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Kaiser Wilhelm II. als Jäger

Full text: Kaiser Wilhelm II. als Jäger

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kr�mmen! � Aber der Hirsch hat eben gerade in diesen^ Augenblick feinen Pormittagsfdjlaf beendet, steht langsam
auf, zeigt ban Wedel, reckt die steifen Glieder und Zieht in den Vesland. - - Zwei Schritt! - - lias gen�gt. - - weg
ist er. �- 3ft so etwas zu glauben!!
wir warten eine halbe stunde, vielleicht tritt er nochmal aus. Wir p�rschcn nach der anderen feite des
IPolfsbcr^^ nach der Upeligwiefe, alles umfonft! Ihn IUhr ist die kaiserliche inittagstafel. Um 2 Uhr sind wir
zu l)aufe. &vmx dritten IWak in 6icfem 3 re ist nun schon �die Suppe kalt geworden". Der Aoch w�tend, der
Oberf�rster w�tend, der Forstaufseher Franz emp�rt. Hur der Forstbesiissene, welchem der Kaifer eine Flasche
Hottpein zur (Gesellschaft auf feinem Beobad^tun^poften zur�cklie�, ist vielleicht etwag getr�stet. Und der Kaifer? -
Die Gef�hle Seiner Majest�t unterliegen nicht meiner Antik, aber ich glaube, nun wird der hohe Herr doch wohl
die ?uft auf diesen Zwanzig"
Endcr verloren haben. Doch
nicht! -- Aber der Oberf�rster
r�t ab, nachmittags wieder auf
ihn 311 p�rschen. tEr scheint
zurzeit kein H)�[6 inehr bei sich
511 haben, wird daher vielleicht
feinen Statte ver�ndern und
wir k�nnen ihn anderswo, wo
wir inehr Aussicht auf Erfolg
haben, best�tigen. 3mH�hner,'
bruch ist jetzt die Sadjc I?off -
nungslos, -���� Es wird f�r den
Abend eine p�tfdje auf den
alten w�lf ��(En&er, der in den
Nr�chern des Jagens schreit,
vorgeschlagen und beschlossen.
gekommen wir ihn dort nicht,
so wird es vielleicht m�glich
sein, auf der Aellminewiese,
wo er allerdings erst sehr sp�t
auszutreten pflegt, eine Kugel
auf ihn anzubringen.
�lufbrud? ?�es Hnifers jur HcMwtf}'iirid;cin Cnbinen
Don Hufs iiarf^ rrilS: IPilbmeiftfr f4)iti*t;?c�ij(uiey D�nhoff; Seine U1djC|Mt Srr "Katfer; �iid;|pn(pntmer Ho�niia
E5 wurde wieder eine lange, anstrengende p�rsche hinter dem schreienden und ziehenden yirsch her, mehrere
stunden lang. - wenn die �onne sinkt, wird's wieder t�chtig kalt werden, weshalb der Kaiser den leichten Iagdpelz
wieder angelegt hat. Aber in den Dickungen da wurde es leider nicht kalt, da br�tete die dumpfe Schw�le der
Cageshitze nach, und vorw�rts gcht'5 durch dick und d�nn, der Oberf�rster als F�hrer in diesem Labyrinth voran.
Er ruft den yirsch mit dein yirschiuf an, der Hirsch antwortet, bleibt stehen, schl�gt mit dein Geweih gegen die
V�ume, zieht wieder weiter, ohne da� es m�glich ist, ihn zu zu bekommen.
Dem Oberf�rster in seiner leichten Bekleidung rinnt der schwei� von der Stirn. Es dunkelt schon, .^eit
ist nicht zu verlieren. � Der ynsch verschweigt jetzt und verschafft daher seinen Verfolgern eine erw�nschte panse,
Schwer atmend bleiben sie stehen. Der Aaiser fl�stert dem Mchsenspanncr Rollfing etwas zu, worauf dieser feinem
Herrn ein Taschentuch reicht, w�hrend Seine Majest�t sich die Stirn trocknet, macht der N�chsenspanner dem Ober,
f�rster ein Zeichen, indem er drei Finger hebt und auf de^ Kaisers Kleidung zeigt. Dem Oberf�rster geht ein
5'cht auf. Drei Taschent�cher! Denn der Kaiser hat ja den pelz an!! Das hatte der Oberf�rster in seinem
5"
        
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