Path:
Gustav Adolfs Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg : IV Reisepläne und Fluchtversuche

Full text: Gustav Adolfs Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg : IV Reisepläne und Fluchtversuche

177
entr�ste mau sich ferner lebhaft dar�ber, da� sie mit ihrem Bruder, dem Kurf�rficn o3eonvlV�helm von branden
b�rg, und mit ihrem Gheim, dem Aurf�rften Johann Georg von Saufen, einen flei�igen Briefwechsel unterhielt,
obwohl beide fett l�ngerer Zeit offene Feinde der 'Krone Schweden waren. Namentlich aber betrachtete man ihre
vertraulichen Beziehungen zum d�nischen l)ofe mit mi�trauischen und unwilligen blicken. Xlenu die Rolle, die sie Ende
(655 bei der Wiederaufnahme des Projekts einer Verm�hlung der jungen schwedischen K�nigin mit einem 2Httgliebe
des d�nischen Herrscherhauses gespielt hatte, war den Senatoren/ die ober einen vorz�glichen Aundscbaflerapvaral
verf�gten, kein Geheimnis geblieben. Hur allzu gut wu�te man, da� der d�nische Resident peter ?Dib� sie h�usig
heimlich besuchte, ihr Ratschl�ge erteilte und ihren brieflichen Verkehr mit de� ausl�ndischen Verwandten vermittelte.
Nur allzu leicht erriet man, auf wessen Anstiftung es zur�ckzuf�hren war, das; der D�nenf�ntg Christian IV,, der alte
Codfeind Schwedens, im Fr�hsommer imHamen feines
siebenundzwanzigj�hrigen Sohnes Friedrich' offiziell bei der
schwedischen Regierung um die l)and der zehnj�hrigen K�nigin
Christine anhalten lie�. Mit nur all^u gutem Grunde endlich
bef�rchtete man. da� der �on i�?aria Eleonora geplante
IDinterauspug nach Gotenburg, bei dem es sicb in Wahrheit
um ein heimliches Stelldichein �an der Grenze" mit verzog
Friedrich Handelle, allerlei �gef�hrliche effeetc" zeitigen werde.
Sie sei �eine Vasallin und Untertanin des Reiches" nnd k�nne
durch unvorsichtige m�ndliche oder schriftliche 2leu�erungen
�leicht ein ITlajeftatsoerbrecJjen begehen", hie� es in der
schon erw�hnten Seuatsfi^ung von! 9. Februar (637, in der
beschlossen wurde, ihr am n�chsten Tage ihre �Pflichten
vorzuhalten" und sie zur Einstellung ihres Reiseprojekts zu
zwingen. �?s ist", versicherte die K�nigin^t�itme damals
entr�stet ihrem Vruder, �so weit gekommen, da� man audi
so grob und unversch�mt mir darf �ffentlich verbieten, da�
ich mir die flacht nicht soll mehr d�rfen nehmen, an (?. ?.
zu schreiben, auch gesaget Hat!, man ?. 5. mehr einen an
mir (!) feiten schicken, da� ich mich solt enthalten, mit den-
jenigen zu reden- audi nicbt allein bas, sondern ick solt auch
mit keinen Ambasadcrjn] noch Fremden heimlicb nicht (!) mehr
d�rfen reden, obschon da� fie Befehl von iljrejnl K�nigein]
JritStid); pviitj DOM PtSiiClliarf H�ii�ij III.)
Kn^rfnti.i1 reu liiirlti'fd;
oder Herren haben, mit mir zu reden". Sie habe, so f�hrt sie fort, erwidert, da� fie �eher nicht eine stunde mehr
tu Schweden sitzen" wolle, zumal fie ganz �gewi� w��t da� ihr Vruder fie nicht �aussto�en" w�rde, Wohl h�tten
die Reichsr�te hierauf �mit ftpetjfdieu � sp�ttischen > Worten wieder geantwortet!" und den Aurf�rsten �vor meineidig,
falsch und untreu" gescholten. Aber fie sei ihnen die Antwort durchaus nicht schuldig geblieben, sondern habe ihnen
�in die Augen gesaget", ihr 23ru6er sei �seit Sr. Agl. ?Ttaj. Allerglorw�rdigster, H�chstber�hmlichster Ged�chtuus Tod"
wahrlich von den Sdnneben �nicht so tractirt" worden, da� er Ursache habe, mit ihnen zu halten, wo fie ihm doch
�sein Canb verderben und pumern [ pomment] darzu noch entwenden" wollten.'
' Friol>rick, der fpatcre C�ttCttf�nig Jticbrit^ III., war dainal? ErHl'is�wf von inemcii iuii> galt iwch nicht als (Thronerbe, &a
sein �lterer Bruder dr^riftian, von brin sp�ter noch tvirbcr^olt die i\e&c fein ir>iri>, erst (6^7 starb. � i�Sv. Riksr, Protokoll", VI, f. tsnf.
u. 530; VII, S. 5f.; �Oxcnst. skrift. och brefvex).", 2. Serif, III, 5. 4(9ff.; X, 5. 57of.; ,f yrc 11,Handlingar etc., T, 5- i>6 u. 62� titi;
ribericia, II,3. (<)� :3; Brfcf� unb ribericia, a. a. C, IV,5, 3* (Kopenhagen i^z); Chr. (Hrslco, AUtsiykker �L Opiysnin^er etc.,
II,f. 4l5sf. n, Du3U im Sdfw�b. Uetdjeardjb :lT?aria -(Elconora an 3�^-"lf�(tmir, (Srips^olm 22.3cm./ 1. Febr. {657. ferner im
R�nial. prea�. iiausaidjir: ntaria-(Steonora an (Seorg iriltielm, (Srips^olm \. \\.l\l�v$ [657 c'n^eub..
i,Sul;rri]oUcrn. (907. 23
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.