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Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

Full text: Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

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Recht? nom Bett in der Lcke steht ein V/s n& hohe? Postament ans Ztuckmarmor ans der Catelschen Fabrik, darauf eine sch�ne
Alabastervase mit zwei Henkeln uni� Figurenreliefs; auf dem Sockel lieft man bas Mort �Sacrifice", ferner stehen in jedem Fensterraumje eine sehr kunstvoll aufgef�hrte Alabastervase in Barockstil mit henkeln, auf blauen �??urrnorppftamcnten. Diese bilden Pendants;
zwischen ihnen am Fu�e des Pilasters der wand zwischen den Fenstern eine andersgesinnte gro�e Alabastervase, eine siebente endlich auf
dem Mfen. Innren &cn S�ulen in der Mitte steht ein R�uchorgef��, bestehend aus einer schale nebst dazugeh�riger durchbrochener Decke
von gr�ner Bronze mit reichen Vergoldungen, welche auf drei F��en nach Art der Tr�pieds mit Swischenst�bcn von vergoldeter Vronze
ruht. Dazu geh�rt ein traten von vergoldeter Bron3e. Zwischen den S�ulen und den pilaftern in einer Reibe mit dem R�nchergef�� stehtje ein andere? R�nchergef��, dessen schale
von getriebenem Silber und durchbrochener
Arbeit auf einem mit yroiijcuer^ieningcn
geschm�ckten Fu� von Mahagoni ruht.
(Vgl. nebenstehende Abbildung.)
Links vom Vett, an derselben
wand f�hrt eine (T�r nach dem (Toiletten'
Zimmer der K�nigin, rechts an der an-
sto�enden wand, dem Fenster gegen�ber,
eine nach dem Nibliotbekzimmcr. Zwischen
dieser und dem Gfen, in der zweiten Ab--
teilung steht bas alte Kanapee der K�nigin,
mit lilafarbenem Gros de Naples �berzogen,
aber bereits sehr zerst�rt. Das Gestell ist
von Mahagoni. Unter den mannigfachen
(Gegenst�nden, welche barauf liegen, be-
merken wir eine silberne verzierte Hand�
glocke mit Griff aus schwarzem Ebenholz,
ein Gelgem�lde: \5H IDeitsch: �Blumen
und Fr�chte" und IS9 m��er: �Johannes"
nach Doniinichino, Auoferstich.
Der Gfen ist sehr einfach; er bc-
steht aus rohen Kacheln, mit Wasserfarbe
bemalt. Zwischen ihm und der T�r nach
dem chinesischen Zimmer steht ein sch�ner
Tr�pied von vergoldeter Bronze mit Widder-
k�pfen und dergleichen F��en, zwischen
denen Schlangen und weiuranken al? Der-
jierang sich durchwinden. Er tr�gt als
Schale ein li/iFu� hohes Waschbecken
und unten eine Ranne, \ Fn� hoch, beide
von Silber. Zwischen der Ciir und der
Fensterwand steht die prachtvolle Toilette
der K�nigin. Sie besteht aus einer mit
reicher Nildhanerarbeit verzierten Tisch-
platte, welche von gefl�gelten Greifen ge-
tragen wird. In diese platte ist eine aus
vielen einzelnen Teilen zusammengesetztej?orzellanplatte eingelegt, die durch ver-
goldete 35ronHe leisten verbunden ist und
sehr reiche Arabcskenmalerei zeigt. Sie ist
mit zahlreichen Coilettengegensta'nden be-
deckt, s�mtlich aus Silber und stark ver�
qofbet. wir bemerken darunter in der
R�uchrigcf��e ans bem 5*IafjiiimifTtoi1 'K�nigin ?iiiic im Serlinrr palais. Das mittlere aus gr�ner und vergoldeter
StoTiji*, an�eren aus ?i[btr in einem ��I(ili(ii)tinigrj?elImit t'erfiliierten J3ro?i3e?i. t-)ohenjoEleni -�ITlufeuni
Mitte einen Spiegel mit silbernem und vergoldetem Rahmen, oben mit zwei, einen gekr�nten, mit dem Namcnszuge der K�nigin bezeichneten
Schild haltenden Adlern verziert; ferner: 9 ovale Toilettenschachtcln mit Deckeln, 2 kenchter mit tichthaltern und Kettchen, eine Lichtviche
nebst Unterschale, Gie�kanne und Unterschale, Waschbecken, einen ovalen Pr�sentierteller, eine Sou�loiischale mit zwei Henkeln, Deckel und
Unterteller, eine Handglocke mit durchbrochenem gearbeiteten� Geh�use, zwei Seifb�chsc�, eine B�rste, Etui 311 Nadeln, Becher mit Deckel,
Nadelkissen auf vier F��en, zwei ovale Juwelenschalen; diese kostbaren Silbetarbeiten tragen s�mtlich den Namenszug der K�nigin, und
das Ganze ist ein Geschenk bes Kaisers Alexander/ Als dazn geh�rig, aber nicht auf der Toilette befindlich, erw�hnen wir noch eine
gro�e Porzellanwaschschale mit mosaikartiger Malerei im Stil der Tischplatte mid mit reicher Vergoldung.
1 Die Toilette wird heute in der K�niglichen Silberkammer aufbewahrt und bei Hochzeiten in der k�niglichen Familie am
Hochzeitstage von der Braut benutzt.
        
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