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Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

Full text: Hohenzollern als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in alter Zeit

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h�tte geschehen sein k�nnen, Me er zur Zeit seiner Wahl innehatte. Das Kapitel sprach seine Ueberzeugung um so
mehr dahin aus, ba� zwischen Herz�gen und solchen, die es nicht seien, um so weniger ein Unterschied zu machen fei,
als Karl" (der A�hne), �Sohn Philipps'' (des (Buten), �und der gegenw�rtig regierende Chef und Souver�n, trotz
ihrem hohen Range, in ihrer Eigenschaft als Ordensritter keinerlei Vorrang �ber ihre Ordensbr�der genossen h�tten."
�Der Chef und Souver�n beschlo�, in Anbetracht des Umstanden, da� es gerecht sei, den Herz�gen einen
Vorrang vor den Rittern geringeren Hanges zu geben, und da� dieses, nach Artikel 5? der Satzungen, ganz offenbar
die Absicht des Gr�nders des �r�>ens fei, mit Zustimmung der Versammlung, da� der Pfalzgraf und der Markgraf
von Brandenburg und ebenso andere Herz�ge, die in Zukunft in den �r6en aufgenommen werden w�rden, in dieser
Eigenschaft den Vorrang vor denjenigen Rittern der gleichen Ernennung haben sollten, die einen geringeren Rang
h�tten. Um zu vermeiden, da� sich �ber diesen Gegenstand je wieder Schwierigkeiten erh�ben, wurde angeordnet, den
Wortlaut des erw�hnten Artikels {? dieser Auslegung anzupassen."
Aus den Verhandlungen geht weiter hervor, da� der Markgraf mit noch 50 anderen der 55 neugew�hlten
Ritter am 8. November feierlich mit der Aollane des Vrdens bekleidet wurde und sogleich, wie es �blich war,
Zutritt zum Aavitel fand.
Unter allen Hohenzollern, die den Vrden vom Goldnen Vlies besessen haben, ist 2Narkgraf Johannes der
einzige, der an Generalkapiteln des Grdens teilgenommen hat.
Seine Teilnahme an demjenigen des Jahres blieb aber seinerseits nicht die einzige. Auch am General
kapitel hat er teilgenommen, das im Jahre zu Barcelona stattfand. Unter den nach altem Gebrauche dort in
der Aathedrale angebrachten Wappen aller Vliesritter, die am Aapitel teilgenommen haben, ist auch das seinige.
Und zwar sind sie hier ebenso, wie diejenigen zum Ged�chtnis des Grdenskapitels vom Jahre in der Jakobs-
kirche im Haag, im Chorgest�hl selbst angebracht, w�hrend sie sonst gew�hnlich nur an den Wanden des Chores
aufgeh�ngt wurden.
Ist Markgraf Johannes schon dadurch, da� er der einzige Hohcnzoller ist, der je an Generalkapiteln des
Grdens teilgenommen hat, vorz�glich nierkw�rdig geworden, so ist er es noch mehr durch seine Verm�hlung.
Zwischen dem 6. 3N�rz und dem 26. April sdas Datum ist noch nicht ermittelt, obwohl es in den
Archiven Spaniens leicht festzustellen sein mu�) wurde er n�mlich der Gemahl der tVitwe des R�nigs Ferdinand
des Aatholischen von Spanien, Gernmine, Tochter des vicomte Jean de Rarbonne aus dem Hause der Foix-Grailli.
Aarl der F�nfte hat diese Verbindung zwischen seiner Stiefgro�mutter und seinem Jugendfreunde lebhaft beg�nstigt.
Offenbar leitete ihn dabei die Absicht, sich das Haus Brandenburg durch Rn�pfung verwandtschaftlicher Vande zu
verbinden und sich dadurch dessen Einflusses f�r die Raiscrwahl zu versichern. Einige Jahre nach der Eheschlie�ung
erhielt Germaine das Amt eines General-Kapit�ns des R�nigreichs Valencia und durch Urkunde von: 27. M�rz
die Minutoli im zweiten Vande seines oben erw�hnten Sammelwerkes �ber Spanien w�rtlich abgedruckt hat, wurde
dieses Amt auf den Alarkgrafen Johann mit �bertragen. Vcide leisteten den feierlichen Eid in der Aathedrale zu
Valencia am Dezember In der erw�hnten Urkunde bezeichnet Aarl den Markgrafen als �seinen �beraus
teuren Verwandten, dessen hohe Abstammung (clanwwm sanssuinis), edle Sitte, Weisheit, Sch�rfe des Verstandes,
ausgezeichnetes Feldherrntalent und sonstige geistige und k�rperliche Vorz�ge er hinreichend zu w�rdigen wisse" (Minutoli).
Ein langes Teben war dem Markgrafen Johannes jedoch nicht beschieden. Er starb am 5. Juli im
Schlosse zu Valencia und wurde im Jerusalem kloster vor dieser Stadt beigesetzt.
Im HohenMern -Jahrbuch des Jahres 5905 (siehe oben) ist unter den Bildnissen im sogenannten Mark-
grafenfenster in der St. 2ebalduskirche zu N�rnberg auch das seinige nachgebildet, teider fehlt das Gesicht.
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Karl her F�nfte war bekanntlich der 2ohn Philipps des Schonen, gest. und Johannas der wahnsinnigen, K�nigin
von Koftilicii,gest. Johanna die wahnsinnige war die j�ngste und einzig �berlebende Tochter Ferdinands des Katholischen von
31r?
    
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