immer zu erhalten. Diesem wird nur geschehen, wenn das Regiment
in jeder Hinsicht als Muster aufgestellt werden kann"; und der K�nig trug ihm, in der Kabinets-Ordre vom
q. August auf: �dem Regiment K�nigin nicht allein Meine Erkenntlichkeit f�r die treuen Gesinnungen zu versichern,
welche dasselbe Mir bey diesen� schmerzlichen Verlust Zu Tage legt, sondern
ihm auch anzuzeigen, da� es seinen bisherigen Namen beibehalten soll."
Auf unserem q. 23iI6e sehen wir den Kronprinzen gepudert und
mit Zopf, in der Uniform des {.Bataillons Garde, Nr. \5 der Stammliste
von \806, lebhaft eine Frage an den Erzieher � der mit seinen 38 fahren
hier wohl etwas 511 alt aufgefa�t ist, wie sein hier abgebildetes Miniatur-
portr�t zeigt, das er dem Prinzen Wilhelm im M�rz \8\0 �bersandte �
richten, w�hrend Prinz Wilhelm, mit offenen Haaren, unverwandt seinen
23ltcf auf die am ZeuZhause vorbeiziehenden hellblauen Reiter geheftet h�lt.
Die dunkelblaue Uniform des Prinzen, mit aufgehakten Sch��en, ponceau
roten Kragen und Aufschl�gen, goldenem Achsclbande und schwarzer Filzm�tzc
mit wei�ein Federbusch, Kordon und Kokarde, ist die der Towarzysz, der
aus den Friederizianischen �Vosniaken" und dem \"95 errichteten �Tartaren
Pulk" entstandenen, aus dem polnischen Kleinadel rekrutierten Reitertruppe,
die damals allein Tanzen f�hrte. Die �Towarzysz", eine Truppenbezcichnung
im altpolnischcn Heere, die etwa Gef�hrte oder Kamerad bedeutet, bildeten
eine besondere Inspektion, zuerst unter dein ber�hmten General Heinriche
Johann von G�nther, dessen Adjutant Hermann v. Voycn gewesen, jetzt
Friedlich vell'rillf, der Crzichcr des Prinzen U)ill^>m
minktturtiilbni� im lTt>l�rtijoI[cttt'inHi"fiim
unter dem General Anton Ivilhclm von T'Estoca, dem k�nftigen �ieger von preu�isch -Eylau. Auch sie waren
durch Vcrlin nmrschiert, und vielleicht haben, neben der Erinnerung an die erste Einkleidung des Vetters
Fritz von Gramen � s. o. beim 5. Vilde. 3. �, die bunten Tanzenf�'hnchen der Towarzysz � auch die Offiziere
f�hrten solche, mit 5onne, Mond und Sternen bestickt � das jugendliche Soldatenherz des Prinzen so angezogen, da�
der A�nig ihm auch diese Uniform zu tragen gestattete, wie vordem die der �Ccib^Husaren".
Den Eintritt in die Armee bedeutete dieg gelegentliche Uniformanlegen keineswegs: das geschah vielmehr erst
nach den vernichtenden Niederlagen von im fernen Gstcn der Monarchie, am Januar zu K�nigsberg
in Preu�en, als der A�nig den Prinzen Wilhelm, wegen der Ungewissen Zcitverh�ltnisse noch bevor er zehn Jahre
alt war, zum �Vfficier",mit der �Officiers Interims-Uniform", ernannte. Zum Geburtstage, am 22. M�rz
folgte dann in Memel das Patent als F�hnrich � der damaligen untersten Offiziers Charge bei der Infanterie �
�be>' der Garde zu Fu�", das dem am Nervenfieber schwer daniederliegenden Prinzen auf dem Arankenbette �bergeben
wurde. Am 7,. Oktober tat er mit dem am Oktober bereits zum F�hnrich ernannten Aronprinzcn
zum ersten Male Frontdienst, in Mcmel bei der Spezial Revue des neu formierten Vataillons Garde zu Fu�, so
brav, da� der K�nigliche Vater bei Tafel sagte: �Habt Alles fehr ordentlich gemacht", worauf die K�nigin die
prinzlichen S�hne umarmte.
        
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