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Brandenburgisch-preußische Fahnen in der Zeit des letzten Kurfürsten und des ersten Königs. 1688 - 1713

Full text: Brandenburgisch-preußische Fahnen in der Zeit des letzten Kurfürsten und des ersten Königs. 1688 - 1713

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Jd. 45. 8� Wahrhafte Abbildungen aller Fahnen und Standarten, so die Frantzische Arm�e ... zu der Battaille
bey Fleurus den 1, Julji 1690 ... uberkomen.
Diese Gktavb�nde sind wahrscheinlich die �ltesten Darstellungen der Fahnen von Seneffe, Fleurus, Neerwinden
und Friedlingen; alle �brigen sind zuerst abgebildet worden in
Jd. 42. Fol. Les triomphes du Roy Louis le Grand, 14 e du nom
Repr�sent�s par les Drapeaux qui ont �t� pris sur les Ennemis de Sa Majest� dans les Battailles, Rencontres
et Prises de villes, qui ont �t� apport�s en C�r�monie dans l'Eglise de Nostre Dame de Paris depuis 1674
jusques ? la fin de son R?gne.
Jd, 41. Fol. Vasselbe, besser ausgef�hrte Kopie von /6. 42,
beider sind diese weit entfernt, einen vollst�ndigen Aufschlu� �ber die Troph�en aus den von
kudwig XIV.gef�hrten Ariegen zu geben : eine gro�e Zahl, und unter ihnen gerade solche, die f�r die brandenburgisch-
preu�ische Heeresaeschichte von Wert sind, haben keine Aufnahme gefunden, darf an Stasiarda, 3avigliano,
Steenkerken, H�chst�dt, Almanza und andere erinnern.
In der Hauptsache d�rfen, wie Dergleichungen mit von gleichen oder gleichartigen, noch im
Vriginal erhaltenen Fahnen dargctan haben, die Abbildungen als zuverl�ssig angesehen werden. Voch fehlt es auch
nicht an Fehlern und Unvollkommenhciten , die anscheinend besonders bei der �cbertragung der urspr�nglichen Zeich-
nungen in die �1>iompl,e3" vorgekommen sind. Vas ergibt namentlich ein Vergleich der Darstellung der Troph�en von
FleuruH in H5 mit den Vildern in H2. Jedenfalls werden aber die brandcnburgisch -preu�ischen St�cke von
diesen Ausstellungen im allgemeinen nicht betroffen, und deshalb erscheinen die neuen Aufschl�sse bedeutungsvoll
genug, um den Lesern des Jahrbuches vorgelegt zu werden.
Dank der liebensw�rdigen Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft des hervorragendsten Aenners der franz�sischen
Fahnengeschichte, Herrn V.Hollander in f>aris, ist die k�nigliche Zeughausverwaltung in Verlin instand gesetzt worden,
die B�nde H5 und H2 f�r ihre Sammlungen nachbilden zu lassen. 7Nit einer, zu besonderem Danke verpflichtenden
Vereitwilligkeit hat diese die Genehmigung zur Benutzung der Aopien f�r meine Abhandlung erteilt.
Inzwischen ist ein Teil der in den �1>inmp5,e3" enthaltenen Abbildungen franz�sischerseits zum Gegenstande
einer Ver�ffentlichung gemacht worden.
Im Juni dieses Jahres hat der Commandant M.Ve'rillon bei 3. ?croy in paris unter dem Titel �Les
Troph�es de la France" einen stattlichen Vand erscheinen lassen, in dem Me Nachrichten �ber die seit \62? von den
Franzosen eroberten Feldzeichen gesammelt fein sollten. (Eine Nachpr�fung der 23ran6enburg-preufen betreffenden
Daten hat ergeben, da� die L�sung, die diese Aufgabe gefunden, als eine nicht gerade vollkommene angesprochen
werden darf. lieber die Periode vor der Revolution sind die Notizen im ganzen nur d�rftig, sie beschr�nken sich f�r
die m den �Triomphes" abgehandelte Zeit so gut wie ausschlie�lich auf Wiedergabe der in diesen enthaltenen Zahlen-
angaben. Dabei fehlt es nicht an Mi�verst�ndnissen, wohin beispielsweise die auf Seite ? verzeichnete unbekannte
�Bataille de Mons, livr�e le 17. Septembre 1709 � 34 drapeaux" rechnet, anscheinend eine Verwechselung mit der
unmittelbar vorher abgehandelten Schlacht bei Malplaquet, \{.September (32 Fahnen und Standarten). Was
�ber die angebliche Eroberung preu�ischer Fahnen im Jahre \?93 st bei Stromberg, 20. M�rz, 5 bei Soffelweyersheim,
\8. September, und 5 bei Vetzheim vor Hagenau, 2. November) auf Seite \3 berichtet wird, ist falsch. Die preu�ischen
Truppen haben w�hrend der sogenannten Rheinfeldz�ge nicht ein einziges Feldzeichen eingeb��t. Ebensowenig ist
es gegr�ndet, da� am I.September \S\3 bei Seyda 3 Fahnen, die nur preu�ische gewesen sein k�nnten, verloren
gegangen sind. Die Nulletml�ge, da� bei Cigny den troupes prussiennes du mar�chal Blucher 6 Fahnen abgenommen
feien (Seite 83), h�tte nach den urkundlichen Feststellungen in der Geschichte der k�niglich preu�ischen Fahnen und
Standarten seit dem Jahre Berlin \889 nicht wiederholt werden d�rfen, und was es mit den imFebruar
eroberten preu�ischen, russischen und �sterreichischen Fahnen auf sich hat, konnte der Verfasser aus der Correspondance
        
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