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Die Ausbildung des brandenburgisch-preußischen Kalenderwesens in Beziehung zur Geschichte

Full text: Die Ausbildung des brandenburgisch-preußischen Kalenderwesens in Beziehung zur Geschichte

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Veh�rden^Uebcrsichten f�r die einzelnen Staaten bringt.1 Diese namentlich in Frankfurt a. M.und Leipzig erscheinenden
Handb�cher von Schumann, Arebel, varrentrapp (�J�hrliches Genealogisches Handbuch", �Europ�isches Genea-
logisches Handbuch", �Genealogisches Reichs- und Handbuch") gehen dann gleichfalls durchs ganze J8, Jahr-
hundert hindurch und in f)ausen bis tief tus J9- Jahrhundert hinein. � Endlich als vollkommener Abschlu� f�r
Preu�en erscheinen seit 1.7HH dann auch die offiziellen Hof- und Staatshandb�cher f�r den preu�ischen Staat,
die nun die sicherste Grundlage f�r den Ueberblick �ber die Sch�rden-Grganisation gew�hren, und in ihren �Anh�ngen",
die Notizen �ber Entstehung und Kompetenz der Beh�rden geben, zugleich ein besonders erw�nschtes historisches
Hilfsmittel bieten. Eine vollst�ndige Zusammenstellung dieser wichtigsten Art von preu�ischen Adre�b�chern hat
Conrad gegeben im Deutschen Herold, Vierteljahrsschrift \<)O6 Nr. %*. Verzeichnis der bisher erschienenen Handb�cher
�ber den K�niglich Preu�ischen Hof und Staat usw. I.?<1H^^06. �T?it dem Erscheinen der Staatshandb�cher h�ren
die Provmzial-Adre�kalender auf, w�hrend der Berliner Adre�kalender davon unber�hrt bleibt.
Eine v�llige Unterbrechung aber erleiden nun diese Hilfsmittel f�r Preu�en nach der Aatastrophe von 1806/^8l)7
f�r l�ngere Zeit. Mt <8<)k Hricht die Serie der Staatshandb�cher, und mit ;90? auch die der Berliner Adre�kalendcr
zun�chst ab. 2Nan ist f�r die Zwischenzeit auf die allgemeinen europ�ischen Handb�cher angewiesen, wie z. V. das
in Frankfurt a. 2N. erschienene varrentrappsche f�r l.8^1., das wenigstens einige Notizen f�r Preu�en enth�lt. Gleich
nach den Befreiungskriegen, und zum Ceil schon vorher, tauchten zwar Bestrebungen auf, den bew�hrten, in der
Verwaltungspraxis selbst viel benutzten Hilfsmitteln, deren Fehlen man bald unangenehm empfand, auch f�r Preu�en
eine Fortsetzung zu geben. Ader erst im Jahre begannen wirklich die Preu�ischen Staatshandb�cher wieder zu
erscheinen, und in demselben Jahre tauchen als parallelwerk auch die Berliner Adre�b�cher wieder auf, wie jene auf
amtlichen Quellen beruhend, aber von der Verbindung mit der Akademie, f�r deren Einnahmen andere Quellen
geschaffen waren, hinfort losgel�st. Der Astronomische Aalender zu Anfang, der mit dem Erl�schen des Edikts von
1.700 ganz �berfl�ssig geworden war, ist jetzt auch ganz weggefallen, und au�erdem sind die Rubriken jetzt mehr
systematisch als alphabetisch geordnet; in, �brigen aber erschienen die Berliner Adre�kalender bei ihren, Wiederaufleben
ziemlich in derselben Form wie vorher auch noch mit einem Anhang der f�r die Allgenieinheit wichtigsten
Gewerbe. Auch als mit dem Jahre l.820 die Allgemeinen IVohmmgsanzeiger f�r Berlin in regelm��iger Folge daneben
traten, wurde dieser Anhang noch l�ngere Zeit beibehalten, und erst in den siebziger Jahren ist er nach wiederholtem
Schwanken ganz forlgefallen. Die anfangs noch getrennten Aalender f�r Berlin und Potsdam sind in der Folge zu
einem gemeinsamen verschmolzen, und in dieser Form besteht der alte Berliner Adrc�kalcnder, von kleinen vor�ber-
gehenden Wandlungen abgcfehen, seit nunmehr 200 Jahren bis auf den heutigen Tag fort, nur da� zu Berlin und
Potsdam sich jetzt dauernd auch noch die dritte Residenz Charlottenburg gesellt hat, so da� der Titel jetzt lautet:
�Adre�kaleuder f�r die A�nigl. Haupt- und Residenzst�dte Berlin und Potsdam, sowie f�r Charlottenburg". Seit
sind diese Aalender in wenig unterbrochener Folge erschienen, und ebenso auch die nun an Wichtigkeit den ersten Platz
einnehmenden preu�ischen Staatshandb�cher.
Als allgemeines europ�isches Handbuch endlich uimmt an Stelle der fr�heren seit den ersten Platz der
Gothaische Hofkalender ein. Dieser bestand zwar damals schon seit �ber 60 Jahren; aber erst feit I,82H f�hrte er
als neue Rubrik ein �Diplomatisches", bezw. �Diplomatisch-statistisches Jahrbuch" ein, das von anfangs sehr bescheidener
Ausdehnung allm�hlich der umfangreichste und wichtigste Teil des Kalenders geworden ist. Die n�tige Orientierung
gew�hrt das Vorwort zum 62. Jahrgang des Hofkalenders der �ber die neue Einrichtung Auskunft gibt, und
namentlich der Jahrgang der au�er einer Geschichte des Aalenders auch eine sehr n�tzliche Inhalts-
�bersicht der s�mtlichen Jahrg�nge seit enth�lt. Der Titel lautet �brigens verschieden: �Gothaischer genealogischer
1 Heber Adre�b�cher im allgemeinen vgl. da- vortreffliche Auch von 5chwarzkopf: lieber Staats- und Kalender,
Seilin (?92, "bas f�r die anderen Staaten au�er Preu�en die n�tigen parallelen und �berhaupt f�r die �ltere Zeit eine gute Neberficht
bietet; dazu jetzt auch die Einleitung von Ha� a. a, V. Ueber einzelne Vorl�ufer, die bei dem ersten berliner Versuch als Vorbild dienten,
vgl. weiter unten.
        
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