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Otto von Guericke, der Erfinder der Luftpumpe, und seine Beziehungen zum Großen Kurfürsten

Full text: Otto von Guericke, der Erfinder der Luftpumpe, und seine Beziehungen zum Großen Kurfürsten

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(Dito von (Bucrtcfe suchte feinen Dan! f�r das ihm erwiesene Interesse dem Gro�en Aurf�rsten dadurch Zu
bezeugen, da� er ihm sein gro�es Werk, in dein er die Resultate feiner Forschungen niedergelegt hatte, die �Exp�rimenta
nova" widmete. Der Gro�e Kurf�rst gab nicht allein mit Vergn�gen die (Erlaubnis hierzu, sondern sprach sich auch,
nachdem er das ihm �berreichte Dedikationsexemplar empfangen hatte, in feinem an reiben sehr r�hmend �ber
Suerickes Flei� in der Naturforschung, sowie �ber die Experimente aus, welche ihn, derselbe vor Jahren gezeigt
hatte und versicherte ihn fetner Huld und Gewogenheit. Wir muffen diese F�rderung, die der Gro�e Kurf�rst hier
der exakten Forschung erwies, um so h�her sch�tzen, wenn wir bedenken, da� in der damaligen Zeit ein wissenschaftliches
Arbeiten noch feiten war. planlofes Herumcrpernnentieren, teilweise auf mystischer Grundlage, war noch sehr Mode.
Charakteristisch ist der Vcricht eines Zeitgenossen �ber Gtto von Guericke, den G. Stolle in feiner �Geschichte der
Gelahrtheit" \727 anf�hrt. ?r schreibt: �Ich will beyf�gen, was mir unter andern Herr Doct. Sterling, ein
gebohrncr Magdeburger, in folgenden
Worten berichtet: Ich erinnere mich,
als ich noch ein Knabe in patria
war, und der B�rgerineiffer sGuericke)
sich eben in Hamburg befand, das
Gewitter in sein Haus schlug, und
allerhand Maschinen und Wasser-
k�nste verletzte, auch sonstcn Ziemliche
Spuren nach sich lie�. Pulgus machte
dar�ber seine Reflexionen. Denn viele
darunter hielten ihn vor einen Hexen ��
moifter/' Stolle sagt dazu: �Mich
baucht heut zu tage sey die Anzahl
der Zauber- und Hexenmeister ein
wenig d�nner geworden, und das
haben wir dem wachsthum des studii
physici und matheseos 511 dancken."
Viese Acu�erung gen�gt, uns den
Zeitgeist nahe zu f�hren und die
Vedeutung einer Unterst�tzung wirk-
licher wissenschaftlicher Forschung er-
kennen zu lassen.

    
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