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Otto von Guericke, der Erfinder der Luftpumpe, und seine Beziehungen zum Großen Kurfürsten

Full text: Otto von Guericke, der Erfinder der Luftpumpe, und seine Beziehungen zum Großen Kurfürsten

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Otto VON Guericke, der Erfinder der Luftpumpe, und seine Beziehungen
zum Gro�en Kurf�rsten
von
Erich Regener
�� aber diese Luftpumpen schwer zu transportieren waren und mein allergn�digster, m�chtigster Herr, der Aurf�rst
von Brandenburg, mein wohlwollender Gebieter, g�tigst den Versuch zu sehen w�nschte, welchen der Pater Schott den
Magdeburgischen genannt hat, so habe ich die nachstehend beschriebene Maschine hergerichtet." So leitet iniJahre 5663
Gtto von Guericke die Beschreibung "der dritten von ihm konstruierten Luftpumpe ein. Aus doppeltem Grunde bean-
sprucht diese unser besonderes Interesse. Einmal hat, wie wir aus den obigen Worten Gtto von Guerickes sehen, der
Gro�e Aurf�rst an ihrer Erfindung einen besonderen, f�rdernden Anteil, zum andern ist diese Luftpumpe Gtto
von Guerickes uns erhalten und als von ihm stammend beglaubigt. Richten wir darum unsere Aufmerksamkeit zun�chst
auf das (eben und Wirken Gtto von Guerickes, wo wir insbesondere auch seine Beziehungen zum Gro�en Aurf�rsten
kennen lernen werden, um uns dann zur Erfindungsgeschichte der kuftpumpe zu wenden.
Gtto von Guericke wurde am 20. November als Spr��ling einer seit dem Jahre in Magdeburg
ans�ssigen Rats- und Patrizierfamilie geboren. Anf�nglich durch Privatlehrer unterrichtet bezog er mit 55 Jahren die
Universit�t Leipzig. Sp�ter finden wir ihn inHelmstedt und Jena mit dem Studium der Rechte besch�ftigt. f623 Hort
er in keyden Vorlesungen �ber Physik und angewandte Mechanik. Nachdem er noch England und Frankreich bereist
hat, kehrt er nach seiner Vaterstadt Magdeburg zur�ck. Hier trat er bald in das Ratskollegium ein. Zusammen
mit dem Ratsmann Grote bekleidete er seit das Amt eines Schutz- und Ariegsherrn, das hei�t er hatte die
Aufsicht �ber die Festungsanlagen, das Zeughaus, den Pulverhof und die Munitionsvorr�te, sowie �ber die st�dtischen
Bauten mit Einschlu� der Cor- und Festungsbr�cken. Als an, 20. Mai Magdeburg von DIly erobert und von
Grund aus zerst�rt wurde, vermochte Guericke sich und seiner Familie kaum mehr als das nackte leben zu retten. Er
wurde von dem kaiserlichen Genera lkriegskommissarius Freiherrn von Walmerode gegen Versprechung von 500 Talern
gerettet und nach Sch�nebeck gebracht. Guericke verlor bei der Pl�nderung Magdeburgs all sein bewegliches Eigentum.
Vte in sein Haus eindringenden Aroalen hatten ihm selbst die notwendigsten Alei�unasst�cke genommen, so da� der
        
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