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Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

Full text: Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

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So standen die dachen, als ich zur Kr�nung reifte, u\ibreuo welcher eit bas Einrei�en des Fl�gels nach
der tDallftrage und der Heubau desselben ausgef�hrt ward.
23ei meiner R�ckkebr aus Ru�land bat midi der Graf Keller eine allerh�chste Entscheidung herbeizuf�hren,
das: endlich mit dem An^r�nmen des palais begonnen w�rde, denn sonst w�rde noch eine endlose Verschleppung
eintreten. Inmitten der Feierlichkeiten zur Perma"l?lung meiner Schwester versuchte ich jene Bitte, indessen hie� es
der K�nig wolle selber mil mir alle jaunie durchschreiten und meine II?lNlsche anh�ren, da inbeffeii unmittelbar nadi
6er Permd^lung ber K�nig nach liobeu^olleru reifen sollte, drangt 6ic itngelegcnfjcit, und konnte ich md) dein
grog�n diner endlich pou Seiner ?lTajeftcit erlangen, das; die Ausr�umung genehmigt unir6e, was benn sofort and?
am darauffolgenden �Ta^ unter meinen 2Xugen begonnen ward, SJitnmtlidie Meubles etc. Famen nach Monbijou,
die zerbrechlicheren Kunftgegenft�nbe dagegen verblieben in verschlie�baren R�umen des palais selber.
~mu Sp�tl^erbfte trug ich in Sans souci noch einmal Seiner iHajeft�i
meinen Wunsch vor, eine doppelannige Creppe 511 gew�hren und genehmigte
hier der K�nig endlich jenen Wunsch, den ich sofort voller Freude dem I)of-
baurath Strack brieflich mittheilte.
�Ein IVfud) in England und die hierauf sofort eintretende �bernahme
des Kommandos des 1 1. Infanterie � Regiments in Breslau bis 511m
September is.57 erschwerten mir nun die stele Beaufft^tigung des Baues
sowie Me sonstigen erforderlichen Anordnungen.
(857. Am {{,2Uarj erhielt ich in Potsdam auf der Durchreife nach
dem H^ein beiliegenden Brief Seiner der dessen ungn�dige Stimmung
�ber einzelne Anordnungen im Bau andeutele. Als ich Ende des 2Ttonats
wieder hier durchkam, fand ich am Abend meiner R�ckreise nach Schlesien,
6. 25, IT?arj, Gelegenheit Seiner 2T?ajeftdt �ber den Bau Dortrag 511 halten,
und waren noch der �ber Hof und l)aus C5raf von Keller, sowie
der (Ober l)ofbaurath St�ler anwefeno.
iladi�em ich Seiner ZTIajeft�t meine lOnnsche und Bitten porgetragen
hatte, auch durch die genannten Herren unterst�tzt, 511 beweisen mich bem�bte,
wie genau nach den von Seiner illajeft�t genebntigten Dorschl�gen oder nach
der allerh�chsten Erlaubnis) verfahren worden fei, wurde der K�nig erregt
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und bezweifelte vor allem die Erlaubnis: zur 2armigen Treppe. (Pas Treppenhaus war je�t schon 5111- l^�he des
2. Stockes gediehen.) bewiesen wurde dies aber durch meinen Brief an Strack, ebenso audi die allerh�el^ste Erlaubnis;
den .fl�gel nach der wallstrafte einzureiben und neu aufzubauen.
Ferner bem�hten wir uns auch beweisen, wie und doudoir der hochseligen K�nigin nicht
so verdunkelt wurden wie Seine es meinten, indessen nahm bieg der A�nig nicht an.
Zun�chst lie� sich Nlajest�t sehr ungn�dig gegen die Zwei anwesenden Herren ans, da� der Fl�gelban
ohne Anschlag begonnen sei, und so vieles gegen die allerh�chsten deutlich ausgesprochenen inwntini^n stattgefunden
habe. Ferner sagten mir Majest�t, da� sie sich allerdings der mir gegebenen 1?ersprechnngen wohl erinnerten,
allein sie hatten dieselben in einer gegeben, wo sie den Tiopf so voller anderer Dinge hatten: durch die nenenburger
Frage, die Anwesenheit der russischen Herrschaften etc., da� sie damals nicht recht bedacht h�tten, was sie genehmigten
und �u�erten. Desbalb na'Imien sie iel,t die Versprechungen zur�ck und wolllen ibre ehemaligen Gedanken ausgef�hrt
sehen. Auf die Vemerkung der Neu Nau sei aber schon bedeutend vorgeschritten, die bestellten Marmors�ulen in Arbeit,
auch das Dach des nenen Treppenhauses bereits fertig, erwiederte der Ad'nig, er kenne schon derartige Vorhaltungen
und das gegen seine Vefchle Aufgef�hrte soll� wieder eingerissen werden.
        
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