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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Die Aquarell-Sammlung Raiser Wilhelms I.
Lin Veitrag Zu seiner (ebensgeschichte
von
Herman Granier
�^Darstellungen aus dein Leben 3. AI. des Aaisers und K�nigs Wilhelm I. nach Allerh�chsten Special -Befehlen
ausgef�hrt": so lautet die amtliche Bezeichnung der jetzt im Hohenzollern-Museum aufbewahrten Sammlung, die hier
im Abbilde vorgef�hrt und mit erl�uternden Bemerkungen begleitet werden soll. Ihr Ursprung ist dem Vorleser des
Aaisers, dem Geheimen Hofrate Louis Schneider, zuzuschreiben, der eine Neuauflage seiner zuerst imDezemberhefte
des �SoldatenfreundeZ" erfchienenen milit�rischen Biographie: �VerPrinz von Preu�en", mit Illustrationen auszustatten
w�nschte. Da ihm selbst zur Herstellung der Holzschnitte die Mittel fehlten, fand sich der Aaiser bereit, �sich ein
Album von bildlichen Darstellungen aus seinem leben anzulegen", von denen dann die Holzschnitte kopiert werden
k�nnten. Ghne selbst auch nur ein Bild zu befehlen, hat der Raiser bei den Vorschl�gen und bei der Vorlegung der
Skizzen dem Vorleser und den A�nstlern nicht nur die behandelten Vorg�nge erz�hlt, sondern auch die n�heren
Einzelheiten angegeben oder richtiggestellt, Situation, Vertlichkeit, Personen, Rleidung. So ist diesen Bildern, obwohl
sie zum gro�en Teile erst lange nach den Ereignissen entstanden sind � die ersten Aquarelle wurden imHerbste
abgeliefert � eine ernste historische Zuverl�ssigkeit zuzuerkennen. Bei des Aaisers unbedingter Wahrheitsliebe und
seinem wunderbar treuen Ged�chtnisse bilden sie �ein durch seine Genauigkeit fast urkundliches Werk", ein �f�rstliches
Album, wie es wohl kein zweites gibt, weil es neben k�nstlerischer Trefflichkeit" � so urteilt der Vorleser � �auch
Genauigkeit in den Lokalit�ten, im Aost�m, den Uniformen, Grden und in allen Details nur das absolut Richtige
zeigt, vom U�mge selbst korrigiert oder angegeben, da er selbst bei allem Dargestellten entweder die Hauptperson oder
doch Augenzeuge war." Louis Schneider starb am Dezember ;8?6, das Album aber reicht bis zum letzten
Lebensjahre des Aaisers; wahrscheinlich hat an des Vorlesers Stelle der vertraute Rorrespondenz-Sekret�r des Kaisers,
Geheimer Hofrat Bork, die weitere Auswahl der Vorg�nge angeregt, die nunmehr immer nach k�rzerer Frist zur
Darstellung gelangten.
        
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