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Kaiser Wilhelm II. als Jäger

Full text: Kaiser Wilhelm II. als Jäger

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bas Zeichen foi�, da� f�nf Minuten sp�ter die Beamten das Dr�cken beginnen werden. Aber der Hirsch �artete diese
f�nf 2Tftnuten nicht ab. Kaum waren die Beamten angetreten, als fie bereits in weiter Ferne den lauten Knall der
w�chse und unmittelbar darauf den noch lauter schallenden freudigen Huf des Kaisers: �pirsch tot" borten. Nun war
weitere Vorsicht unn�tig. 3m Laufschritt nahmen die Beamten den Wolfsberg und als sic auf der anderen Seite an
der Upelis heraustraten, bot sich ihnen ein herrliches, unverge�liches Bild. Pa lag mit tadellosem Vlattschu�, �litten
auf der wiese im Feuer gestrebt, der kapitale (^waii3i�;^?n6er und neben ihn� stand, mau kann sich vorstellen mit
welchen Gef�hlen, der Kaiser, wie ein Fuchs schleichend war der pirsch aus der Dickung herausgetreten und �ber die
Wiese gewechselt. - Den Augenblick, in dem er, Kopf und Geweih unter den herabh�ngenden Zweigen des Bestands
randes durchschiebend, auf das Freie trat, hat Richard Friese in einem herrlichen Gem�lde festgehalten. � Wer das
kapitale Geweih bewundern will, der sehe sich den Hubertushirsch auf dem Gro�en Stern im Berliner Tiergarten
an, Verseide tr�gt den naturgetreuen
Abgu� des Geweihes. - - Just jenes
Geweihes, an welches damals in
der Geweihaugstellung in Berlin der
dicke H�ann mit der Uhrkette feine
Bemerkungen kn�pfte.
Soll ich meinen Ccfcni noch
inehr erz�hlen coin NX-idewerken des
Kaisers? Da ich dieses nieder
schreibe, sckwcift der Bltd aus meinem
Fenster hinaus �ber Wiesengr�nde in
die dunkeln Tannen der Hontinter
Heide. Pa werden unz�hlige Er
innerungen wach, die wie die Hebel
schleier da drau�en auf der wiese
aussteigen, erst leise, kaum sichtbar,
dann sich mehr und mehr verdichtend
und zu Wirklichkeiten gestaltend. -
Aber ich mu� mich beschr�nken. �
Nur einzelne Vildcr konnte ich geben
I?iibertiisfio(f, jrbruar \rr Haifn nimmt den 3�iipport ber (Pbctforfttiedmini entgegen. Doit [irifs �.ich tcdjts
jotflmt'tjltt ton fyxve�; 'Stint Olajefldt 6er H�lfet; Die Pic?lcr, jift^rr,?Htfdff, non minrfiiMti
aus der F�lle dessen, was ich in mir trage als die sch�nsten Freuden meines Al�chtcn diese Vilder
dem verehrten Tescr gen�gen, den hohen J�ger darin zu erblicken als echten deutschen Weidmann.
kann den (eser auch nicht weiter hinausf�hren auf des Kaisers Iagdfahrten �ber (and und auf die
Gipfel der Alpen, in das schottische Hochland, durch die Dschungeln der ungarischen Tiefebene, in die Urw�lder Ru�lands,
wo er N�ren und Elche streckte, in die nordischen Gefilde Skandinaviens und wo er sonst noch die sichere V�chse f�hrte. -
Da� unser Kaiser einer der besten sch�tzen ist, brauche ich kaum zu erw�hnen, denn es ist allbekannt. Ich
ersehe aus seinem 6chu�buch, welches der V�chsenspanner Rollfing mit peinlichster Sorgfalt gef�hrt hat, da� er
in der Zeit von, 20.� 25. September Ittyy in Schweden mit s,7 5>chn� <�2 Rehb�cke und einen Fuchs erlegte. �
seitdem der Kaiser die kleinkalilirigen w�chsen mit f�hrt, besonders aber seitdem er f�r die^
selben auch die Fernrohrvisierung benutzt, kommen Fehlsch�sse kaum noch vor. Ls gibt heute noch J�ger, welche �ber
unsere modernen Gewehre mit Fernrohrvisiernng die Nase r�mpfen und sie f�r unweidm�nnisch erkl�ren, weil sie zu
leichtfinnigen Sch�ssen verf�hrten. Diesen m�chte ich erwidern, da� leichtsinniges Schie�en Eigenschaften des J�gers
sind, nicht der Waffe. Und wenn diese Herren mal Umschau halten wolleil, werden sie finden, da� gerade die aller
besten Sch�tzen sich der Fernrohrmsierung bedienen. Das ist leicht verst�ndlich. Der gute Sch�tze wei� immer, wo
        
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