Path:
Kaiser Wilhelm II. als Jäger

Full text: Kaiser Wilhelm II. als Jäger

8fr�heren fetten der Fall war, sich gewisserma�en selbst �berlassen. wo er einen guten 5)och,vildstand sich erhalten
will, ist der Jagdgerechtste in den metften f�llen gezwungen, seine F�rsten gegen den Austritt des wildes aus
denselben abzngattern, einerfette um Wildschaden, an6wrfcits um die Dezimierung des wildstaudes durch Grenz
abschli� 511 verh�ten. lPof?I bekommt er dadurch den wildstand s�st ganz in feine l)an�, aber cv ver�ndert dadurch
die Bedingungen f�r die Ern�hrung, die Entwicklung und Oerinehrnng desselben i� au�erordentlicher, und zwar
ung�nstiger NX'ise. 2lusreichende
2lesung^verh�ltnisse lassen sich durch
Anlage non landwirtschaftlich be�
bauten Fl�chen im �Dalbc und ge
eignete !I>interfntterung bald wieder
herstellen. Erheblich schwieriger ist
die Herbeif�hrung einer Me jagdlichen
Anforderungen, deren Endzweck die
Erziehung des Rapitalhirsches bildet,
erf�llenden Vermehrung des IDilbos.
Die (?ingqtterung r/emmt den <^nzng
von pirschen aus anderen Heineren, der
besonders in der Brunft stattfindet und
eine fortw�hrende Blutauffrischung
herbeif�hrt. Die Degeneration bes
wildes im eiugegatterten Revier
durch fehlende NInlauffrischnng ist die
l^auptgefahr f�r den lOilbftanb.
Dieses zeigte sich in der bereits lange
J^ott vor dem Regierungsantritt des
Kaisers eingegitterten Sd)orft?eibe in
augenscheinlichster weise. Da f�r die
l)ofjagden gro�e Cagesftrerfen vorgc
sehen werden mu�ten, und da bei diesen
Jagden, wie auch bei gelegentlichen
Burschen der Abschu� in erster Einie
sich auf geweihte Hirsche erstreckte,
so hatte man den wildstand zwar
auf eine sehr hohe St�ckzahl gebracht,
aber das Geschlechtsverh�ltnis und
die Qualit�t waren h�chst mangel-
haft. Die degenerierten Hirsche trugen
schlechte Geweihe und ber?�tutter?tlb
Rontfntrn. ?Oa?b�axtw
stand hatte sich in ungeheurer vermehrt. Der Aaiser lie� zun�chst ein normales Geschlechtsverh�ltnis des
Wildstandes durch einen sehr starken Abschu� von herstellen, wodurch zugleich eine Reduzierung desselben, wie
sic dem eines s>�rfchgcheges entsprach, herbeigef�hrt wurde. Sowohl dieser Abschu� al� der k�nftige, insoweit er
durch die Beamten der .forstverivaltung erfolgte, erstreckte sich lediglich ans die ani schlechtesten entwickelten St�cke.
so immer das Scblechte und zwar ehe es sicb fortpflanzte beseitigt, das Gute aber erhalten wurde, hob sich die (Qualit�t
zusehends wieder, letzteres wurde durch Imporliernng starken ungarischen wildes noch erheblich beschleunigt und gefordert.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.