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Das 1800 von Alexander Macco nach dem Leben gemalte Bildnis der Königin Luise

Full text: Das 1800 von Alexander Macco nach dem Leben gemalte Bildnis der Königin Luise

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er es niit anderen Gem�lden nt den, gro�herzoglichen gro�en Atelier aus, welches ihm Goethe dazu einger�umt
hatte. Ganz Weimar kam, �ic Werke des dort so bekannten und beliebten A�nstlers zu sehen. Selbst die Gro�herzogin
Mutter, welche zu niemanden als zu Goethe ging, erschien mit der Prinzessin Wilhelm von Preu�en und dem
Erbprinzen. Der Gro�herzog Rarl-Friedrich kam zweimal, auch der Herzog Vernhard von Meiningen zeichnete die
Ausstellung durch seinen Vesuch aus.
Das Vild der R�nigin
Das Vlld zeigt die K�nigin sitzend vor einem blauen Vorhang, der leicht nach rechts gerafft ist und sich von
einer grauen, nach unten mit einem Muster K 1a 6r<3cyue abschlie�enden Wand abhebt. Auf einem r�mischen Kessel
mit halbhoher Lehne, welche eine Auflage f�r ihren linken Arm abgibt, hat sich die A�nigm in ruhiger Haltung
nach links niedergelassen, aber den Oberk�rper nach vorn gewandt, und ihre klaren blauen Augen sehen halb traum-
verloren, halb fragend an dem Beschauer vorbei. Der rechte Arm ruht ungezwungen anmutig l�ngs dein A�rper,
und die Finger der schlanken Hand sind leicht gekr�mmt. Die Armhaltmig unterst�tzt vortrefflich den tr�umerischen
Zustand, dem sich die A�nigin, gleichsam ganz allein und unbeobachtet, hingegeben hat. Ein wei�es griechisches
Gewand, das an den kurzen Aermeln mit goldenen An�pfen zusammengehalten wird, umflie�t in langen, feinen
Parallelfalten den R�rper. Der Empiremode entsprechend ist der goldene G�rtel dicht unter dem Vusen angelegt, und
als Spange dient ein wedgwood, das die Venus darstellt, wie sie dem Amor den unheilvollen Vogen abnimmt,
lieber die Anie f�llt von der (ehne des Sessels her ein zinnoberroter weicher Schal, von einer Vorte mit gr�nen
Arabesken eingefa�t, den der untere Vildrand abschneidet. Uni die Gberarme schlingt sich eine goldene Schlange,
welche wir auf dm Vildern der A�nigin im Vesitz der Frau von T�mvling auf Thalstein bei Jena und im Hohen-
zollern-Museum wiederfinden, und die Handgelenke sind mit breiten, goldenen Reifen umspannt, die ein stilisiertes
wellenmuster zeigen. Am Ringsinger der linken Hand sehen wir den d�nnen, zu den Andenken an die A�nigin im
Hohenzollern-2Nuseum geh�renden Goldreif. Gro�e Ringe mit je drei Perlentropfen h�ngen in den Ghrlavpchen des
zierlichen Aopfes, den ein breiter blonder Scheitel mit einem Aranzgeflecht umrahmt, aus dem einzelne scheinbar
ungef�gige (acken hervorquellen und sich bis auf die linke Schulter am Halft entlang herunterringeln. Letzterer wird
durch eine Schnur gro�er perlen geschm�ckt, denen wir auch auf den: lmsenbilde der Madame vigee le Vrun
begegnen, kinks ragt in das Vild ein Gu�ridon mit wei�er Marmorplatle , auf dem ein bl�hender Lorbeerkranz liegt,
hinein. Rechts an dem Ansatz der Stuhllehne gewahren wir �ber der Rosette die Bezeichnung: ,,^Iex. Kl^copmxit i8
    
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