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Zur Kindheits- und Erziehungsgeschichte Friedrich Wilhelms II.

Full text: Zur Kindheits- und Erziehungsgeschichte Friedrich Wilhelms II.

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mit 5 fahren. Die Aufzeichnungen BegueKns in extenso 511 geben, halte ich weder f�r n�tig noch f�r angebracht.
Durch die unvermeidlichen Wiederholungen, Me der Tageslauf eines 4 -5 j�hrigen Kindes ganj nat�rlich mit sich
bringt, w�rde 05 erm�dend wirken. Die ersten Oe�rmittag5stunden geh�rten der Arbeit. Sic beswnd im kernen von
deutschen und franz�sischen t��dern und fefe�bungcn. <3um iHittagcffen ladet der prins feit Glitte �T�rj des
Wahres \7^9 auf ausdr�cklichen Befehl des K�nigs und seines Vaters Kavaliere des I)ofes ein, die der letztere aus-'
w�hlt, (benannt werden Rittmeister
Don Schwerin, rielkid>t der sp�tere
(>)derstallmeister ,friedrich^ des (Gro�en
oder der KaiiiiikTlxrr der K�nigin,
ferner ein lyrr non Brandt, der
Stallmciftcr des Prinzen Heinrich, die
Herren von IWanvit},von Scbweini�ien,
von l)aeseler, von t)ertzberg, fjaupt=*
mann Zeniert und andere. Vuid} Tische
wirb franz�sisch geschrieben. Dann
begibt sich der prtnj in den Winter
monaten gew�hnlich in die Bibliothek,
womit u\iiu-fdieiutidi die Bibliothek
des K�nigs im k�niglichen Schlosse
geineint ist. Denn in diesen! wohnt
auch der pritij, w�brend feine Eltern
und Geschwister das �palais" be
wohnen, das in Preu�en seit jener
(^t'it dein Thronfolger als DomiZil
511 dienen pflegte. bisweilen wird
er auch von der Quitter zum 21Tttta�j-
essen eingeladen, so am Geburtstage
feines j�ngeren Bruders Heinrich, am
30, Dezember \74S. h�ufig holt ihn
die IlTuttev nachmittags ab und geht
mit ihm dann entweder zur 'K�ingin
ZHutter oder sur regierenden K�nigin,
der (Scnw^lin Friedrichs des Gro�en,
�Ilfit sa cour ? la Reine M?re et il
fut de si bonne gr�ce, que la Reine
en t�moigna publiquement sa satis-
itffo�cius �cgtifltn, �Er.�icbcv K�nig ,5ciebridj^ �filhdms II. CMgcmttltte von ?I. �raff im Po^enjollrni -inii'piim
faction. Le Prince conserva sa belle humeur tout le reste du soir et chacun eut sujet d'?tre content (Je lui.
(1 fut passablement gai et on loua fort sa politesse. Il fut gai et civil envers tout le monde" hi.'i�t c$ bann
im Tagebucb. U�anttjmal geht es aber auch nicht ohne leisen (^.adel ab: ..il �tait un peu distrait en prenant cong�."
Gestattet es die �IHttermig, wird ein Spaziergang im Tiergarten unternommen oder im parP von �??onbijou, teils
mit dem Erzieher, teils mit der �T�utter. Xla�} "Kin6erart �rgert sich der prins, wenn der Keaen einen strich durch
die Rechnung macht. ,,Monseigneur eut bien de la peine ? supporter ce contretemps et s'abandonna trop facilement
? sa douleur, niais voyant enfin que les larmes n'arr?taient pas la pluie, il fit un effort sur lui-m?me et reprit
la premi?re gaiet�." Auch jum Abendessen bekommt er bisweilen Gesuch, dann meistens von den Damen des Hofes,
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