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Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

Full text: Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

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Das angebliche s>ortr�t des �Narkgrafen, das ?T?inuto?i in seinem oben erw�hnten Werk,.' �ber Friedrich
den Ersten bringt, d�rfte eine f>hantasiesch�pfung sein.
In der von dem �t�arfgrafett Johannes selbst gestifteten Kapelle im 3erufalotnflofter, in der er beigesetzt ist
und die noch heute nach ihm die Kapelle �des fremden Herrn" genannt wird, befindet sich ein Ecce homo, das
angeblich von ihm herr�hren soll.
Der dritte !?lie5ritter alter (^eit aus dem l)aufc Hohenzolleru war Johann-Georg, Graf und erster Reichsf�rst
(aber nur nach dem Rechte der Erstgeburt: seit dem 28. M�rz (623) zu Hohenzollern, zu Stgmarlngeii und veringen,
Sohn des Grafen Gitelfriedrich de5 vierten (�es Ersten) zu Zollcrn, 511 �igmaringcn und Geringen, Stifters der Linie
hohenzollern-t?echingen. Iohann-GeorZ folgte seinem Dater am {�.'ymuat gelangte im Reichsdienst zu den
hohen �?emtem 6es prafi�eutcn 6es Reich^kanmiergenchtes zn Speyer und des Reichshofrates zu Wien, und wurde
auch Rcichserbk�mmerer.
Vertrauter Ratgeber mehrerer Kaifcr, erhielt er den (Drbcn vom <5olbnen Vlies im Jahre \6\<) vom siebenten
Grdensoberhaupte, dem K�nige Philipp dein Dritten Don Spanien (55^)3 �162^), und zwar durch k�nigliche Verleihung,
nicht durai Kapitelmal?! gliche oben).
3otiiiim �� Georg, Graf und Rtfdpf&rjt zu tiobn^ollmi. bec lUtlte: Schaum�nze nus Silber >'�,!!! 3?lire \^\ >N! KSnl�l, lll�njfiiliirett311 �3prlin
Cinfs unk tpd?ts: fifyuini�njp �uz SId Im H�rstl. lllufnim zu 5igmatin3en
F�rst Johann-Georg hat cm Hanse Habsburg viele und wichtige Dienste geleistet, und die bekannten
�Annales Ferdinande!" des Grafen Franz Christoph K^even^tller r�hmen ihm �gro�en Valor, stattliche (Dbfcrr>an?
und Tapfferkcit" nach.
(Er hatte sich am {{.(Dftobcr \598 zu Hechingcn mit Franziska, wild- und Rheingr�fin zu Salm,
verm�hlt, die ihm am \%, Dezember UH9/ ebenfalls zu Hechingeu, im Tode voranging, und starb selbst am
28. September 1625 daselbst.
Beigesetzt ist er in der Stiftskirche zu Hechmgen. Ein Grabmal des F�rsten ist aber dort nicht vorhanden.
Auch ein f>ortr�tgcm�lde des F�rsten hat bisher nicht nachgewiesen werden k�nnen. Dagegen sind zwei Schaum�nzen
erhalten, davon eine aus Vlei, die auf der Vorderseite das Vildnis des F�rsten mit den: Vlies, auf der R�ckseite sein
Wappen, umgeben von der Ordenskette, zeigt siehe oben).
Anscheinend nach diesem �Gnadenpfennig" ist ein Gulden Johann hergestellt worden, den Hirsch im
�teutschen RcichsM�nz Archiv", IV, 2^c, verzeichnet.
Wie man sieht, hat kein Kurf�rst von Brandenburg je den Orden vom Goldnen Vlies besessen. Veinahe
ist es dazu aber doch einmal gekommen, und zwar ist es Rurf�rst Joachim der Erste, Nestor, von Brandenburg
sgeb. 5H8H, gest. der zum Vliesritter gew�hlt worden ist, den Vrden tats�chlich aber nie erhalten hat. Die
Wahl erfolgte ans den� im Jahre zu Cournai gehaltenen 2s�. Aapitel des Grdens, und zwar iNitte Dezember.
Indessen wurden noch im Aapitcl selbst, nach vollzogener Wahl, Bedenken laut, ob der Aurf�rst die Wahl annehmen
        
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