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Hohenzollern-Erinnerungen im Bayerischen Nationalmuseum in München

Full text: Hohenzollern-Erinnerungen im Bayerischen Nationalmuseum in München

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I7ot)cn3oltern Erinnerungen im Bayerischen Nationalmuseum
in M�nchen'
von
Friedrich H.
AAls im Jahre durch Verf�gung des K�nigs MaximilianII. aus dem urspr�nglichen �UMelsbacher Museum"
das �Bayerische Nationalmusemn" entstand, warm es neben den Schatzkammern des bayerischen Herrscherhauses in
M�nchen vor allem auch die k�niglichen Schl�sser und Ansitze in den Provinzen, die zur Begr�ndung des reichen
Bestandes der neuen Anstalt beisteuerten. Auch die noch kein halbes Jahrhundert dem K�nigreiche zugefallenen
fr�nkischen Provinzen brachten mit volle�! H�nden reiche Sch�tze. Es sei hier nur der Erwerbungen von der Universit�t
Erlangen gedacht, oder der Sammlungen d5s k�niglichen Regierungsrates Martinengo in iV�rzburg s^358/5<)), oder des
Professors Martin von Reider, in Bamberg (^859/60>.
Aber es ist auffallend � unter der gro�en Zahl von Kunstwerken und kulturgeschichtlichen Altert�mern, die
jetzt unser Museum birgt, finden sich nur ganz wenige St�cke, die ihrer Provenienz nach mit Sicherheit aus altem Besitz
der fr�nkischen Hohenzollern nachweisbar sind oder aber doch wenigstens lokal irgendwie mit ihnen in Zusammenhang
stehen. Vbwohl heute zwei Regierungsbezirke Bayerns
� Gber- und Mittelfranken � gro�enteils aus Territorien
einst souver�ner Staaten unter Hohenzollernf�rsten gebildet sind, obwohl gerade auf dem vielseitigen Gebiete der Aunst
die F�rsten dort durch mehr als drei Jahrhunderte hindurch ein gl�nzendes M�zenatentum entfalteten, trotzdem hat sich
aus den, Aunstbesitz dieser k�nder doch verh�ltnism��ig wenig inunsere bayerische Sammlung her�bergerettet. Diese auf
den ersten Blick wohl �berraschende Tatsache ist jedoch unschwer aus der historischen Entwickelung abzuleiten und zu erklaren.
Als im Jahre 5?91 Markgraf Alexander von Brandenburg -Ansbach und Aulmbach- Bayreuth, der sich �mit
seiner italienischen kiebe zur Aunst, seiner franz�sischen Erziehung und seinem englischen herzen" in seinen deutschen
tanden nicht sonderlich wohl f�hlen mochte, als der letzte seines Hauses seine beiden F�rstent�mer an Preu�en
1Der Aufsatz erschien in stark gek�rzter Form anl��lich des Vesuches S. ??t. des Kaifers inM�nchen bereits (ohne Abbildungen)
in den �Miinchener Neuesten Nachrichten" vom i<*.ZTo�embor 1900, Nr.552.
        
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