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Die Kanzel aus der ehemaligen Kapelle des Stadtschlosses zu Potsdam

Full text: Die Kanzel aus der ehemaligen Kapelle des Stadtschlosses zu Potsdam

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Vie Aanzel aus der ehemaligen Kapelle des Stadtschlosses
zu Potsdam
von
Friedrich taste
der Wiederherstellung von 5t. Nikolai, der Ztadtvfarrkirche in Spandau, in dm Jahren verwendete
man eine Uanzel, die einst eine Zierde der Schlo�kapelle zu Potsdam war. Auch Airchenger�te haben ihr Schicksal!
Vie Spandauer Uirche ist mittelalterlicher Vauart; in ihrer Absis stehen ein Renaifsancealtar und einige Grabsteine
der n�mlichen Runstperiode, links vor dem Altar ein bronzenes gegossenem Taufbecken, das �lteste und wohl das
wertvollste Ger�t der Airche, rechts ihm gegen�ber aber iene prunkend wirkende und charakteristisch im Varockgeschmack
gegliederte h�lzerne Aanzel. (Abb. S. Ver geschickten Hand des wiederherstellers der Kirche, Professors Stiehl, ist es
gegl�ckt, alle jene im Altarraume aufgestellten Aunstwerke ganz verschiedener Zeitlaufe zu einem einheitlichen k�nstlerischen
Ganzen zu verbinden � eine Aufgabe, die nur ein erfahrener Vauk�nstler zu bew�ltigen vermochte. � Die Uanzel
nimmt von allen genannten Airchenger�ten das Augenmerk des Veschauers an, meisten in Anspruch. Vie Creppe und
der Sockel daran sind zwar neu, diese Erg�nzungen aber so vollkommen gelungen, da� nur nach eingehendem Studium
des Werkes diese Tatsache festzustellen ist. Va es sich hier lediglich uni die Wiedergabe des alten urspr�nglichen St�ckes
handelt, so wurde in den Aufnahmezeichnungen svgl. beiliegende 2 tafeln) der Treppenaufgang weggelassen; mit dem
Sockel konnte ein Gleiches nicht geschehen, sollte nicht die Wirkung des Aufbaues in der Zeichnung leiden. An den alten
Holzteilen ist nat�rlich vieles erg�nzt, auch die F�rbung und Vergoldung bezw. Vronzierung.
� Auf drei m�chtigen
t�wentatzen gest�tzt, erhebt sich �ber dein neuzeitigen Sockel eine konsolartige Auskragung, seitw�rts durch je einen
volutenartigen Rankenzug und nach vorn durch eine Engelfigur (eiwa ?� Zentimeter hoch) getragen. Diese letztere und die
Voluten verbindet eine Draperie, die auf den Ecken von rankenartigem Akanthusblattwerk gehalten wird. Ls folgt
dann aufw�rts der nahezu quadratische, nur auf den vier Ecken abgestumpfte Aanzelkasten (im lichten etwa 0,9� Meter im
�Vuadrat), dessen Boden ungef�hr auf 2,30 Meter h�he liegt, �u�erlich von zwei Reihen sch�n gezeichneter Akanthus-
bl�tter nach Art des korinthischen Aapitells dekoriert (je etwa 40 Zentimeter hoch). Auf diesem Akanthusnest thronen drei
        
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