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Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

Full text: Zur Geschichte des Kronprinzen-Palais in Berlin, insbesondere der ehemaligen Wohnung der Königin Luise

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in dieser J)cU, in der man der K�nigin so vielfach andenken mu�, manchem willkonnnen foin wird, mit sich e?t ein*
gehendes Vild ihrer t�glichen Umgebung zu verschaffen.
Von den im unteren Stockwerk belogenen Zimmern des K�nigs wird wenig berichtet, fie muffen, wie ja
schon ans den Berichten von Massows an den Aronprinzen hervorgeht, mit �u�erster Einfachheit, 5. 3. mit papier^
tapeten, eingerichtet gewesen sein und ihm bereite vor seiner Permd^Iung alg Wohnung gedient haben. Aus den,
gro�en Flur trat man in das sogenannte F'ahnenzimmer (Grundri� Nr. 2^)/ in dem alto Fahnen aus dem Dauber
5�ug^aufe aufbewahrt wurden. Er-
w�hnt wird ferner eine silberne Trom-
pete, �reich vergoldet und mit silbernen
Croddeln, welche die Dienstm�dchen von
Berlin aus ihren Sparpfennigen dein l.9I,H
zur�^kehrenden Gardeulanen 'Regiment
geschenkt hatten". An das l)orlrag5-
zimmer (Grundri� Nr. 22) schlo� sich
das kleine Vibliothekzimmer (Grundri�
Nr. 23), das dein K�nig als Kronprinj
zum 2lrbett9jimmer diente, "m einem
Entresol war bas Sdilaf^immor des
K�nigs belegen, von dem die Ab
bildungen (Seite 2|7 und Tafel I) in
Verbindung mit der eingehenden Be�
schreibnng von $�$a&ln l uns eine gute
Vorstellung 311 gew�hren permag;
�Es bat zwei Fenster nach &cm Hof�?
hinaus, denen �cgeliiiber an der R�ckwand ein
langes Sofa mit apiertapeten bcflci?tct im&
etwa \o ,fu� boch. Ver Fu�boden ist mit einem
dunkelgr�nen Teppich bedeckt. Die w�nde sowie
Fensternischen sind mit C^em�lbfii, Stichen und
Medaillons angef�llt, vor dem linken Fenster
steht ein Sdjceibpult zum stellen, darunter
eine Fu�bank, in der rechten Fensternische ein
FeldsNchl und davor ein kleiner Toilettentisch,
vor dem Sofa ein langer Cisch und ein
Klcinr Campe tfi anlifet Jotm aus ongolbetn: Sronje, Dom SdjttlbHf^ ֫�lotit^itt ?uifc im Bttllnct p�ldfs
?)ol)*tijolletti� lllufcmit
Nrankentifch. An anderen iN�'bcln enth�lt das Zimmer nur noch chic Rommode zwischen den Fenstern, dar�ber einen Spiegel, ferner
einige, wie das Sofa rotbezogene St�hle und einen Fcldstuhl mil verschossener Stickerei, auf welchem sich der K�nig gew�hnlich rasieren
lie�. Au�erdem betrachten wir die mannigfachen I>enkw�rdigkeiti-!i, welche auf den M�beln perteilt sind, und welche nus lebendig
ml den hohe� Entschlafenen erinnern: auf dem Sofa seine Interimsuniforin vom �arbrffiraff�et-Hegimeiit nebst l^iit,Federbusch lind
i?paalett5| auf dem Tische seine Orden (St. Georg, Eiserne Itreuz, Maria Theresia' und FeldzugZmedaillc von \&\5 f 5854, (8(5), feine
kampe mit seidenem Caffetschirm, der Flor, welchen er gew�hnlich bei Hoftrauer trug, eine �Ansicht vom Lustschlo� im Garten 311 Paretz
von� Grafen Cippelskirch. Auf der Kommode, welche die Stelle der Maschtoilette versah: eine kleine INahagonitoilette, zwei Kamme,
wovon der eine der K�nigin lnifc angeh�rte, zwei Stirfelanzicher, ein IVadjsftoif, ein D7afferaj[�5, ein Flakon Don gemaltem potjcHati,
' Sdjasler: Berlins Kunfifdj�tjc. Abteilung II, =�. 235ff. Berlin 1856.
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