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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Wettin

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Wettin

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ZT?agoalene SibyUa hatte mehrere Jahre am Hofe ihr�Dormun6es und Schwagers, des Aurf�rsten Joachim
Friedrich Don Vrandenburg, zugebracht und war daher der Aurf�rstin Sophie nicht unbekannt geblieben. Im 5N�rz
U>OZ lie� Aurprinz Johann Georg in A�niggberg uni die Hand Sibylle werben, worauf wenige ���ot�ate sp�ter 311
J�tcrbog &ic Ehepakten 311111 Abschlu� kamen. Unmittelbar daran schloffen sich die Vorbereitungen zur Hochzeitsfeicr,
die am 29. Juli U>�^ �unter den �blichen Solennit�ten" in Corgau vor sich ging. Dorthin hatten der Markgraf
Johann Sigismund und seine Gemahlin Anna die anmutige Braut geleitet. Sei dem Zustande des Herzogs Albrecht
Friedrich mu�te von der Anwesenheit der Vrauteltern an
dem Ehrentage der Tochter abgesehen werden. Aber auch
Aurf�rst Joachim Friedrich, der den am 9. April |6O7
erfolgten Cod seiner zweiten Gemahlin (Eleonore betrauerte,
hatte fern bleiben muffen.
So waren es nicht gerade g�nstige Vorzeichen, unter
denen Sibylla in die Ehe trat. Aber obwohl ihr h�ng,
lichen Gl�ck durch die St�rme des Drei�igj�hrigen Krieges
empfindlich und lange ersch�ttert wurde, da ihrem Gemahl
in der Zeit von nur selten am heimischen
Herde zu weilen verg�nnt war, so hat sie doch das unver-
meidliche Geschick mit ruhiger Fassung und stiller Ergebung
ertragen bis zu den: Augenblicke, da die d�steren
Wetterwolken am politischen Himmel sich verzogen,
Das kurf�rstliche f)aar erfreute
sich des Vesitzes von sieben "Kindern 1
� drei waren fr�h verstorben - - und
sah im Saufe ihrer nahezu 50j�hrigen
Ehe eine Schar von 90 Enkeln und
Urenkeln heranwachsen.
Am 2.5, November \65B sah die Aurf�rstin als
Lebensgef�hrtin ihres Sohnes, des Aurprinzen Johann
Georg (IL), eine gleichnamige Nichte in Dresden ihren Ein-
zug halten. Es war das �Fr�ulein" Magdalena Sibylle,
die Tochter ihrer �lteren Schwester Maria und des 2Nark-
grasen Christian von 3ran6enburg� Bayreuth. Vor den
Kurf�rst Johann Georg IT.h�h schien unk feine (Sem a [in, RtarfgvAfln Vttaqbaitm
Sibylle non Brandenburg �aYteaif;. SiijHiim�nje auf Seil (Tot* ftct Kiiifurf�in (68?
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Schrecken des furchtbaren Ariegcs, der auch sein Tand vernichtend heimsuchte, war Christian mit seiner Familie im
Jahre an den Hof seines Schwagers Johann Georg I, nach Dresden gefl�chtet. Hier waren die beiden F�rstenkinder
einander n�her getreten. Ihr lVunsch nach einer ehelichen Verbindung mu�te indes mit R�cksicht auf die Hot der
schrecklichen Zeit mehrere Jahre der Erf�llung harren. Erst waren alle Hindernisse �berwunden, und die Ver
m�hlung wurde mit den mi Albertinischen Hause �blichen prunkvollen Festlichkeiten gefeiert. Der Ehronift berichtet
von �stattlichen Sallfesten, gl�nzendem Feuerwerke, erg�tzlichem Gesellcnrmnen, gro�er Jagd und prachtvoller Schlitten-
fahrt", die bei dieser Gelegenheit stattgehabt.
Die �in die H2 Jahre sich erstreckende Ehe A'tagdalene Sibylles mit dein sanftm�tigen und kunstsinnigen
Johann Georg II. war eine durchweg gl�ckliche, stets erfreuliche".
1Die zweite Tochter, MariaElisabeth, geb. 311 Vresdcu am 22, November \$\o �nb 311 Husum am Juni ,684 verstorben,
verm�hlte sich am 2^. Februar (630 31; Dresden mit dem Herzog Friedrich III.von 5ch1e5n>ia/Holsleiil"Gottorp und ward die Stammmutter
des bis (8(8 regierenden, schwedischen K�nig?- und des jetzt regierenden russischen Kaiserhauses. � � 5icl}c Stichart, a, a. G., 5. 57�ff.
QoijrnioUfTn'Siifertiud; 1907. 19
        
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