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Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

Full text: Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

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Ver "K�nig sagt nun wegen der Vausumme, da� 350000 Chaler mir �bergeben w�rden, innerhalb welcher
ich ganz nach eigenem Gutd�nken und Herzenswunsch mich zu bewegen h�tte.
Nun lege ich den gr��ten Wcrth auf die Worte: �innerhalb welcher" weswegen ich Hie bitte, den
Kostenanschlag incl. der innern Einrichtung genau so zu verfassen, da� jene 550000 Thaler um keinen Heller
�berstiegen werden.
Sollten Ersparnisse deswegen am Rohbau vorgenommen werden m�ssen, so w�re zun�chst der 3 te Stock des
Hauptgeb�udes nur roh zu vollenden, und k�nnten die S�ulen zur Verranda sowie andere Grnamente von gebranntem
Thon angefertigt werden. Ferner k�nnten auch wohl in einer Erm��igung der Arbeitsl�hne Ersparnisse gemacht
werden. �ber alle diese Hinge k�nnen wir n�chste Woche m�ndlich ausf�hrlich sprechen, und m�chte ich 3t�ler mit
hinzuziehen, der w�hrend der letzten Zeit so vielfach in dieser ganzen Angelegenheit th�tig war; ich m�chte ihm auch
hierdurch einen Veweis meiner Anerkennung geben, nachdem er ernste stunden durchmachen mu�te.
Am Gr�ndonnerstag fr�h bin ich in Berlin, und bin von l. 5 oder [2 Nhr ab 311 Hause, da ich die Morgen,
stunden in Charlottenburg zubringe; ich bleibe bis zum 2. Gsterfeiertag Abend in Berlin, Zun�chst bis dahin sind
also die unterbrochenen Bauten des Treppenhauses und des 3. Stocks sofort in Angriff zu nehmen.
Sie werden sich mit mir �ber diese g�nstige Wendung freuen, aber ich beschw�re Sie nochmals un, Sparsamkeit
beim Kostenanschl�ge.
Wie immer
Hr aufrichtig ergebener
(gez.) Friedrich Wilhelm p. v. p.
?. 5. Es w�re nur dringend w�nschenswerth Ihren neulich eingereichten Kostenanschlag umgehend nach
hierher gesendet zu sehe�.
Breslau, den 2. April 5357.
Von Seiner Majest�t den� A�nige erhielt ich heute einen sehr gn�digen eigenh�ndigen Brief des Inhalts, da�
Seine Majest�t nach gr�ndlicher �berlegung den Entschlu� gefa�t hatten, den ganzen Vau meinen H�nden zu �ber-
geben, mit einer Summe von 350000 Chalern innerhalb welcher ich mich ganz nach meinem Gutd�nken und
Herzenswunsch zu bewegen h�tte. Ferner h�rten mit diesem Augenblick alle Verpflichtungen auf, mich nach den
w�nschen und Befehlen Seiner Majest�t zu richten, und von jetzt ab h�tten sich die Valmieister allein nach meinen
Anweisungen zu richten. Sehr wahlwollend und gn�dig schlie�en Seme Majest�t noch mit herzlichen w�nschen und
dem Ausspruche, es sei seine Hauptabsicht mir Freude zu machen.
Vicse unerwartete so sehr erfreuliche Sinnes�nderung des A�'nigs hat mir die lebhafteste und dankbarste Freude
bereitet wie Sie begreifen werden und gehe ich nun mit neuer Lust und neuem Eifer ans Werk. Es kommt nun
zun�chst darauf an, innerhalb jener hohen Summe incl. der inneren Einrichtung, einen Aostenanschlag zu haben, der
wohl in verschiedenen Punkten Ersparnisse erheischen wird. In diesem Sinne habe ich heute bereits an Strack
geschrieben, ihm dies dringend ans Herz legend, und m�chte nun auch Sie ersuchen mit Ihrem Rath bei der ferneren
Leitung des Baues uns zur Seite zu stehen. Mein vertrauen haben Sie, und w�rde ich mich gl�cklich sch�tzen, wenn
in der Folge bei dem Gedanken an jene f>alaisbauangelegenheil, von jetzt ab auch freudige Erinnerungen Ihnen
gew�hrt werden k�nnten.
Ich verbleibe
Zhr sehr ergebener
(gez.) Friedrich Wilhelm p. v.p."
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