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Das Münzwesen Brandenburgs während der Geltung des Münzfußes von Zinna und Leipzig

Full text: Das Münzwesen Brandenburgs während der Geltung des Münzfußes von Zinna und Leipzig

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Der Harne �Gulden" (jatte schon oft seine Veoeutuug gewechselt. Zuerst nannte man die fiorini d'oro des \3.~wln-
-
hunderte Goldene, Gulden (aurei), pou denen die rheinischen Goldgulden stammen. A?s matt dann seit etwa \5OQ
den XOeti dieser Gulden in Silber ausm�nzte, befamen diese Silberst�cke den Hamen Guldeugroschen, sp�ter Ketcfys*
taler, deren einer seit (566 Vy Mark Feinsilber hielt; sie trugen keine lDertbezeiclinuug und galten 72�Kre�jer. Von
ihnen unterschieden sich die seit l,55�) gepr�gten Reichsguldiner mit der Ivertzahl 60 fArenzer), die mir (/9J 2Tlarf
Feinsilber hielten, aber nicht Diel gepr�gt wurden. Als dann \69? bas Leipziger a/;1 St�ck geschaffen wurde, ging der
Harne Guldener oder Gulden auf diese 60 Kreujev geltende H�?nje liber, seitdem hie�en die 4 Sorten Koldgnlden,
(Spejics=)CaIer, (Bulbentalet und Gulden.
Die Rechnung wurde nun folgende. Per alte 3Teich5taler hielt !/8 �TarF Feiusilber und wurde Spesiestaler
genannt. ZT�au zahlte aber nur noch seilen mit ihm, sondern mit leipziger Aurauttalern, die aber nur in '-/;J
und kleineren St�cken gepr�gt wurden. Anderthalb gmeibrittel waren ein Caler und hielten 1jliIWatt .fein'
ftlber oder es hielt ein Zweidrillelst�ck l/i8 2Nark jn�cm mau nun dem neuen Caler den alten Taxwert
von 90 Kretijer lie�, flieg der Speziestaler auf (20 Krcujer, oder es galten in mei�nischer W�hrung 9 Speziestaler
sowie 12 'Kuranttaler (\8 je 288 Gutegroschen, also ein Speziestaler deren 32, ein "Kuranttalor 24,
ein neuer Gulden !erwallung endlich in eine leidliche Derfaffung gebraut
511 haben: feit J682 wurden 6tc ?N�nzbcamt<'n auf
bcftinimtoTi (.Bobalt gesetzt 11116 ihre �TatisPeit ihnen in
Instruktionen genau porgefc^rie&cn. 3 �uiiiHnyp^aufcits
Code ginH es �aiiiit freilich zur�ck: die Schaffung eines
integern Beamtentums gelang erst Friedrich lOilheln,1-
Sodann sorgte Anyphausen daf�r, da� die Scheide
M�nzpr�gung imrichtigen Verh�ltnis zu der des lO�hruugs
geldes stand: am 2^.Nlai wurde befohlen, w�chent
28. HunfoniliT (696. Sfrftn
lich <>0l) in Gulden und Halbguldeu, !(�() in Groschen und 25 in kleinere Sorten zu verm�nzen^ Die Gulden
und l)albgulden wurden in den M�nzst�tten zu Verlin, Magdeburg, Minden, Stargard uud in bedeutender
Menge geschlagen, doch gingen die beiden letztgenannten Anstalten noch vor Ende des Jahrhunderts wegen Silber
mangels wieder ein. In Berlin betrug die gepr�gte (Quantit�t in den vier Jahren � etwa 5'/., Millionen
Taler, sank seitdem aber fortw�hrend, einmal weil man davon genug hatte und dann aus don vorhin angegebeneu
Ursachen: von bis sind s�r etwa 7990 in Morgan, die Zw�lftel zu (2 (Taler 9 Groschen, die Groschen und Mariengroschen f1/^ und
'/^ Caler) zu \2 x j-2 Caler, die 6-, und 3 Pfennigst�cke zu (3 Caler auszupr�gen. Dieser Corgauer Reze� wurde
von Brandenburg nicht ratifiziert, es hat sich aber bez�glich der Zw�lftel doch ziemlich daran gehalten, denn diese
M�nzen sind bis \r^0 immer zu (2 Caler 9 Groschen {:'h pfennig ausgebracht worden. Die kleineren Scheidem�nzen
1 Es ist aber ga�3 falsch, memi ll�iiti.�ftitalotje !>oii (Siilben einen falben ECatec ncitiiou;die Zeitgenossen nannten ihn nie so,
beim erstens flatte er immer ein ganj anberes �epr�ge als t�i*r halb� 5pcjic?taU'r, zweitens eine andere partie, weil er jroat efcenfooicl
Silber aber riet mcliv Kupfcc enthielt, er mat beifjatfi dicker oder von gr��erem Umfange als der luilbe �laier, Sp�ter ?rst im Kanit�lttlonsfug
war der G�lden nichlZ anberes als ein halber Caler. -- a Acta Bor. a. a. CD. 5. 24 jf. � J Geh. 5t. Archiv Serlitl >< '� SS 0.
iic^mjcllrrn-^nlnbiirfjigor. [0
        
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