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Ein Wahlspruch des Großen Kurfürsten

Full text: Ein Wahlspruch des Großen Kurfürsten

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(gin IVahlspruch des Gro�en Aurf�rsten
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Reinhold Aoser
Eosander^ portai des K�niglichen Schlosses in Berlin schm�cken seit dein Jahre zwei 8ron5e*Heliefs
von der ?�?eifterr)cm6 Vtto Cefflngs, Darstellungen aus der Geschichte der Aurf�rsten Friedrichs II. und Friedrichs III.
der beiden F�rsten, denen das Schlo� fein� Grundlegung und feine heutige Gestall verdankt. Jeder der beiden Vronzc
Tafeln ist eine Inschrift beigef�gt. Der dem Aurf�rsten Friedrich III.,dein ersten preu�ischen K�nige, geltende Spruch lautet:
Sie gesturus sum prineipatum, ut sciam rem populi esse, non mcam privatam.
?s ist der Regierungsgrundsatz, den diesem F�rsten einst sein Dater, der Gro�e Aurf�rst, eingepr�gt hat.
Der Gouverneur des gestorbenen Aurprinzen Aarl kniil und des Prinzen Friedrich, der Reichsfreiherr Otto
von Sdimcrin, vermerkt in seinem Tagebuch zum 4. Dezember (668 (6er �ltere der beiden Prinzen z�hlte damals \3r
der j�ngere \\ Jahre): �Als wir 511 Seiner Aurs�rstlichen Durchlaucht gingen, haben dieselben den Prinzen diese Sentenz
in calatnum dictiret: Sie gesturus sum prineipatum, ut sciam rem populi esse, non meam privatam, und dabei
versprochen, welcher dieselbe zuerst memoriter wissen werde, der solle sechs Ducaten haben."
Seit Johann Droysen in seiner Geschichte der preu�ischen Politik aus der Handschrift des Schwerinschen
Tagebuchs diese Stelle mitgeteilt hat, ist die lateinische Sentenz immer wieder zitiert und mit Recht als kennzeichnend f�r
des Gro�en Aurf�rsten Auffassung von F�rstenamt und F�rftenpflicht betrachtet worden. Die Frage, woher der Aurf�rst
sie entnommen haben mochte, ist nie aufgeworfen worden.
Die Sentenz ist klassisch, und zur Kenntnis des Gro�en Aurf�rsten ist sie offenbar erst auf einem Umweg
gelangt, auf dem wir sie verfolgen k�nnen.
Anmerkung. Neber dem ?�tel: Relief am CEofan&er- portai �i's K�niglichen S^loffes zi! 25ei'li�.
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