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Friedrich der Große und seine Leute : I Hans Karl von Winterfeldt

Full text: Friedrich der Große und seine Leute : I Hans Karl von Winterfeldt

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4. 2lpril geboren wurde. Auf dem Gute Daufclotr� in pomment, seinem Geburtsort, und dann auf Schmarsow
m der Nckerinark, wohin die Familie wenige 3 re sp�ter �bersiedelte, verlebte dieser feine Kindheit, in Me schon
Kriegesl�rm bineint�iite. Noch in sp�ten Jahren erinnerte er sich lebenbig der Durchm�rsche preu�ischer und russischer
Truppen, die damals zum Kampfe gegen Schweden 501.1011. Don einem sorgf�ltigen Unterricht war nicht die Rede,
wenn auch Me Behauptung �bertrieben ist, das; nur ein alter (Grenadier Nntewfftzier [ein �lchrer geweseil fei. Jeden
falls aber wurde bornais in ihm der Grund
511 der echten und tiefen Fr�mmigkeit gelegt,
die er fein ganzes Tcben hindurch bewahrte.
Pie pietistische Str�mung, die durch da? Tand
ging, erfa�te auch ihn; aber die 5c�rge, die sein
T�ter einmal �u�erte, da� i)an$ Aarl ein
�Kopfh�nger" werden k�une', blieb unbegr�ndet.
bereits im Alter von (3 Jahren verlor
er den T�ter. (Er stand damit am Wendepunkte
seines Cebens; denn nunmehr, trotz seiner gro�en
Jugend, erfolgte fein Eintritt in das l)eer, und
zwar in dag A�rassierregiment in K�nigsberg,
dessen Chef ein fetter feilte* Daters war. Drei
Jahre barauf, kam er in das K�nig!?
r�giment, zun�chst nach Branbenburg, wo das
dritte Bataillon in Garnison lag, und dann
nach Potsdam selbst. Diese Versetzung war f�r
ihn von gr��ter Tragweite; denn eben dieser
Truppenteil stellte die hohe schule der preu�isch.-u
Armee bar, in der die neue ifrer^ierfunft aus-
gebildet wurde, die den Grund f�r die sp�teren
Erfolge der preufifc^en Waffen legte. Zugleich
aber auch kam er damit in die unmittelbare
Umgebung K�nig ,\'rie�ridvlOiU?eIms [., der sich
als den Obersten dieses Regimentes betrachtete.
In vielen Grundz�gen feines tt)efens �hnelte
IDtnterfelbt seinem obersten Kriegsherrn: er besa�
�die einfache, auf das praktische gericbtete Natur,
die schnelle Entschlu�f�higkeit und die energisch
durchgreifende Handlungsweise" des Soldaten
k�nigs; gleich ihm war er ein guter haush�lter,
lltlfijoriHjcLViK'rrlidiutii}Qans'KatI non irimcrfrlMs. RabttfUti�} i'on 1}. �?ol'hr
in �(nInnung an fein �tni�lbe in alten (PamifouHrclje 311 Berlin
einem kr�ftigen Trunk nicht abbold, ein Freund derben Juniors, erf�llt von �naiv fr�hlicher Lebensl�ste, JPir
begegnen ihn, auf den Tiebesmahleu der Garnison, wo die �ffijtere nach der drastischen Schilderung eines Augen
zeugen' sich als �wahre IWinfdil�udv" erwiesen, �Mo nach gut deutscher Art rafdi mit vollen pumpen fertig zu
werden verstanden"; nadj Cisch, bei �PintevfelM zu Gast gebeten, drehen fie sich 511111 Spiel der f)oboiften des
Regimentes wegen Mangels an Damen miteinander im Canzc, um schlie�lich, �von Bacchus und �Terpfidiore �ber*
w�lligt", wankenden Schrittes nach l)aufc heimzuschleichen.
1 Vi}\.p. ?Ptnterfelot'�Ti&en, �feben bes pven%. �cnera lientuants Q.K.p. ifiutcrfclM", S. 28t 2Inm. (Berlin'ffi^ig1009). �
3 VqI. Siclfelb, �Lettres famili?res" Sb. l, 5. 56f, [f)ong 1763).
        
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