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Gustav Adolfs Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg : IV Reisepläne und Fluchtversuche

Full text: Gustav Adolfs Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg : IV Reisepläne und Fluchtversuche

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(Einr�umung des kcindes itfebom als Witwensitz � in ablehnendem Sinne entschieden. Zuletzt entspann sich noch eine
erregte Debatte �ber Me, gem�� der Drohung im Februar, inzwischen von ihr verf�gte Entlassung ihres Statthalters
Knut poffc, Ihr eigenm�chtiges Vorgehen bei dieser Angelegenheit wurde, wie es in: offiziellen Sitzungsprotokoll
hei�t, von den Reichsr�ten �etwas unwillig aufgenommen" und als �ein gro�er affront" bezeichnet, da sie, nach
schwedischem Gesetz, die Gerichtsbarkeit nur �inprima instants" aus�ben und niemand seines Amtes entsetzen d�rfe,
wofern er nicht �einer Missetat und laute �berf�hrt" sei. Um so notwendiger erschien es ihnen nat�rlich, ihr f�r den
erledigten Hofmarschall- und Swtthalterposten einen regierungsfreundlichen Kandidaten vorzuschlagen. Ihre Wahl siel
einstimmig auf den bisherigen Assessor im Svea-Hofgericht, Ivar Nilsson Natt och Dag.
Ende tober erschien der Reichsadmiral Gyllcnhielm in Gripsholm, um seiner Schw�gerin, die bereits
schriftlich von den Senatsbeschl�ssen benachrichtigt worden war, �ber alles N�here m�ndlich �relation" zu erstatten
und sie gleichzeitig nach M�glichkeit �zu besserer affection" gegen die Vorm�nder, besonders gegen den Reichskanzler,
zu �disponiren". Er fand sie �bei weit besserem humeur", als er vermutet hatte, und durchaus willig, die ihr
�vermeintlich geschehenen Widerw�rtigkeiten und Verdrie�lichkeiten" zu vergessen. Sie gab wiederholt der Hoffnung
Ausdruck, da� es nunmehr zwischen ihr und der Regierung �wieder zu gutem Vertrauen und freundschaftlichen� Verkehr
kommen" werde, erkl�rte sich mit der Antwort des Senats auf ihre Vorschl�ge in betreff der Schuldentilgung usw.
�sehr wohl zufrieden" und �u�erte lediglich den Wunsch, da� die Reichsr�te die h�chst l�stigen �Forderungen" ihres
Hauptgl�ubigers, des Kaufmanns Markus Stenman, �g�nzlich auf sich nehmen" und sie dadurch �einer gro�en k�st",
deren sie sonst �in vielen Jahren nicht ohmg (I) werden" k�nne, �entheben" m�chten. Vie Erf�llung dieser Bitte
glaubte Gyllenhielm dringend seinen Aollegen empfehlen zu m�ssen, zumal er die Beobachtung gemacht hatte,
da� feine Schw�gerin �auf die w�rde ihrer k�niglichen Person und auf den guten Ruf ihres Namens m�chtig
jaloux" sei. Gleichzeitig aber wu�te er es durchzusetzen, da� diese nach langer paufe ihren Briefwechsel mit
Axel Vxenstierna wieder aufnahm und t�nt sowie die �brigen Mitglieder des Rcichsrats ersuchte, sich �311 aeeeptir-
und Abtragung" der Forderungen Stenmans zu verstehen, wogegen sie selber sich verpflichten wolle, den Senat
�insk�nftig mit dergleichen Anmutungen" nicht mehr zu �molestiren" und die ihr �verschossenes) summa f�rder-
lichst hinwiederumb" zu erstatten. Anfangs war man in den schwedischen Regierungs kreisen wenig geneigt, ihrem
Gesuch zu willfahren. Allein durch das �verbindliche" Wesen, das sic in den n�chsten Monaten gegen jedermann
�
auch gegen den Reichskanzler und gegen dessen Bruder, den Reichsdrosten � zur Schau trug, wu�te sie es
schlie�lich zu erreichen, da� sie besseres Geh�r fand, als sie Anfang ihre Bitte wiederholte. Am 5. April
wurde einstimmig vom Senat beschlossen, dein Aaufmann Stenman 20
    
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