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Zur Kindheits- und Erziehungsgeschichte Friedrich Wilhelms II.

Full text: Zur Kindheits- und Erziehungsgeschichte Friedrich Wilhelms II.

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selbst teilnehmen. (Es m�re ja auch ganz sonderbar, wenn der K�nig, der von dein ?Dert einer guten Erziehung so
sehr durchdrungen war. nicht alles getan h�tte, dem, der einst sein U\-rf �bernehmen uni� fortf�hren follte, 6ie
beftm�glidijfte �tusbilbung 511 geben. Z>ie Instruktion, Me er eia,eitlyin6io( f�r den Grafen BorcFe bei beffen Ciuf�rjrung
in fein Amt am 24, September \75[ nw�crfctirieb, ist 6^ Ivre�tefte und bciucisfrdftigfte Zeugnis bafflr.1 Er, der
trotz mancher pers�nlichen Sympathien f�r Kouffeau seine ?el?re, die HHffenfc^aften und li?mfte litten den ��Tenfd?en
mein- 5-chaden als Nutzen gebracht,
f�r eine freche s>aradorie erkl�rte,
der im XT?angel einer gr�n&lictjen
Bildung eine gro�e sittliche (Gefahr
f�r den einzelnen wie f�r bas Voit
sah, der in seinem Brief �ber Er
Ziehung nickt genug Worte &e$?E?oe(s
finden konnte f�r die herk�mmliche
(Kvjie^ung des Adels und der h�chsten
St�nde, er konnte doch nicht so am
eigenen Ceibe s�ndigen, da� er f�r
die geistige, sittliche und k�rperliche
Abbildung seines Neffen und Nach
folgere nicht alles getan h�tte, was
in feinen Kr�ften stand, "w der Tat
konnte er glauben, in den beiden
Erziehern, die er f�r den Prinzen
aufsuchte, im gimlersie^er Seguclin
und im ZITilit�rgouperneur Grafen
Vorckc ihm ?Tt�nner an die Seite
gestellt 511 haben, die f�r ihr Amt
durchaus geschi^t und berufen ujaren.
IPenn fie im Jahre 1"{)^ in &n*
gnade entlassen wurden, so fielen sie
mehr als ein Vpfer der Unzufrieden-
heit des K�nigs mit dem Prinzen
11116 der immer gr��er werdenden
Entfremdung zwischen diesen beiden
so verschieden gearteten ��?enfdien,
als weil ihnen eine Pflichtverletzung
h�tte nachgewiesen werden tonnen.
lind da� ein so starker Gegensatz
t>rr (Sro^S m�t iVinetii Itcffen tinb IhronfoIflDt .^tiebridj IPilfylni(II.j
Kupferflicfj i'�n >II',iUi'v unl� Oublier iun1; pesne iint> iSid'li-r
zwischen Gnkel 11116 Neffen entstehen konnte, lag nicht daran, da� an feiner Erziehung etwas verabs�umt war, sondern
einmal in der dem K�nig so durchaus mi�salleuden UX'fensart des Prinzen, die sich wiederum aus dein �l�ilieu, in dem er
aufgewachsen mat
�
man lese die Telmoorffschcn Tageb�cher �, und aus �ererbter Veranlagung erkl�rt. Dann aber
hat auch pvinj Heinrich, der Bruder des K�nigs, den jungen Prinzen gegen ben CDbeim beeinflu�t. Prinzessin
IPilbebnine po� iranien- schreibt in ihren Erinnerungen �ber dieses Verh�ltnis: Le roi �tablit mes fr?res aupr?s
1 ?uvres IX. 37.
�
2 Sicile vol.; a. a. 0)., S. 69.
        
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