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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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schlo� und Itki^e �on Milftritt. Zl�>ch��,!!g i>on E>envirbe aus brm Gem�lde ?>er laufe lOjtifH �on ?ufas Crcinad; d. 3- 155&
die fr�hesten sind die fast IMJahre sp�ter in ??�criatis Topographie
ver�ffentlichten Ansichten und der Grundri� des inzwischen von
Markgraf Johann selber und den sp�teren Kurfiirfteu stark be-
festigten R�strins. 3n dem umstehend abgebildeten Grundri� sowie
in der Anficht der 3tadt �311t andern selten" erkennt man deutlich
die mit �nferm Bilde �bereinstimmende eigent�mliche tage von
schlo� und Kird?t 311 einander. Ich kann hier nicht auf alle Einzrl-
Seiten der Ilebereinstimmungen eingehen, m�cht? aber darauf hm-
weisen, da� der nach dem Cranachschen Silbe vorauszusetzende Ort
der symbolischen Kaufhandlung auch auf den beiden Mrrianfchen
Einsichten mit Sicherheit bfftimmt werden kann. Auf dein Grundri�
w�rde er ganz �ont rechts, f�r die Vefchauer nicht mehr sichtbar,
zu suchen sein, bei der Stadtansicht �zur andern feiten" liegt er jen�
fetts der Stabt und �)ber ttnfs ziemlich auf der Zpitze der durch die
Einm�ndung eines Gew�ssers tu die Mder gebildeten Halbinsel.
Inbeiden Ansichten stehen schlo� und Riiche in der dem Cranachschen
Bilbc entsprechenden Stellung 311 einander, und auch die sonstigen
Land- unb wasserverh�ltnisse entsprechen im gro�en und ganzen
einander genau, denn die Einzelheiten des Cranachschen Vildes mit
deu kleinen Infelchen ,�id vorspr�ligen tan� man bei dein kleine�
Ma�stabe der Ansicht von A�strin auf ihre Richtigkeit nicht pr�fen,
ganz davon abgesehen, da� sie durch die Befestigung der Stabt in-
zwischen einschneidende Ver�nderungen erlitten hatten. Ich mu� es
den tokalhistorikern von Katrin �berlassen, meine Annahme, wie
ich hoffe, noch n�her 311 begr�nden und au-zubauen, oder den Gegen�
beweis zu f�hren.
Die Taufe Chrlstt mit den VUdnissen des Mark-grasen Johann von Veanoenburg�2<�strtn,
setner Gemahlin und seiner Freunde. Vel-
gem�lde von ?ufas Cranach 6.3* Von P<*ul Seidel.
Vov dem (Eitel dieseZ Randes ist ein auf Holz gemaltes 23ilb
von litfas Cranach d.I., bezeichnet mlddatiert (556, wiedergegeben,
bas eine wertvolle Bereicherung des bisher vorhandenen Schatzes an
Bildnissen �lterer Mitglieder unseres K�nigsb,�ufes darstellt und
au�erdem di� �lteste erhaltene VarstelllmZ eines kurf�rstlich branden-
burgischen Schlosses enthalt.' Vas Vild galt im d�cliner Schlosse
als eine Darstellung mit Vildniffen des s�chsischen F�rstenhauses und
einig� Reformatoren, die im Hintergr�nde S(^io� und Airche von
Wittenberg zeige. Sei der gro�en �hnlichkeit, die die Typen jener
Zeit untereinander zeigen, erschien dem fl�chtigen Veschauer diese
Erkl�rung des VildeZ auch ganz nat�rlich. Erst die Vorbereitung
f�r eine gr��ere Publikation der �lteren Gem�lde im Vesitze
Setner Majest�t des Kaifers gab Veranlassung, die Erkl�rung des
VildeZ genauer zu pr�fen und dabei ihre Unrichtigkeit 311 erkenne�,
wenn Friedlaender i� dieser Publikation 2 bann die Annahme aus�
spricht, da� es sich bei den Hauptpersonen um Vildnisse des Kur�
surften Joachim II.und seiner Gattin handelt, so war bas ja bas
N�chstliegende, entspricht aber mich noch nicht den Tatsachen. Sei
der anscheinend gro�en �hnlichkeit zwischen den beiden Vr�dern
Kurf�rst Joachim II.und Markgraf Johann von Kiif�rin8, d�rfte
es schwer sein, ohne besondere Anhaltspunkte BHber der beiden
F�rsten mit Sicherheit zu bestimmen. Im vorliegenden Falle aber
liegt der Beweis daf�r, da� es sich am Markgraf Johann handelt,
schon in dem Umst�nde allein, da� im Hintergr�nde zweifellos Kilftriu
mit schlo� und Kirche dargestellt ist. Gleichzeitige Abbildungen
ober Grundrisse A�strins sind mir nicht bekannt geworden, sondern
Auch auf die Vanyefchichte des Mstrincr Schlosses, die in
ihren Einzelheiten noch sehr wenig gekl�rt ist, vermag ich hier nicht
n�her einzugehen, habe aber nach den, Vriginalgem�lde die hier
wiedergegebene sorgf�ltige Zeichnung des Schlosses und der Airche
herstellen lassen, die die Unklarheiten und starke Verkleinerung der
Wiedergabe des ganzen Vildes aufs gl�cklichste zu erg�nzen und dem
Studium der Nauten eine sichere Unterlage zu gew�hren vermag.1I)3f(t 0,63, �reife 0,02 Meter.
� *Seidel unter mitoltlung non Vyd�und
Frledlaenl��! Weile aller Meister im Vrsitze Seiner Majest�t be* Katfers nt* K�nigs.
Btriin !,?�?. R^(*|a^^ �J0M9.
� > vgl. S^dll: Di� aitrflen Sittmifft d� branden�
bulglschen tzohenzalkrn. njollerti 'Jahrbuch (3�2 Seite 62 ff.
Nachdem so die auf dem V'lde dargestellte Lokalit�t als
U�strin festgelegt ist, wenden wir nns den auf ihm abgebildeten
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