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Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

Full text: Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

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Graf Eitelfriedrich, der zweite von f�nf H�hnen, kam im {%.lebenswahre zu seiner Ausbildung an den Hof des
Markgrafen Albrecht-Achilles zu Vnolzbach. 3� Jahre W9 ist er auf der Universit�t Freiburg im Vreisgau nachgewiesen.
Als Albrecht-Achilles im Jahre nach der Mark aufbrach, begleitete ihn Eitelfriedrich dorthin und
befand sich von da ab fast st�ndig in semer Umgebung, Auch im Jahre begleitete er Albrecht Achilles
wiederum in die Mark.
Vei diesem nahen pers�nlichen Verh�ltnis war es nur nat�rlich, da� Albrecht-Achilles gerade Eitelfriedrich
dazu auserkor, um mit ihm den fast HN Jahre z�he festgehaltenen Familienplan zu verwirklichen, die fr�nkische und
die schw�bische linie des Hauses Hohenzollern durch eine Ehe miteinander zu verbinden. Am 28. November
fand im Schlosse zu E�ln an der Spree die Verlobung, am Februar ebenda die Verm�hlung statt. Die
Vraut war Magdalena, die Tochter des Markgrafen Friedrich des J�ngeren von Brandenburg (gest. die Enkelin
somit des Aurf�rsten Friedrich des Ersten von Brandenburg (gest. 5^0). Wohl im Hinblick auf diese Verlobung
war dem Grafen Eitelfriedrich im Jahre die Hauptniannschaft zu Crossen anvertraut worden, und dort schlug
das junge f)aar zun�chst seinen Wohnsitz auf. Ver schwierigen Aufgabe, die dort seiner gewartet hatte, ist Graf
Eitelfriedrich so vollkommen gerecht geworden, da� er von Albrccht-Achilles fortan fortgefetzt in wichtigen Staats-
angelegenheiten zu Rate gezogen wurde und ihn auch zu verschiedenen Reichstagen, so den� von in Frankfurt
am Main, begleiten mu�te. Hier gewann er sich schnell die Zuneigung und das vertrauen des nachmaligen Aaisers
Maximilian. Albrecht -Achilles starb am M�rz Ihm folgte als Aurf�rst Johann-Cicero. Ihn begleitete
Eitelfriedrich im Jahre zum Reichstage nach N�rnberg. Am Februar f439 verlor Eitelfriedrich seinen
Vater Jos-Nikolaus und hatte nunmehr die Regierung seiner Stammlande anzutreten. Noch im selben Jahre begab
er sich aber an den Hof Maximilians, in dessen N�he er von da ab lange und h�usig weilte. Die Freundschaft und
das vertrauen dieses Aaisers trug ihm im Jahre die Ernennung zum Vorsitzenden des Reichskammergerichtcs,
im Jahre die zum kaiserlichen Gberhoftneister, im Jahre 5505 die Reichserbk�mmererw�rde ein. Seme
Gemahlin verlor Graf Eitclfriedrich am 5?. Juni durch den Tod, seinem Erstgeborenen konnte er die Gesch�fte
der kandesverwaltung �berlassen, so war er durch keinerlei R�cksichten mehr gehindert, seinen hohen und vcrantwortungs-
reichen Aemtern im Dienste des Aaisers mit voller Hingebung obzuliegen. Am 5 6.Juni ist Graf Eitelfriedrich
zu Trier gestorben und wurde am 26. Juni des gleichen Jahres in der Stiftskirche zu Hechingen beigesetzt.
Die hohe Gunst, in der Eitelsriedrich bei Maximilian stand, die namhaften Verdienste, die er sich um Aaiser
und Reich erworben hat, lassen es als selbstverst�ndlich erscheinen, da� der Aaiser es sich im geeigneten Augenblicke
angelegen sein lie�, dem getreuen Mann auch die Auszeichnung der Aufnahme in den Grden vom Goldnen Vlies
511 verschaffen. So wurde denn Graf Eitelfriedrich bei dem im Januar l^O^ 1 unter dem Vorsitze Philipps des
Sch�nen, des Sohnes Maximilians und der burgundischen Maria, als Vrdensoberhauptes, zu Tr�ffel abgehaltenen
J6. 'Kapitel des Ordens, und zwar am 22, Januar, mit acht anderen Personen zum Mitglieds des Vrdens erw�hlt,
wenn man der �Histoire de l'Ordre de la Toison d'Or" des Barons von Reiffenberg (Tr�ffel \83O) S* 2^5
Glauben schenken soll, enth�lt die Handschrift: �Registre reli� en parchemin, contenant tout ce qui s'est pass�
dans l'Ordre de la Toison d'Or, depuis l'av?nement de Laurent du Blioul, en \1�6, ? la place de Greffier et
Secr�taire du m?me Ordre, jusqu'en J5^O, lorsqu'on lui donna un Adjoint. Ce Registre renferme t entre autres
pi?ces, les actes capitulaires de \50\, {505, \5\ty et J55J" den Namen des Grafen Eitelfriedrich unter
der Schreibweife: �le comte Helf�d�rick de Lorren". 3 einem Wappenbuche des Grdens vom Goldnen Vlies,
einer Handschrift, die sich in der St�ndischen tandesbibliothek zu Aaffel befindet, Thomas Isaacq (siehe unten),
gest. 5539 oder geh�rt hat und vom Grafen Karl Emich zu teiningen-westerburg im �Deutschen Herold",
XVII.Jahrgang, Berlin '886, 5. 89ff. beschrieben worden ist, ist auf S. J96 sein Wappen mit der Ueberschrift:
1 j5oo, nach damaliger IeitrcchnunI. Das 3atir wurde damals in Vurgund, Flandern usw. von Vstern zu �(lern gerechnet
(mos Gallicanus), Gftern fiel in dem betreffenden Jahre auf den April, das �neue" Jahr 551! rechnete also von diesem Cage ab.
        
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